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P.E.G. aktuell - Kienbaumstudie: Chefärzte verdienen doppelt so viel wie Krankenhausmanager

Dienstag, 12. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 12.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Gehälter von Führungskräften in Krankenhäusern variieren stark: Während Chefärzte mit durchschnittlich 266 000 Euro im Jahr vergütet werden, verdienen ihre Geschäftsführer- und Vorstandskollegen 120 000 Euro weniger. Damit erhalten nichtärztliche Führungskräfte im Schnitt nur rund halb so viel wie in einer vergleichbaren Position in einem Wirtschaftsunternehmen.
Dies sind Ergebnisse der Vergütungsstudie „Führungs- und Fachkräfte in Krankenhäusern” der Managementberatung Kienbaum, zu der die Daten von 2 055 Positionen aus 184 Krankenhäusern erhoben wurden. „Die eklatanten Gehaltsunterschiede machen einen Wechsel vom Krankenhaus in reine Wirtschaftsunternehmen vor allem für Nachwuchsführungskräfte attraktiv. Die Optimierung ihrer Vergütungssysteme ist für Krankenhäuser unumgänglich, um die Mitarbeiter langfristig binden zu können”, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Fachärzte bekommen 6,9 Prozent mehr Gehalt
Von Juli 2008 bis Juli 2009 stiegen die Gehälter der ärztlichen Führungskräfte in Krankenhäusern im Durchschnitt um 5,3 Prozent. Mit durchschnittlich 6,9 Prozent machten Fachärzte den größten Gehaltssprung. Nichtärztliche Angestellte konnten ihr Einkommen im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 2,7 Prozent steigern. Die größte Gehaltssteigerung erzielten in dieser Gruppe die Geschäftsführer und Vorstände mit 3,1 Prozent.

Für das Jahr 2010 fallen die prognostizierten Gehaltssteigerungen mit durchschnittlich zwei Prozent wesentlich geringer aus als noch 2009. „Diese Prognose zeigt, dass auch Krankenhäuser in Zeiten der Wirtschaftskrise die Kostenbremse ziehen müssen. Deutlich geringere Gehaltssteigerungen sind die Folge, womit auch im Gesundheitswesen die Auswirkungen der allgemeinen Krise spürbar werden”, sagt Christian Näser.

Dienstwagen sind nur bei Geschäftsführern etabliert
Dienstwagen für Krankenhaus-Angestellte der unteren Führungsebenen sind nach wie vor kaum verbreitet: Während 61 Prozent der Geschäftsführer einen Dienstwagen fahren, wird nur 17 Prozent der Direktoriumsmitglieder - und damit neun Prozent weniger als noch im Jahr zuvor - ein PKW zur Verfügung gestellt. Abteilungsleitern (sechs Prozent) sowie Chef- und Oberärzten (sechs beziehungsweise vier Prozent) wird diese Zusatzleistung ebenfalls selten gewährt. Auch in den Anschaffungskosten unterscheiden sich die erfassten Positionen: Ein Dienstwagen für einen Geschäftsführer kostet im Durchschnitt 50 000 Euro, während für den eines Abteilungsleiters durchschnittlich 30 000 Euro investiert werden.

Betriebliche Altersversorgung bleibt wichtiger Bestandteil der Vergütung
In allen befragten Krankenhäusern erhalten Oberärzte, Fachärzte und Ärzte in Weiterbildung eine betriebliche Altersversorgung. 88 Prozent der Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder beziehen ebenfalls diese Zusatzleistung. Durchschnittlich 85 Prozent der übrigen Positionen werden bei der Altersvorsorge vom Arbeitgeber unterstützt: 87 Prozent der Chefärzte, 84 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene und 83 Prozent der Mitglieder des Direktoriums erhalten eine betriebliche Altersversorgung. Weniger verbreitet sind diese Leistungen bei kleineren, privaten Kliniken und Mitarbeitern mit weniger als fünf Jahren Betriebszugehörigkeit. „Die betriebliche Altersversorgung ist für die Krankenhäuser eine Medaille mit zwei Seiten: Einerseits gewährleistet sie eine hohe Mitarbeiterbindung, andererseits ist sie jedoch die mit Abstand teuerste Zusatzleistung”, sagt Näser. 

    
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P.E.G. aktuell - Krankenhauskosten sind um 5 % gestiegen

Montag, 23. November 2009

Wie im BVMED Newsletter 46/09 vom 23.11.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Wiesbaden. Mit insgesamt 72,6 Milliarden Euro lagen die Ausgaben der Krankenhäuser in Deutschland in 2008 um 3,4 Milliarden Euro höher als im Jahr zuvor. Das hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben. Den größten Anteil an den Gesamtkosten hatten die Personalkosten mit 43,4 Milliarden Euro (60 Prozent), die Sachkosten schlugen mit 27,3 Milliarden Euro (knapp 38 Prozent) zu Buche. Im Vergleich zum Jahr 2007 nahmen die Personalkosten um 3,4 Prozent zu, die Sachkosten stiegen mit einem Plus von
6,3 Prozent stärker. Die Krankenhausausgaben enthielten auch Kosten für nichtstationäre Leistungen mit einem Gesamtvolumen von 9,4 Milliarden Euro. Darunter fielen unter anderem Kosten für die Ambulanz (3,1 Milliarden Euro) sowie wissenschaftliche Forschung und Lehre (2,4 Milliarden Euro). Die Kosten der stationären Krankenhausversorgung lagen somit bei 63,2 Milliarden Euro in 2008. 17,5 Millionen Patienten und Patientinnen wurden im vergangenen Jahr vollstationär im Krankenhaus behandelt. www.destatis.de.

  
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P.E.G. aktuell - Jedem zweiten Deutschen graust es vor Krankenhausaufenthalten

Dienstag, 03. November 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 03.11.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Mehr als jeder zweite Deutsche hat Ängste vor einem stationären Krankenhausaufenthalt, jeder zehnte sogar große Angst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der HanseMerkur Versicherungsgsruppe. Am meisten fürchten potenzielle Patienten Behandlungsfehler, erfolglose Therapien und die Ansteckung mit gefährlichen Keimen.
Gut 1.000 Bundesbürger befragte forsa im Oktober dieses Jahres zu Ängsten und Sorgen im Bezug auf den Krankenhausaufenthalt. Danach bereitet ein stationärer Klinikaufenthalt 54 Prozent der Deutschen Sorge, elf Prozent haben sogar große Angst. Während dies nur 46 Prozent der privat Versicherten betrifft, liegt die Zahl unter den gesetzlich Versicherten mit 56 Prozent deutlich höher. Konkret ist die größte Angst die vor Behandlungsfehlern (65 Prozent), gefolgt von der vor erfolglosen Therapien (61 Prozent), der Infektion mit gefährlichen Keimen (55 Prozent), oder dem Erleiden von Schmerzen (53 Prozent). 52 Prozent fürchten, auf unangenehme Zimmergenossen zu treffen.

„Viele Menschen erleben das krankenhaus als unpersönlichen Apparat, der ihnen Angst einflößt”, sagte der Leiter der Leistungsabteilung der HanseMerkur, Folke Tedsen. Die beste Gegenstrategie sei hier, den Aufenthalt so persönlich wie möglich zu gestalten. So wünschen sich laut der forsa-Umfrage 86 Prozent, dass die Ärzte sich mehr Zeit für sie nehmen. 81 Prozent würden sich mit mehr Privatsphäre in einem Ein- oder Zweibettzimmer wohler fühlen. 77 Prozent würde es ein besseres Gefühl geben, sich das Krankenhaus selbst aussuchen zu können.

  
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P.E.G. aktuell - Experten erwarten 2010 Privatisierungswelle im Klinikmarkt

Montag, 28. September 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 28.09.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Analysten der DZ Bank und des Bankhauses Lampe rechnen für das kommende Jahr mit einer neuen Welle von Klinikprivatisierungen. Das meldete die Nachrichtenagentur „Dow Jones Deutschland” heute früh. Die Finanznot werde viele Kommunen zwingen, die ins Stocken geratene und bei den Bürgern oft unpopuläre Privatisierung von Krankenhäusern wieder aktiv zu betreiben.
„Wir glauben, dass nach dem Superwahljahr 2009 die Privatisierungen 2010 wieder deutlich zunehmen werden und finanzstarke, gut aufgestellte Klinikbetreiber wie Rhön-Klinikum, die Fresenius-Tochter Helios sowie Asklepios Kliniken und Sana Kliniken davon profitieren werden”, zitiert die Nachrichtenagentur die DZ Bank-Analystin Christa Bähr. Zudem rechnet sie mit tendenziell fallenden Preisen für Klinikobjekte. Die „strategischen Prämien”, die angesichts des mangelnden Angebotes in der jüngsten Vergangenheit teilweise gezahlt wurden, werde es 2010 sicher nicht mehr geben. „Die Transaktionspreise dürften sich eher wieder auf die in der Vergangenheit gezahlten Multiples in einer Bandbreite des 0,8-fachen bis 1,2-fachen des Umsatzes einpendeln”, so Bähr.

Steigende Gewerbesteuerausfälle, der unverändert bestehende Investitionsstau in Höhe von rund 50 Milliarden Euro und die prekäre Finanzlage der Kliniken erhöhe den Druck auf die Kommunen, mehr Kliniken zu privatisieren, sagen auch die Analysten des Bankhauses Lampe und sehen ebenfalls die vier großen privaten Konzerne, Rhön, Helios. Asklepios und Sana, am Zug, deren externes Wachstum in den vergangenen Jahren gebremst worden sei. Erst zwischen zehn und 15 Prozent des 60 Milliarden Euro schweren Akutklinikmarktes seien privatisiert, hier lägen noch erhebliche Chancen. Laut dem „Dow Jones Deutschland”-Bericht erwarten die Lampe-Analysten, dass vor allem die Rhön-Klinikum AG nach der kürzlich vorgenommenen Kapitalerhöhung (bibliomed.de berichtete) noch in diesem Jahr eine weitere Akquisition tätigt.

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P.E.G. aktuell - Klinikverweildauer 2008 erneut gesunken

Mittwoch, 02. September 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 02.09.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Die durchschnittliche Verweildauer in deutschen Kliniken ist erneut gesunken. 2008 betrug sie 8,1 Tage, 0,2 Tage weniger als noch im Jahr zuvor. Gleichzeitig stieg die Zahl der vollstationär behandelten Patienten um 200.000 auf 17,4 Millionen Menschen. Das teilte das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mit. Auch die Bettenauslastung legte um 0,2 Prozent auf 77,4 Prozent zu.
In den 2.067 deutschen Krankenhäusern standen im vergangenen Jahr insgesamt 500.000 Betten zur Verfügung, das waren 20 Krankenhäuser und 7.500 Betten weniger als 2007. Das Gros der abgebauten Kapazitäten betraf Häuser in öffentlicher Trägerschaft (17 Krankenhäuser, 7.200 Betten). Ungeachtet dessen wird weiterhin annähernd jedes zweite Krankenhausbett von einem öffentlichen Träger unterhalten, nur jedes sechste steht in einer privat geführten Klinik.

In den 1.227 Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen lag die durchschnittliche Verweildauer wie schon im Vorjahr bei 25,3 Tagen. Die Zahl der Betten sank um 1,1 Prozent, von 1.800 auf 169.000, während die Bettenauslastung um 1,7 Prozentpunkte auf 81,1 Prozent stieg. Die Zahl der Einrichtungen ging im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent zurück. Ach hier waren hauptsächlich Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft betroffen, nach wie vor stehen zwei Drittel aller Betten in einer privat geführten Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtung.

Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, wertete die Zahlen des Statistischen Bundesamtes als Bestätigung der „hohen Lasten, die die Kliniken in 2008 allein durch den Anstieg der behandlungsbedürftigen Patienten um 200.000 zu tragen hatten”. Dies habe ein Kostenbelastungsvolumen von rund 600 Millionen Euro bedeutet, was verdeutliche, dass die Forderung der Kliniken nach einer Entdeckelung des Budgets mehr als gerechtfertigt sei.

Die DKG gehe davon aus, dass durch die demografische Entwicklung der Trend zu steigenden Behandlungszahlen in den Krankenhäusern anhalte. Umso dringlicher sei es deshalb, in der kommenden Legislaturperiode eine auskömmliche Finanzierung der Kliniken sicher zu stellen. „Der ‚Hamsterrad-Effekt’, nachdem steigende Patientenzahlen zu sinkenden Fallpauschalenvergütungen führen, muss beendet werden”, sagte Baum heute in Berlin.

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P.E.G. aktuell - Schuldzuweisungen in Debatte um “Klinik-Kopfgelder”

Dienstag, 01. September 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 01.09.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Politik, Krankenhäuser, Ärzte und Verbände schieben sich in der aktuellen Debatte um sogenannte „Einweiser-Provisionen” oder „Kopfgelder” gegenseitig die Schuld zu. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ) hatte gestern über die inzwischen gängige Praxis von Kliniken berichtet, niedergelassenen Ärzten eine Provision für die Einweisung von Patienten zu zahlen (bibliomed.de berichtete).
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) nannte die Provisionen gegenüber der FAZ „klar berufsrechtswidrig” und forderte Ärztekammern, Kassenärztliche Vereinigungen (KVen) und Berufsverbände auf, derartige Praktiken „so schnell wie möglich” zu unterbinden. Auch das Annehmen von Vergütungen durch die Krankenhäuser für Leistungen, die ohnehin schon durch KVen und Kassen vergütet werden, sei nicht akzeptabel.

Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Rudolf Kösters, versicherte, DKG und Ärztekammer würden ihrer Pflicht „im Schulterschluss” nachkommen. Zugleich gab er der Politik die Schuld an der kritisierten Entwicklung. „Um es ganz klar zu sagen, die Politik hat durch einen überhitzten Wettbewerb die niedergelassenen Ärzte möglicherweise zur verzweifelten Suche nach Wettbewerbsvorteilen animiert”, sagte Kösters der FAZ gestern. Bereits zuvor hatte er eine zunehmende Tendenz von Einweiser-Provisionen bestätigt, allerdings unter dem Verweis, dass der Druck hierfür von den Ärzten ausgehe, die den Kliniken drohten, die Patienten ansonsten in anderen Häusern unterzubringen.

Der Generalsekretär des Verbandes der Universitätskliniken (VUD), Rüdiger Strehl, kritisierte hingegen Kassen und Krankenhausgesellschaften, zu wenig getan zu haben und zu spät gegen die „Kopfgelder” vorgegangen zu sein. „Versuche, die Landeskrankenhausgesellschaften und die DKG zu sensibilisieren, sind zunächst im Sande verlaufen, weil offenkundig einige Krankenhäuser aktiv und offensiv diese Zuweiserprämien zur Rekrutierung von vollstationären Patienten eingesetzt haben”, sagte Strehl gestern in Berlin.

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P.E.G. aktuell - Die Innovationskompetenz in deutschen Kliniken läßt zu wünschen übrig

Donnerstag, 30. Juli 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 30.07.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

 Nur ein gutes Drittel der deutschen Krankenhäuser verfügt über eine hoch entwickelte Innovationskompetenz. Den übrigen Häusern mangelt es an systematischen und zielgerichteten Ansätzen, dem ständigen Wandel auf dem Klinikmarkt mit neuartigen Versorgungsangeboten, Dienstleistungen oder Prozessen aus eigener Kraft zu begegnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Technischen Universität (TU) Berlin.
Unter dem Titel „Innovationsmanagement im Krankenhaus” untersuchten die Studienleiter aus Berlin und Kopenhagen die Erfolgsfaktoren für Veränderungen in Kliniken. An den 108 teilnehmenden Kliniken wurden ärztlicher, kaufmännischer und pflegerischer Leiter gebeten, die Innovationsfähigkeit des eigenen Hauses einzuschätzen sowie Betriebsergebnis und Umsetzungsgrad von Neuerungen analysiert. Danach zeigen nur ein gutes Drittel der Häuser (37 Prozent) eine hoch entwickelte Innovationskompetenz. In den restlichen Kliniken mangelt es an Initiative, der Austausch zwischen Ärzten, Pflege und kaufmännischem Bereich ist schwach. Auch existieren laut den Studienleitern zumeist weder klare Prozesse zur Durchführung von Innovationen noch ein systematisches Controlling.

Aus einem Benchmarking der erfolgreichsten zwölf Kliniken wurden die „Top 10″-Erfolgsfaktoren ermittelt. Dazu zählt vor allem eine klare Strategie, die von allen Mitarbeitern mitgetragen wird und mit konkreten Innovationszielen verbunden ist. In einer „Innovationskultur” müssen Kreativität und Lernen der Beschäftigten absolut gewollt sein und gefördert werden. Erfolgreiche Krankenhäuser verfügen laut der Studie zudem über eine eigens für Neuerungen zuständige Stelle.

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P.E.G. aktuell - Gutachter bescheinigen gravierende Mängel und Probleme

Donnerstag, 23. Juli 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 23.07.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Das vor zwei Tagen vorgestellte Gutachten der Professoren Rürup und Wille sowie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und des IGES Institutes (bibliomed.de berichtete) wird unterschiedlich gedeutet. Während die Auftraggeber in Bundesfinanz- und Bundesgesundheitsministerium ihre Gesundheitspolitik durch den Bericht bestätigt und „auf dem richtigen Weg” sehen, zitierte etwa die „Ärzte Zeitung” gestern eingehender aus dem mehr als 260 Seiten umfassenden Abschlussbericht und deutete diesen als klaren „Rüffel” in Richtung Berlin. Der Deutschen Krankenhausgesellschaft wiederum war die Expertenanalyse, die sich nicht zuletzt auch ausgiebig mit dem Krankenhaussektor beschäftigt, keine eine Stellungnahme wert.
Für den ambulanten Sektor konstatierten die Verfasser des Gutachtens „beispielsweise gravierende Organisations- und Qualitätsmängel und damit Effizienzprobleme”, schreibt die Tageszeitung für Ärzte. Ein „Dorn im Auge” sei den Wissenschaftlern auch die Monopolstellung des Deutschen Hausärzteverbandes zum Abschluss von Hausarztverträgen nach Paragraf 73b des Sozialgesetzbuches V. „Für eine solche Priorisierung sprechen beim derzeitigen Informationsstand vor allem hierzulande auch keine empirisch fundierten Erkenntnisse”, zitiert die Ärzte Zeitung aus dem Bericht. Die Gutachter fordern zudem die Einführung des Verbotsvorbehaltes für den ambulanten Sektor, da größere ambulante Einheiten zunehmend im Stande seien, moderne Behandlungsmethoden genauso qualifiziert anzuwenden wie Krankenhäuser.

Die stationäre Versorgung betreffend „zeigen sich die Gutachter enttäuscht” von der Gesundheitspolitik, da der Einstieg in die monistische Finanzierung nicht gelungen sei. Laut Ärzte Zeitung, weil Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) mit diesbezüglichen Plänen am Koalitionspartner gescheitert sei. Trotz eines starken Produktivitätsanstieges bescheinigen die Gutachter dem Kliniksektor Überkapazitäten, suboptimale Angebotsstrukturen und in der Folge einen dysfunktionalen Wettbewerb. Alles in allem eine „durchwachsene Bilanz” der Gesundheitspolitik der Großen Koalition.

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P.E.G. aktuell - Jede 5. deutsche Klinik ist “ernsthaft krank”

Donnerstag, 16. Juli 2009

Wie im KU-Gesundheitsmanagement Newsletter 29/2009 gelesen, hier folgende Meldung:

KPMG-Analyse: Jede fünfte deutsche Klinik ist „ernsthaft krank”
Berlin. 80 Prozent der Krankenhäuser in Deutschland sind gut oder sehr gut aufgestellt, doch krankt jedes fünfte Haus hierzulande an mangelnder Wirtschaftlichkeit. Vor allem überdurchschnittlich viele Kliniken in öffentlicher Trägerschaft und Krankenhäuser in den alten Bundesländern müssen sich mittelfristig ernsthaft Sorgen um ihre Existenz machen. 

Dies sind zentrale Ergebnisse einer Analyse der Unternehmensberatung KPMG mit dem Titel “Zukunft deutsches Krankenhaus”. Für die repräsentative Studie wurden Daten von 263 Kliniken mit jeweils mindestens 300 Betten ausgewertet. Das entspricht knapp der Hälfte aller Häuser dieser Größenklasse in Deutschland.

Indikatoren wie Umsatzrentabilität, Bettenauslastung, Material- und Personalaufwandsquote oder Anlagenabnutzungsgrad wurden erfasst und mit dem Branchenschnitt verglichen. 

Prof. Dr. Volker Penter, der die Analyse durchgeführt hat, stellt fest: „Das deutsche Durchschnittskrankenhaus gibt es nicht. Jedes hat eigene Stärken und Schwächen und muss sich je nach regionaler Lage und Trägerschaft in einer Wettbewerbsumgebung mit ganz individuellen Chancen und Risiken behaupten.” Penter sieht Verbesserungspotenzial vor allem im effizienteren Einsatz qualifizierten Personals. Fast genauso wichtig sei ein effizienterer Materialeinsatz, vor allem bei medizinischem Bedarf, Strom, Wasser oder Lebensmitteln. Aber auch durch ein professionelleres Gebäudemanagement oder durch konsequente Verhandlung von Einkaufspreisen ließe sich noch Geld sparen, so Penter. 

Jedes fünfte Krankenhaus schneide in den meisten oder fast allen untersuchten Bereichen deutlich schlechter ab als der Branchendurchschnitt und sei deshalb nicht mehr ausreichend gut im Wettbewerb positioniert oder mittelfristig ernsthaft bestandsgefährdet (21,3 Prozent). Penter: “Schaffen es diese Häuser nicht, sich in den relevanten Bereichen deutlich zu verbessern, steht mittel- bis langfristig ihre Existenz auf dem Spiel.”

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft nimmt die Studie zum Anlass, um auf die Notwendigkeit von Investitionen hinzuweisen. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum forderte für die Kliniken vor allem verlässliche und berechenbare finanzielle Rahmenbedingungen und ausreichende Investitionsmittel, für die die Bundesländer zuständig seien. „Die Studie macht deutlich, dass viele Kliniken in einer schwierigen finanziellen Lage sind. Das Hilfspaket der Bundesregierung mit Ausgleichen für die Tariflohnsteigerungen und dem Förderprogramm zur Finanzierung der Einstellung von Pflegekräften war dringend notwendig. Allerdings sind die finanziellen Mittel noch nicht in allen Bundesländern bei den Krankenhäusern angekommen”, sagte Baum.

Die Studie mit konkreten Handlungsempfehlungen ist in den Baumann Fachverlagen erschienen. Der Titel: Zukunft deutsches Krankenhaus. Thesen - Analysen - Potenziale, 1. Auflage 2009, ISBN 978-3-938610-88-6, Preis: 39,80 Euro. Die Autoren sind Prof. Dr. Volker Penter und Dr. Christoph Arnold. Zu beziehen unter www.ku-gesundheitsmanagement.de
 
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P.E.G. aktuell - DKG fordert Stärkung der Krankenhäuser

Mittwoch, 15. Juli 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed News vom 15.07.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ihre gesundheitspolitischen Positionen für die kommende Legislaturperiode vorgestellt. Die Vertreterin der rund 2.000 deutschen Krankenhäuser erwartet vor allem eine Stärkung der Kliniken. „Moderne und leistungsfähige Krankenhäuser sind das Rückgrat des Gesundheitswesens in Deutschland. Damit dies so bleibt, muss die Politik den Kliniken einen zukunftsgerichteten Rahmen geben”, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin.
Die auskömmliche Finanzierung des Gesundheitswesens sei Grundvoraussetzung für eine sichere und hochwertige Versorgung. Korrekturen am Gesundheitsfonds seien hier aber nur die „zweitbeste Möglichkeit”, der die Abschaffung des Fonds vorzuziehen sei. Die DKG plädiert außerdem für die Wiederherstellung der Beitragsautonomie der Krankenkassen, aber auch im Gegenzug für die Rückverlagerung des Morbiditätsrisikos von den Leistungserbringern zu den Krankenversicherungen. „Dass die Kliniken stärker denn je das Morbiditätsrisiko zu tragen und dadurch Abzüge bei den Vergütungen hinzunehmen haben, ist durch nichts zu rechtfertigen”, sagte Baum. Er kritisierte zudem die unzureichende Bereitstellung von Investitionsmitteln durch die Bundesländer. Die strukturelle Unterfinanzierung der Kliniken sei darum auch durch die aktuellen Hilfsprogramme der Koalition nicht behoben worden. Das Positionspapier der DKG fordert einen gemeinsamen nationalen „Kraftakt” von Bund und Ländern, um den Investitionsstau von geschätzten 50 Milliarden Euro in deutschen Kliniken aufzulösen. Darüber hinaus müsse die Gesetzgebung der angestrebten und gewünschten Vertiefung der sektorübergreifenden und patientenorientierten Versorgung Rechnung tragen.

Kritik übt die DKG auch an Vergütungskonzepten, die “ohne jeden methodischen Rückhalt unter dem Deckmantel des pay-for-performance Vergütungskürzungen” propagierten. Statt Rabatt- und Selektivverträgen und Dumpingpreisen sollten weiterentwickelte „Versorgungsgestaltungsverträge” den Kassen und den Krankenhäusern „mehr Spielräume zur qualitätsorientierten Weiterentwicklung der Patientenversorgung lassen”.

Als Rückendeckung für ihre Positionen empfindet die DKG das jüngste Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Dessen Empfehlung, mehr kooperative Formen der regionalen Gesundheitsversorgung zuzulassen und Wettbewerb nicht zum Selbstzweck verkommen zu lassen, unterstütze die DKG-Forderung nach einer Anpassung des Wettbewerbsrechts. Synergien fördernde Zusammenschlüsse von Krankenhäusern dürften nicht durch ein überzogen angewandtes Wettbewerbsrecht verhindert werden. Vielmehr müsse sich die Beurteilung von Klinik-Zusammenschlüssen an den Zielen der medizinischen Versorgung orientieren.

Sorge bereitet den deutschen Krankenhäusern die personelle Ausstattung. Die etwa 4.000 offenen Arztstellen müssten zu einer Anhebung der Studienkapazitäten führen, fordert die DKG. Der Bedarf für Investitionen in Qualifikationen wachse. Auch in Zukunft müssten die Krankenhäuser Zugangspforte für den medizinischen Fortschritt bleiben.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ihre gesundheitspolitischen Positionen für die kommende Legislaturperiode vorgestellt. Die Vertreterin der rund 2.000 deutschen Krankenhäuser erwartet vor allem eine Stärkung der Kliniken. „Moderne und leistungsfähige Krankenhäuser sind das Rückgrat des Gesundheitswesens in Deutschland. Damit dies so bleibt, muss die Politik den Kliniken einen zukunftsgerichteten Rahmen geben”, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin.
Die auskömmliche Finanzierung des Gesundheitswesens sei Grundvoraussetzung für eine sichere und hochwertige Versorgung. Korrekturen am Gesundheitsfonds seien hier aber nur die „zweitbeste Möglichkeit”, der die Abschaffung des Fonds vorzuziehen sei. Die DKG plädiert außerdem für die Wiederherstellung der Beitragsautonomie der Krankenkassen, aber auch im Gegenzug für die Rückverlagerung des Morbiditätsrisikos von den Leistungserbringern zu den Krankenversicherungen. „Dass die Kliniken stärker denn je das Morbiditätsrisiko zu tragen und dadurch Abzüge bei den Vergütungen hinzunehmen haben, ist durch nichts zu rechtfertigen”, sagte Baum. Er kritisierte zudem die unzureichende Bereitstellung von Investitionsmitteln durch die Bundesländer. Die strukturelle Unterfinanzierung der Kliniken sei darum auch durch die aktuellen Hilfsprogramme der Koalition nicht behoben worden. Das Positionspapier der DKG fordert einen gemeinsamen nationalen „Kraftakt” von Bund und Ländern, um den Investitionsstau von geschätzten 50 Milliarden Euro in deutschen Kliniken aufzulösen. Darüber hinaus müsse die Gesetzgebung der angestrebten und gewünschten Vertiefung der sektorübergreifenden und patientenorientierten Versorgung Rechnung tragen.

Kritik übt die DKG auch an Vergütungskonzepten, die “ohne jeden methodischen Rückhalt unter dem Deckmantel des pay-for-performance Vergütungskürzungen” propagierten. Statt Rabatt- und Selektivverträgen und Dumpingpreisen sollten weiterentwickelte „Versorgungsgestaltungsverträge” den Kassen und den Krankenhäusern „mehr Spielräume zur qualitätsorientierten Weiterentwicklung der Patientenversorgung lassen”.

Als Rückendeckung für ihre Positionen empfindet die DKG das jüngste Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Dessen Empfehlung, mehr kooperative Formen der regionalen Gesundheitsversorgung zuzulassen und Wettbewerb nicht zum Selbstzweck verkommen zu lassen, unterstütze die DKG-Forderung nach einer Anpassung des Wettbewerbsrechts. Synergien fördernde Zusammenschlüsse von Krankenhäusern dürften nicht durch ein überzogen angewandtes Wettbewerbsrecht verhindert werden. Vielmehr müsse sich die Beurteilung von Klinik-Zusammenschlüssen an den Zielen der medizinischen Versorgung orientieren.

Sorge bereitet den deutschen Krankenhäusern die personelle Ausstattung. Die etwa 4.000 offenen Arztstellen müssten zu einer Anhebung der Studienkapazitäten führen, fordert die DKG. Der Bedarf für Investitionen in Qualifikationen wachse. Auch in Zukunft müssten die Krankenhäuser Zugangspforte für den medizinischen Fortschritt bleiben.

 
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