P.E.G. aktuell - KGMV kritisiert Belastung von Kliniken, Personal und Patienten
Mittwoch, 06. Oktober 2010Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 06. Oktober 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) hat vor den Folgen der Gesundheitsreform für Kliniken, Personal und Patienten gewarnt. Die Bundesregierung wolle diese belasten, „um ein behauptetes zu erwartendes Defizit der Krankenkassen zu verhindern“, sagte KGMV-Geschäftsführer Wolfgang Gagzow gestern in Schwerin.Das zunächst auf elf Milliarden Euro bezifferte Defizit der gesetzlichen Krankenkassen sei bereits im Juni vom Schätzerkreis mit 6,4 Milliarden Euro relativiert worden. Durch den derzeitigen wirtschaftlichen Aufschwung, zwei Milliarden Euro Einsparungen im Pharmaziebereich und zwei Milliarden Euro Steuerzuschüsse sei jedoch durchaus von einer ausgeglichenen Kassenlage auszugehen. „Ganz anders stellt sich die Lage für die Krankenhäuser dar“, so Gagzow.
Sollte die Begrenzungsrate von 1,15 Prozent tatsächlich halbiert werden, hätten die Krankenhäuser im Falle einer Kostensteigerung von mindestens 3,5 Prozent eine Defizitvergrößerung von etwa 1,5 Milliarden Euro bundesweit und 30 Millionen Euro allein in Mecklenburg-Vorpommern zu tragen. Besonders bedauerlich sei auch die beabsichtigte Abkehr von bundeseinheitlichen Preisen für bundesweit einheitliche Leistungen. Gagzow sieht den Gesetzgeber in der Verantwortung, „das beabsichtigte Gesetz auf eine faire und solidarische Basis zu stellen“. Kliniken müssten unvermeidbare Kosten über den Kostenorientierungswert in Rechnung stellen können, und möglichst kurzfristig für gleiche Leistungen bundesweit gleiche Preise gezahlt bekommen.
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