Artikel mit ‘Gesundheits­infos’ getagged

P.E.G. aktuell - Kritik nach Beschluss der Gesundheitsreform

Montag, 15. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 15. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Nach der Verabschiedung der schwarz-gelben Gesundheitsreform hat die Opposition ihre Kritik an den Neuregelungen zum Arzneimittelmarkt und zur Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung fortgesetzt. Auch die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB), die Allgemeinen Ortskrankenkassen und der Klinikbetreiber Damp bemängelten Teile der am vergangenen Donnerstag und Freitag mit der Mehrheit von Union und FDP beschlossen Reformgesetze.Die Opposition bezeichnete die Reform als sozial ungerecht. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sprach von einem „ersten Schritt in die Privatisierung der gesetzlichen Krankenversicherung“, Linken-Fraktionschef Gregor Gysi von der Einführung einer „Drei-Klassen-Medizin in Deutschland“. Thüringens Sozialministerin Heike Taubert (SPD) nannte den Freitag einen rabenschwarzen Tag für gesetzlich Versicherte. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verteidigte seine Reform. Diese stelle die Solidarität im System auf eine breitere Basis und nehme alle Beteiligten in die Verantwortung für eine nachhaltige und sozial ausgeglichene Finanzierung.

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) bezeichnete die Reform zwar als einen „Schritt nach vorn zu einer besseren Finanzierung“, bemängelte aber die Begrenzung der Preiszuwächse für die Krankenhäuser, die untauglich für das 21. Jahrhundert sei. Die im letzten Moment noch abgemilderte Preisdeckelung und der ebenfalls noch modifizierte Vergütungsabschlag für vereinbarte Mehrleistungen seien „Enttäuschungen“ und schmälerten „die in den Jahren 2009 und 2010 in Gang gekommenen finanziellen Verbesserungen für die chronisch unterfinanzierten Kliniken“. Durch die Koppelung der Zuwächse an die Grundlohnsumme bleibe ein zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser ungeeignetes Instrument bestehen. „Weder die Dynamik des medizinischen Fortschritts noch die von den Krankenhäusern nicht zu verantwortenden externen Kostensteigerungen werden abgebildet. Der Marburger Bund hält an seiner Forderung nach vollständiger Refinanzierung der Personalkosten fest“, sagte MB-Vize Andreas Botzlar am Freitag in Berlin.

Auch der Betreiber von Akut- und Reha-Kliniken Damp sieht die Rahmenbedingungen für Krankenhäuser erheblich erschwert. Sie hätten sich mit der Reform klar zu Ungunsten der Betreiber entwickelt, sagte der Vorstandsvorsitzende der Damp Gruppe, Carl Hermann Schleifer. Die Finanzlage der Kliniken werde sich 2011 weiter verschlechtern, während die Ausgaben von Sach- und Personalkosten um rund 2,5 Prozent stiegen. Mehrleistungen würden nur mit 70 Prozent vergütet, der Landesbasisfall entgegen früherer Aussagen der Politik nicht angeglichen, was insbesondere die Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern treffe, die seit jeher im Vergleich zu den südlichen Bundesländern eine niedrigere Vergütung bei gleichem Kostenanstieg erhielten. „Wir erhalten bei gleicher oder gar gesteigerter Leistung aufgrund dieser veränderten Gesetzeslage geringere Erlöse. Allein für 2011 belastet dies unser Ergebnis um 5,5 Millionen Euro“, so Schleifer.

Eine „kurzfristig wirksame Notoperation“ nannte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Herbert Reichelt, die Reform. Nachhaltige Strukturreformen zugunsten von mehr Wettbewerb fehlten. „Die Kassen könnten wirtschaftlicher arbeiten, wenn sie zum Beispiel mit bestimmten spezialisierten Leistungserbringern in der stationären und ambulanten Versorgung selektive Verträge über planbare Behandlungen abschließen dürften und Kontrahierungszwänge reduziert würden“, so Reichelt. Nur so könne dauerhaft eine qualitativ hohe Versorgung zu günstigen Kosten sichergestellt und damit das Erheben von Zusatzbeiträgen auch längerfristig vermieden werden. Stattdessen gehe die Reform zu Lasten der Beitragszahler und zugunsten von Ärzten und Krankenhäusern.

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P.E.G. aktuell - Bundestag verabschiedet Gesundheitsreform

Freitag, 12. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 12. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Bundestag hat heute auch den zweiten Teil der schwarz-gelben Gesundheitsreform beschlossen. Nach einem heftigen Schlagabtausch mit der Opposition setzte die Regierungskoalition das Gesetz zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Finanzierungsgesetz) mit 306 Stimmen gegen SPD, Grüne und Linke mit 253 Gegenstimmen durch. Das Gesetz bedarf keiner Zustimmung durch den Bundesrat.Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) verteidigte seine Reform gegen Vorwürfe der Opposition. Mit dem Gesetzeswerk werde die Solidarität im Gesundheitssystem auf „eine breitere Basis“ gestellt, da neben den Patienten auch alle anderen Beteiligten in die Verantwortung für eine nachhaltige und sozial ausgeglichene Finanzierung genommen würden. Die Begleichung des Sozialausgleiches aus Steuermitteln führe nicht zu „weniger, sondern mehr Solidarität“, sagte Rösler laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa.

Bereits gestern hatte der Bundestag den ersten Teil der schwarz-gelben Gesundheitsreform beschlossen. 314 Abgeordnete aus CDU, CSU und FDP hatten in der namentlichen Abstimmung für das Arzneimittelsparpaket votiert, lediglich zwei Unions-Mitglieder dagegen. Die Opposition hatte geschlossen mit Nein gestimmt, aber nur 269 Stimmen erreicht. 39 Parlamentarier waren der Abstimmung ferngeblieben, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Der Bundesgesundheitsminister hatte die Verabschiedung begrüßt. Damit werde der Weg frei gemacht für fairen Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am Wohl der Patienten. „Wir schaffen eine neue Balance zwischen Innovation und Bezahlbarkeit von Medikamenten. Zusatznutzen und Wettbewerb bestimmen künftig den Preis“, hatte Rösler im Anschluss an die Abstimmung erklärt. Das Bundesgesundheitsministerium hat auf seinem Onlineauftritt ein Hintergrundpapier zur Reform des Arzneimittelmarktesund ein Hintergrundpapier zum GKV-Finanzierungsgesetz veröffentlicht.

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P.E.G. aktuell - Rösler sagt Hebammen seine Unterstützung zu

Mittwoch, 10. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 10. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat sich gestern in Berlin mit Vertreterinnen der Hebammenverbände getroffen, um über die Nöte selbstständiger Geburtshelferinnen angesichts steigender Haftpflichtprämien zu sprechen. Wie ein Ministeriumssprecher im Anschluss an das Treffen mitteilte, sagte Rösler den Hebammen seine Unterstützung zu.

Konkret wurde laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa vereinbart, zunächst die Datengrundlage zu verbessern und auf Kosten des Ministeriums Gutachten zu Vergütung und Versicherungsprämien erstellen zu lassen. Allerdings habe Rösler bereits seine Bereitschaft erklärt, eine gesetzliche Regelung zu treffen, um die gestiegenen Haftpflichtprämien künftig stärker zu berücksichtigen und mit der die Verhandlungsposition der Hebammen in künftigen Vergütungsverhandlungen gestärkt werde.

Die Gesundheitsministerinnen Nordrhein-Westfalens und Mecklenburg-Vorpommerns, Barbara Steffens (Grüne) und Manuela Schwesig (SPD), forderten Rösler auf, rasch zu handeln und wichtige Entscheidungen nicht auf die lange Bank zu schieben. Das Gesprächsergebnis bewerteten sie als ersten Schritt und wichtiges Teilergebnis.

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P.E.G. aktuell - Ärzte warnen vor Personalabbau durch finanzielle Einschränkungen der Kliniken

Montag, 08. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 08. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Marburger Bund fordert eine hundertprozentige Refinanzierung der Personalkosten in den Krankenhäusern. Die im Entwurf des GKV-Finanzierungsgesetz angekündigte Preisdeckelung stehe in einem bedauerlichen Gegensatz zu den in den Jahren 2009 und 2010 bewirkten finanziellen Verbesserungen für die chronisch unterfinanzierten Kliniken, heißt es in dem Beschluss der 118. Hauptversammlung. Ebenso klar lehnten die Delegierten den vorgesehenen dauerhaften Vergütungsabschlag für zusätzlich erbrachte Krankenhausleistungen ab.
„Statt einer erneuten Orientierung der Krankenhausvergütungen an der Entwicklung der Grundlohnsumme fordert der Marburger Bund die vollständige Berücksichtigung der vom Statistischen Bundesamt ermittelten Kostenentwicklung“, so die Delegierten. Die wachsenden Anforderungen an Krankenhausärzte und Pflegekräfte seien mit der geplanten Beschränkung der Zuwachsrate bei den Krankenhausleistungen nicht in Einklang zu bringen. Die unvermeidliche Folge wäre ein erneuter Personalabbau in den Häusern. Schon heute seien über 5500 ärztliche Stellen in den über 2000 Krankenhäusern nicht besetzt.

Rudolf Henke bleibt weitere drei Jahre Bundesvorsitzender der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB). Mit großer Mehrheit wurde er auf der Hauptversammlung in seinem Amt bestätigt.

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P.E.G. aktuell - Rösler will Praxisgebühr über eGK einziehen lassen

Donnerstag, 04. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 04. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Nach dem Willen von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) soll die Praxisgebühr für den Besuch niedergelassener Ärzte künftig automatisch über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) erfolgen. Das berichtet die Tageszeitung „Die Welt“ in ihrer heutigen überregionalen Ausgabe. Ein entsprechendes Gesetz wolle Rösler im kommenden Jahr auf den Weg bringen.„Unser Ziel ist es, die Praxisgebühr über die elektronische Gesundheitskarte einzuziehen“, zitiert die Zeitung Rösler anlässlich einer Veranstaltung in der Berliner Charité. Die im Koalitionsvertrag vereinbarte Absicht, das Verfahren zur Erhebung der Praxisgebühr unbürokratischer zu gestalten, soll nun im Rahmen des Versorgungsgesetzes geschehen, mit dem Rösler 2011 auch die ärztliche Versorgung auf dem Land sicherstellen will, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise.

Die rund 150.000 niedergelassenen Ärzte hatten seit Einführung der Praxisgebühr immer wieder beklagt, dass ihnen durch die Einziehung der zehn Euro pro Quartal Mehrkosten und Mehraufwand entstünden, einerseits durch technische Voraussetzungen und Anschaffungen, andererseits durch Verwaltungsaufgaben und Probleme mit Nach- oder Nichtzahlern. Der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Carl-Heinz Müller, verspricht sich laut dem Zeitungsbericht erhebliche Erleichterungen von einem automatischen Einzugsverfahren. „Langfristig kann ich mir vorstellen, dass die Praxisgebühr beim ersten Arztbesuch im Quartal automatisch von der elektronischen Gesundheitskarte abgebucht wird“, so Müller.

Auch die Betreibergesellschaft der eGK, die Gematik, hat sich laut der „Welt“ bereits ein System erdacht, mit dem das automatische Einzugsverfahren möglich sein soll. Noch bestehe aber kein offizieller Auftrag, ein entsprechendes Bezahlverfahren zu entwickeln.

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P.E.G. aktuell - Rhön wächst weiter und schaut optimistisch auf 2011

Donnerstag, 04. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 04. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der private Krankenhauskonzern Rhön hat seine Geschäftszahlen für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres vorgelegt. Umsatz und Konzerngewinn sind ebenso gestiegen wie Mitarbeiter- und Fallzahl. Für das Gesamtjahr wie auch für 2011 rechnet Rhön mit weiteren Gewinn- und Umsatzsteigerungen.1,53 Millionen Patienten wurden von Januar bis September 2010 in Häusern der Rhön-Klinikum AG behandelt. 13,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Entsprechend stiegen die Umsatzerlöse um deutliche 10,5 Prozent von 1,72 Milliarden auf 1,9 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn legte um 10,4 Prozent zu, von 97,1 auf 107,2 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich um 9,7 Prozent von 134,8 Millionen Euro auf 147,9 Millionen. Parallel nahm auch die Mitarbeiterzahl im Rhön-Konzern weiter zu, um 8,2 Prozent auf 37.688 Beschäftigte.

Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG, sieht in der positiven Entwicklung der Kennzahlen eine Bestätigung für die strategische Ausrichtung des Konzerns. „Die Patienten haben ein hohes Maß an Vertrauen in die Arbeit und Qualität unserer medizinischen Versorgung. Mit beträchtlichen Investitionen in unsere Krankenhäuser werden wir das Leistungsangebot weiter ausbauen”, sagte Pföhler heute in Bad Neustadt a. d. Saale. Im laufenden Jahr hat Rhön bislang rund 224 Millionen Euro in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien investiert, 21,9 Prozent mehr als in den ersten drei Quartalen 2009.

Für das Gesamtjahr erwartet der private KLinikbetreiber Umsatzerlöse von 2,55 Milliarden Euro und einen Konzerngewinn von 145 Millionen Euro, und auch für 2011 fällt der Ausblick positiv aus. „Die politischen Rahmenbedingungen sind zwar herausfordernd, dennoch werden wir unser Versorgungsangebot weiterentwickeln und unseren Wachstumskurs fortsetzen”, kündigte Pföhler heute an. Über die genaue Höhe des Wachstums werde auch die endgültige gesetzliche Ausgestaltung der Entgeltbedingungen entscheiden.


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P.E.G. aktuell - Braun hält 60.000 neue Jobs in Gesundheitswirtschaft für möglich

Donnerstag, 04. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 04. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheitswirtschaft des Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Ludwig Georg Braun, rechnet damit, dass im kommenden Jahr rund 60.000 neue Arbeitsplätze in der Gesundheitswirtschaft entstehen können. Diese Entwicklung gelte es zu stützen, sagte Braun heute anlässlich eines Zusammentreffens mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) in Berlin.Ziel des Treffens zwischen Vertretern des DIHK-Ausschusses und dem Minister war das Beraten gemeinsamer Strategien zur Zukunft der Gesundheitswirtschaft, die nach Auffassung beider Seiten eine Branche mit hoher Innovationskraft und erheblicher ökonomischer Bedeutung für den Standort Deutschland ist. Sie sei ebenso wichtiger Produktivfaktor wie Motor für künftiges Wachstum und neue Arbeitsplätze, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

„Mehr Transparenz und Kostenbewusstsein im Gesundheitswesen sind ein erster Schritt um Reserven zu erschließen“, sagte Braun heute in Berlin. Vor allem müsse aber auch der zweite Gesundheitsmarkt gestärkt werden, etwa durch mehr Möglichkeiten für Versicherte, Leistungen aus diesem Segment flexibel zuzukaufen.

Bundesgesundheitsminister Rösler erläuterte den Ausschuss-Mitgliedern in dem Treffen seine Vorstellungen über die Perspektiven des Gesundheitssystems. „Unser Ziel ist es, das Gesundheitswesen durch mehr Wettbewerb und Transparenz so umzusteuern, dass Wachstum und Beschäftigung bei steigenden Gesundheitsausgaben nicht gefährdet werden.“ Die bevorstehende Reform bezeichnete Rösler als ersten Schritt, „um den Teufelskreis von steigenden Gesundheitsausgaben, steigenden Lohnzusatzkosten, dem Abbau von Arbeitsplätzen und dadurch wiederum steigenden Beitragssätzen zu beenden“.

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P.E.G. aktuell - Hoher Qualitätsstandard als Markenzeichen

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Wie im Newsletter der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V. vom 28. Oktober 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die Neuregelungen zur Kosten-Nutzen-Bewertung innovativer Arzneimittel verteidigt. Sollten die Hersteller nicht die geforderten Studien zum Zusatznutzen ihrer Medikamente vorlegen, „sollte der Gemeinsame Bundesausschuss das Recht erhalten, das Arzneimittel von der Verordnungsfähigkeit auszuschließen“, sagte Rösler der „Aachener Zeitung“.Kritiker sehen in der Regelung, dass die Studien zum Zusatznutzen künftig von den Herstellern selbst vorgelegt werden, eine Aushebelung der Kontrollinstanzen, da die Beweispflicht umgekehrt wird. Liegt eine entsprechende Studie vor, kann der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) das Medikament nur dann ausschließen, wenn er beweisen kann, dass kein Zusatznutzen existiert. Bislang Der Vorsitzende des G-BA, Rainer Hess, hatte dies kürzlich in einem Interview mit dem Magazin „Der Spiegel“ als unmöglich bezeichnet. „Man kann sagen: Es gibt keinen Beweis, dass ein Mittel nützt. Aber man kann fast nie sagen: Es gibt einen Beweis, dass es nicht nützt. Die Industrie wird uns jedenfalls keine Studie liefern, die das belegt. So eine Umkehr der Beweislast gefährdet den Patientenschutz”, so Hess.

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P.E.G. aktuell - Reformkritiker machen sich in Ausschussanhörung Luft

Dienstag, 26. Oktober 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 26. Oktober 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Pläne der Bundesregierung zur Gesundheitsreform stoßen weiter auf Kritik. In einer Anhörung im Gesundheitsausschuss bezeichneten die Krankenkassen die Kostendämpfungen als nicht ausreichend, während Kliniken und Ärzte diese für zu weitgehend. Gewerkschaften und Sozialverband kritisierten zudem Zusatzbeiträge und Sozialausgleich.„Wir hätten uns gewünscht, dass es eine Nullrunde bei den Ärzten gibt“, sagte der Vize-Chef des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen, Johann-Magnus von Stackelberg in der Anhörung in Berlin. Sein Verband habe sich eine Nullrunde bei den Ärzten gewünscht, sagte von Stackelberg laut dem Pressedienst des Deutschen Bundestages. Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), kommunale Spitzenverbände und Ärzteverbände hätten die geplanten Kostendämpfungen hingegen als zu weitgehend kritisiert. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum appellierte demnach an die Abgeordneten, das Sparvolumen aus der Grundlohnratenbegrenzung im kommenden Jahr auf 150 Millionen Euro zu begrenzen und einen Ausnahmetatbestand für tariflich bedingte Personalkostensteigerung aufzunehmen. Ein Experte der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi warnte vor Personalabbau in den Kliniken, der Vertreter von Städten, Kreisen und Kommunen vor weiter steigenden Defiziten im Falle höherer Tarifabschlüsse.

Diskutiert wurden in der Anhörung auch die geplanten einkommensunabhängigen Zusatzbeiträge. Laut dem Pressedienst des Deutschen Bundestages bezeichnete die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) diese gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als wichtigen Schritt zur Stärkung des Wettbewerbs. Die Nachrichtenagentur dpa meldete hingegen, dass der Experte der BDA, Volker Hansen, die Zusatzbeiträge als „ähnlich ineffizient und ungerecht“ wie ein normales Beitragsplus bezeichnet und eine Einbeziehung weiterer Einkommensarten gefordert habe. Zugleich habe er auch vor mehr Bürokratie für die Unternehmen durch Abwicklung des Sozialausgleichs gewarnt. BDI Experte Heinrich Höfer habe die Zusatzbeiträge hingegen  gelobt und lediglich bemängelt, dass sie erst nach der Erhöhung des allgemeinen Beitragssatzes von 14,9 auf 15,5 Prozent zum Jahreswechsel zum Tragen kämen.

Vor einem Zuwachs an Verwaltungsaufwand und Bürokratie-Kosten warnten auch die Deutsche Rentenversicherung Bund und die Bundesagentur für Arbeit. Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und Sozialverband Deutschland kritisierten zudem erneut, dass die Zusatzbeiträge die Versicherten einseitig belasteten, so der Pressedienst des Bundestages. Mit dem Einfrieren des Arbeitgeberbeitragssatzes würden sämtliche Kostensteigerungen künftig auf den Schultern der Versicherten lasten.

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P.E.G. aktuell - Gesundheitssystem fehlen bis 2030 knapp eine Million Fachkräfte

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 21. Oktober 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Ohne einen grundlegenden Systemumbau werden im deutschen Gesundheitswesen bis 2020 knapp 56.000 Ärzte und 140.000 Pflege – und andere nicht-ärztliche Fachkräfte fehlen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und des Darmstädter WifOR-Instituts. Bis 2030 drohe die Personallücke auf 950.000 Fachkräfte anzuwachsen, den Personalbedarf in der Altenpflege noch nicht mit eingerechnet. Ohne Änderungen im System bliebe in 20 Jahren jede dritte Arztstelle in Kliniken und jede zweite in Praxen unbesetzt, fehlten 200.000 Sprechstundenhilfen, mehr als 45.000 Laborkräfte und 480.000 Pflege- und Hilfspflegekräfte.Verantwortlich für den drohenden Notstand machen die Autoren der Studie den demografischen Wandel und den fehlenden Nachwuchs. „Der Fachkräftemangel ist bei Weitem größer, als wir das befürchtet haben. Tun wir nichts, werden sich die Wartezeiten beim Hausarzt bis 2030 verdoppeln“, sagte PwC-Partner und Gesundheitsexperte Harald Schmidt, gestern in Frankfurt am Main. Um die Versorgungsqualität in den Kliniken zu halten, müssten Krankenschwestern im Schnitt 60 Stunden die Woche arbeiten. Neben der katastrophalen Versorgungssituation und der dramatischen Überlastung der verbliebenen Fachkräfte drohten auch erheblicht volkswirtschaftliche Kosten. PwC rechnet mit verloren gegangener Wertschöpfung in Höhe von 35 Milliarden Euro.

„Um einen Pflegenotstand abzuwenden, ist das deutsche Gesundheitssystem auf zusätzliche Pflegekräfte aus dem Ausland angewiesen“, heißt es in einer Mitteilung von PwC. Neben der Erleichterung von Einreise- und Arbeitserlaubnisbestimmungen bedürfe es aber auch einer Verbesserung der Bezahlung und der Arbeitsbedingungen, damit Deutschland im zu erwartenden internationalen Wettbewerb um Pflegekräfte mithalten könne. „Mehr Geld wird es für das Gesundheitssystem insgesamt nicht geben. Um die Herausforderungen dennoch bewältigen zu können, müssen die vorhandenen Ressourcen intelligenter eingesetzt werden“, sagte Schmidt.

So müsse die Beschäftigung attraktiver werden, die Versorgung effizienter gemacht und die stationäre und die ambulante Versorgung besser verzahnt werden. Ausdrücklich nennt die Studie hier auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Neben dem Anwerben von ausländischen Fachkräften kann kurzfristig nur eine weitere Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Dazu müssten flexible Arbeitszeitmodelle eingeführt und eine verbesserte Kinderbetreuung angeboten werden“, so der WifOR-Arbeitsmarktexperte Dennis Ostwald.

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