Artikel mit ‘Gesundheits­infos’ getagged

P.E.G. aktuell - VKD betont zentrale Rolle der Kliniken im Gesundheitssystem

Dienstag, 21. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 21. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) hat zum Jahresende noch einmal auf die verschärfte Finanzlage der Krankenhäuser hingewiesen und gleichzeitig eine stärkere Einbeziehung des Klinikmanagements in Strukturveränderungsprozesse im Gesundheitssystem gefordert. Die zentrale Rolle der Krankenhäuser in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung dürfe nicht unterschätzt werden.Mit dem Inkrafttreten des GKV-Finanzierungsgesetzes zum 1. Januar 2011 würden den Kliniken bei erneut steigenden Tarifen wieder neue Sparanstrengungen abverlangt, die Budgets auf eine minimale Steigerung begrenzt, vereinbarte Mehrleistungen mit hohen Abschlägen von 30 Prozent bestraft. „Die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben klafft wieder weiter auseinander. Das führt immer mehr zu einer bedrohlichen Situation für viele Krankenhäuser“, warnte der VKD in einer Mitteilung. Gleichzeitig kämen die Bundesländer ihrer Investitionspflicht weiter nicht nach. Zwischen 2000 und 2008 hätten sie die staatlichen Fördermittel um rund 700 Millionen Euro von 3,4 auf 2,7 Milliarden Euro reduziert. Das entspreche einem Minus von 21 Prozent. Schon heute finanzierten die Krankenhäuser mehr als die Hälfte aller Investitionen aus anderen Quellen, 36 Prozent aus Eigenmitteln. Angesichts des Sparprogramms werde diese Quote in den kommenden Jahren kaum zu halten sein.

Aber auch die schwierige personelle Situation schlägt laut dem VKD in den Kliniken immer stärker zu Buche. So habe in einer Reihe von Häusern der Ärztemangel inzwischen wirtschaftlich bedrohliche Ausmaße angenommen. Das von Bundesgesundheitsminister Rösler angekündigte Versorgungsgesetz zur Bekämpfung des Ärztemangels begrüßte der Verband zwar, warnte aber auch davor, sich hier allein auf den niedergelassenen Bereich zu konzentrieren. Schon heute seien die Krankenhäuser die Garanten der Gesundheitsversorgung in vielen ländlichen Regionen und außerhalb der Sprechzeiten niedergelassener Ärzte auch in den Städten. 2009 seien rund 10,7 Millionen ambulante Notfälle in den Allgemeinkrankenhäusern ab 50 Betten behandelt worden, etwa 20 Fälle pro Krankenhaus pro Tag im Durchschnitt. Auf 100 stationäre Fälle kämen bereits 63 ambulante, vor allem nachts und an den Wochenenden. Die Politik forderte der VKD vor diesem Hintergrund auf, die zentrale Rolle der Kliniken auch in neuen Gesundheitsstrukturen zu beachten.

Um innovative Versorgungsideen entwickeln und umsetzen zu können, müssten Sektorenegoismen beiseite gelassen werden und die Infrastruktur insgesamt bedacht werden. Das schönste ländliche Krankenhaus, die schönste Landarztpraxis locken junge Ärztinnen und Ärzte oder Pflegende nicht, wenn es keine ordentliche Schule in der Nähe gibt, keine Einkaufsmöglichkeiten und wenn die Verkehrinfrastruktur mangelhaft ist“, so der VKD. In einigen Bundesländern seien gute Programme auf dem Weg, aber auch hier liege de Konzentration zum Teil zu sehr auf den niedergelassenen Ärzten und werde die Rolle der Krankenhäuser unterschätzt. „Das Krankenhausmanagement fordert, stärker einbezogen zu werden“; sagte VKD-Präsident Heinz Kölking gestern in Berlin. nur gemeinsam könne es gelingen, das nachweislich hohe Niveau des Gesundheitswesens sowie die Wertschätzung und das Vertrauen der hier Arbeitenden zu erhalten.
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P.E.G. aktuell - Beschäftigtenzahl im Gesundheitswesen 2009 gestiegen

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 15. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen ist im Krisenjahr 2009 um 2,2 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte, waren zum 31. Dezember 2009 insgesamt 4,7 Millionen Menschen in der Gesundheitsbranche tätig, das entspricht jedem neunten Beschäftigten. Damit setzte sich der positive Trend aus den beiden Vorjahren (2007: +1,7 Prozent, 2008: 2,0 Prozent) fort.Neue Arbeitsplätze entstanden laut dem Amt vor allem in Gesundheitsdienstberufen (Ärzte, Medizinische Fachangestellte) und in sozialen Berufen (z.B. Altenpfleger) sowie im Gesundheitshandwerk (z.B. Augenoptiker) und in den sonstigen Gesundheitsfachberufen (z.B. Pharmakanten). Unverändert blieb die Zahl der übrigen im Gesundheitswesen Beschäftigten, wie etwa Verwaltungsangestellte und Reinigungskräfte.

Einen deutlichen Beschäftigungsanstieg verzeichnete der ambulante Sektor mit 2,7 Prozent mehr Angestellten gegenüber 2008, insbesondere in Praxen sonstiger medizinischer Berufe (+5,8 Prozent) und in der ambulanten Pflege (+6,9 Prozent). In (teil-)stationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten um 2,3 Prozent, hauptsächlich in den Krankenhäusern (+1,8 Prozent) und in der Pflege (+3,5 Prozent).

Weiter hoch ist die Zahl der in Teilzeit oder geringfügig Beschäftigten im Gesundheitswesen. 2009 machten sie 42,5 Prozent der Gesamtbeschäftigten aus.

Detaillierte Daten zur Gesundheitspersonalrechnung des Statistischen Bundesamtes stehen auf der Website des Amtes zur Verfügung.

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P.E.G. aktuell - Beschäftigtenzahl im Gesundheitswesen 2009 gestiegen

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 15. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist laut dem Arbeitsmarktexperten des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Wilhelm Adamy, „hausgemacht“. Das schreibt der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf eine Analyse Adamys die der Zeitung vorliegt. Darin beklagt der Experte, dass der demografische Wandel und damit auch der Bedarf an Pflegekräften vorhersehbar gewesen sei und wirft Politik und Pflegebranche vor, „unzureichend auf die daraus resultierenden Herausforderungen in der Altenpflege reagiert“ zu haben.

„Klagen über Fachkräftemangel in der Altenpflege sind in erster Linie eine Selbstanklage“, zitiert die Zeitung Adamy. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages habe bereits 1999 den enormen Anstieg der Zahl der Pflegefälle infolge des demografischen Wandels prognostiziert. Dennoch sei die Ausbildungsquote in der Altenpflege gesunken und finde überwiegend in staatlichen Schulen statt. In Nordrhein-Westfalen etwa habe es zuletzt mehr Bewerber als Ausbildungsplätze gegeben. Kritik übte Adamy auch daran, dass Pflegedienste, die nicht ausbildeten, gleiche Leistungen günstiger erbringen könnten als ausbildende Konkurrenten, weil die Ausbildungskosten in die Pflegesätze eingingen. Einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs leisteten die Arbeitsagenturen, die allein 2009 gut 7.000 Personen einen Umschulung zur Altenpflege ermöglicht hätten

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P.E.G. aktuell - Arbeitsmarktexperte hält Fachkräftemangel für hausgemacht

Dienstag, 14. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 14. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist laut dem Arbeitsmarktexperten des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Wilhelm Adamy, „hausgemacht“. Das schreibt der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf eine Analyse Adamys die der Zeitung vorliegt. Darin beklagt der Experte, dass der demografische Wandel und damit auch der Bedarf an Pflegekräften vorhersehbar gewesen sei und wirft Politik und Pflegebranche vor, „unzureichend auf die daraus resultierenden Herausforderungen in der Altenpflege reagiert“ zu haben.

„Klagen über Fachkräftemangel in der Altenpflege sind in erster Linie eine Selbstanklage“, zitiert die Zeitung Adamy. Die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages habe bereits 1999 den enormen Anstieg der Zahl der Pflegefälle infolge des demografischen Wandels prognostiziert. Dennoch sei die Ausbildungsquote in der Altenpflege gesunken und finde überwiegend in staatlichen Schulen statt. In Nordrhein-Westfalen etwa habe es zuletzt mehr Bewerber als Ausbildungsplätze gegeben. Kritik übte Adamy auch daran, dass Pflegedienste, die nicht ausbildeten, gleiche Leistungen günstiger erbringen könnten als ausbildende Konkurrenten, weil die Ausbildungskosten in die Pflegesätze eingingen. Einen wichtigen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs leisteten die Arbeitsagenturen, die allein 2009 gut 7.000 Personen einen Umschulung zur Altenpflege ermöglicht hätten

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P.E.G. aktuell - Kassen stehen finanziell schlechter da

Dienstag, 07. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 07. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Finanzentwicklung der gesetzlichen Krankenkassen ist deutlich ungünstiger verlaufen als im vergangenen Jahr. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium (BMG) gestern in Berlin mit. Während die Kassen vom 1. bis 3. Quartal 2009 noch einen kräftigen Überschuss von 1,4 Milliarden Euro verbuchen konnten, betrug der Überschuss im gleichen Zeitraum 2010 nur noch 277 Millionen Euro.

Insgesamt standen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den ersten drei Quartalen 2010 Einnahmen in Höhe von rund 131,2 Milliarden Euro Ausgaben in Höhe von rund 130,9 Milliarden Euro gegenüber. Die Leistungsausgaben der Krankenkassen sind dabei um 3,9 Prozent je Versicherten gestiegen. Dem Ausgabenanstieg stand ein Zuwachs der Kasseneinnahmen (überwiegend aus Zuweisungen des Gesundheitsfonds) von 2,7 Prozent gegenüber. Dieser Einnahmezuwachs resultierte vor allem aus einem höheren Bundeszuschuss.
Ausgabenzuwächse erfolgten in fast allen Bereichen: Bei den Ausgaben für ambulante ärztliche Behandlung lag der Zuwachs von 3,7 Prozent (nach einem Zuwachs von 7,4 Prozent im gesamten Jahr 2009). Der Anstieg bei den Ausgaben für die Krankenhausbehandlung lag je Versicherten bei 4,5 Prozent. Auch dieser Zuwachs setzt bereits auf einen Anstieg von 6,6 Prozent im Jahr 2009 auf. Der Anstieg der Arzneimittelausgaben (ohne Impfkosten) lag bei 4,2 Prozent je Versicherten. Der Ausgabenzuwachs beim Krankengeld hat sich mit einem erneuten Plus von 9,8 Prozent nach den zweistelligen Zuwachsraten der Jahre 2008 und 2009 nahezu unverändert fortgesetzt. Die Verwaltungskosten der Kassen sind im bisherigen Jahresverlauf nach längerer Stabilität deutlich gestiegen. Der Zuwachs lag im 1. bis 3. Quartal bei rund 3,9 Prozent.

Das BMG hält fest, dass es ohne ein Gegensteuern der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 2011 ein Defizit von bis zu 9 Milliarden Euro gedroht hätte. Dieses Defizit werde durch das vom Gesetzgeber beschlossene ausbalancierte Maßnahmenpaket verhindert. Zu diesen Maßnahmen werden die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes auf 15,5 Prozent, die Einsparungen bei Arzneimitteln, Krankenhäusern, Ärzten und Zahnärzten sowie die Nullrunde bei den Krankenkassen gezählt. Im nächsten Jahr werde auch nach der aktuellen Einschätzung des GKV-Schätzerkreises sichergestellt, dass die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds ausreichen werden, die voraussichtlichen Ausgaben der Krankenkassen zu decken. Insofern werde der auf Basis der Schätzerkreisergebnisse zu berechnende durchschnittliche Zusatzbeitrag im Jahr 2011 bei Null liegen. Das schließe nicht aus, so das BMG, dass einzelne Krankenkassen im nächsten Jahr - wie schon 2010 - einen Zusatzbeitrag erheben müssen.

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P.E.G. aktuell - AOK-Chef sieht Überversorgung statt Ärztemangel

Montag, 06. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 06. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK), Herbert Reichelt, hat die These von einem Ärztemangel in Deutschland zurückgewiesen. Der Tageszeitung „Die Welt“ sagte Reichelt, es gebe im Gegenteil noch immer zu viele Ärzte im Bundesgebiet. Das Problem sei vielmehr deren Verteilung.„Wir haben ein Problem mit ärztlicher Überversorgung“, sagte Reichelt der Zeitung und bestritt den von Kassenärzten und Politik diskutierten Ärztemangel. Zwar gebe es einige wenige unterversorgte Regionen, in Großstädten und deren Umgebung praktizierten aber viel mehr Ärzte, als für eine gute Versorgung gebraucht würden. „In Freiburg oder München gibt es mehr als ein Drittel Hausärzte zu viel. Wir haben also ein Verteilungsproblem“, so Reichelt. Der Mangel auf dem Land ließe sich nur beheben, wenn zugleich die Überversorgung in den Städten reduziert werde. Solange sich Ärzte weiter in überversorgten Gebieten niederlassen könnten, gehe kaum einer freiwillig aufs Land.

Der Kassenärztlichen Bundesvereinigung warf Reichelt vor, zu großzügig zu rechnen. Mit den von ihr geforderten 3.600 zusätzlichen Ärzte, an denen es jetzt fehle, wäre in ganz Deutschland die Grenze zur Überversorgung erreicht. „Das kann nicht der Maßstab sein“, sagte Reichelt. Das Problem der ländlichen Unterversorgung sieht der AOK-Chef im größeren Zusammenhang. So fehlte es auf dem Land nicht nur an Ärzten, sondern auch an Kinos und Geschäften. Hier müsse insgesamt über eine bessere Infrastruktur gesprochen werden. Höhere Ärztehonorare allein lösten das Problem nicht.

Konkret schlug Reichelt den Einsatz von besonders ausgebildeten Gemeindeschwestern vor, die sich in Modellprojekten gut bewährt hätten. Weiter sei zu fragen, ob Kliniken dort einspringen könnten, wo Fachärzte fehlten. Langfristig müsse die Planung der ärztlichen Versorgung geändert und stärker am medizinischen Bedarf der Bevölkerung orientiert werden. In den überversorgten Gebieten will Reichelt die Zahl der Praxen schrittweise reduzieren. Aus Altersgründen ausscheidende Mediziner etwa sollten eine Abfindung aus dem Honorarvolumen der Kassenärztlichen Vereinigung bekommen.

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P.E.G. aktuell - Pfeiffer will Nutzenprüfung für Innovationen in Kliniken

Donnerstag, 02. Dezember 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 02. Dezember 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hat den geltenden Verbotsvorbehalt für innovative Methoden in den Krankenhäusern kritisiert. Verbandschefin Doris Pfeiffer forderte gegenüber der „Ärzte Zeitung“ eine verpflichtende Prüfung des Nutzens neuer Verfahren vor deren Erprobung in der klinischen Praxis. Bislang gilt, was nicht verboten ist, darf erprobt werden.

„Bei einigen neuen medizinischen Verfahren hatte sich leider erst nach Einführung herausgestellt, dass sie für Patienten sogar schädlich sind“, sagte Pfeiffer der Zeitung. Eine Prüfung des Nutzens durch den Gemeinsamen Bundesausschuss erfolge, wenn überhaupt, erst lange nach der Einführung und dann nur auf Antrag. Pfeiffer kritisierte zudem, dass aufgrund des bislang fehlenden Anreizes für die Krankenhäuser, Studien zum Nutzen einer Therapie zu erstellen, die Zulassung für den ambulanten Bereich erschwert werde.

Konkret schlug Pfeiffer vor, sogenannte Innovationszentren einzurichten und neue Methoden künftig dort prüfen zu lassen. Eingeführt werden solle dann nur noch, was für den Patienten auch mit Sicherheit besser sei. Über ein Ampelsystem sollen die Innovationen dann ins System gelangen. „Wird in der Frühbewertung festgestellt, dass die neue Methode hoch riskant und gefährlich ist, dann sollte sie erst gar nicht in die Versorgung gelangen“, so Pfeiffer. Sei ein patientenrelevanter Nutzen bereits durch Studien belegt, könne die Methode direkt ins System gelangen. In den übrigen Fällen müssten diese Studien schnellstens angefertigt werden. Pfeiffer verspricht sich davon eine bessere und sicherere Patientenversorgung sowie eine Stärkung von Forscherdrang und Innovationen in den Krankenhäusern. Das von Kritikern beschworene Ende der Innovationen infolge der Aufhebung des Verbotsvorbehalts sieht sie nicht.

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P.E.G. aktuell - Mehrheit der Deutschen skeptisch gegenüber Kostenerstattung

Donnerstag, 25. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 25. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Für die Mehrheit der Deutschen spielt das Thema Kostenerstattung in der Gesetzlichen Krankenversicherung keine größere Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Gesundheitsmonitor der Bertelsmann-Stiftung, für den wie jedes Jahr eine repräsentative Gruppe von 1.500 deutschen Bürgern befragt wurde. Demnach herrscht insgesamt eine eher skeptische Haltung gegenüber Tarifen, in denen der Versicherte selbst zahlen muss.

Zwölf Kriterien standen den Teilnehmern der Umfrage zur Verfügung, um die Leistungen ihrer Krankenkasse zu beurteilen. Der Kostenerstattungstarif landete dabei mit 30 Prozent Zustimmung gerade einmal an neunter Stelle, der Selbstbehalttarif mit nur neun Prozent sogar an letzter Stelle. Hingegen war es den Befragten mit Abstand am wichtigsten, dass ihre Kasse gut erreichbar ist (57 Prozent). Danach spielten Bonusprogramme (46 Prozent), gute Angebote für chronisch Kranke (45 Prozent), die Kostenübernahme für Gesundheitskurse (43 Prozent), eine Beitragsrückzahlung bei Leistungsfreiheit (41 Prozent), Zusatzleistungen bei Krankheit zu Hause und die Kostenübernahme für alternative Medizin (jeweils 39 Prozent) eine wichtige Rolle.

Wer sich in einen Kostenerstattungstarif einer gesetzlichen Kasse einschreibt, wird wie ein Privatversicherter abgerechnet, muss also zunächst einmal Rechnungen selbst bezahlen und auf die Kostenerstattung durch die Kasse hoffen, die nicht zwangsweise in vollem Umfang erfolgt. Wer sich für einen Selbstbehalttarif entscheidet, bekommt als Gegenleistung dafür, dass er Kosten übernimmt, die eigentlich die Kasse zu tragen hätte, von dieser Prämienzahlungen angeboten. Auch hier bleibt offen, ob sämtliche Leistungen voll erstattet werden.

Ebenfalls aufschlussreich finden die Bertelsmann-Meinungsforscher, dass im Frühjahr 2010 38 Prozent der Befragten den Kostenerstattungs- und 36 Prozent den Selbstbehalttarif kannten, gerade einmal vier und ein Prozent sich aber dafür entschieden hatten. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um Menschen, die nach eigenem Befinden sehr gesund sind (Kostenerstattung) oder freiwillig gesetzlich versichert sind und über eine hohe Schulbildung verfügen (Selbstbehalttarif).

Bertelsmann-Vorstand Brigitte Mohn hält es für möglich, dass das Vorkasseprinzip freiwillig Versicherter an die Gesetzliche Krankenversicherung binden könnte. Zugleich bestehe aber die Gefahr, dass weniger gut Informierten nicht bewusst sei, dass sie möglicherweise nur ein Teil der vorgestreckten Kosten erstattet bekämen.

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P.E.G. aktuell - Widmann-Mauz für bessere Honorierung von Pflegefachkräften

Dienstag, 23. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 23. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium, Annette Widmann-Mauz (FDP), hat sich für eine bessere Bezahlung von Pflegefachkräften ausgesprochen. „Attraktivität hat auch immer etwas mit der finanziellen Honorierung zu tun“, sagte Widmann-Mauz der „Thüringer Allgemeinen“. Der Mindestlohn sei ein erster richtiger Schritt gewesen, aber die Gesellschaft müsse dem Fachkräftemangel auch mit einer angemessenen Vergütung entgegentreten.

Die Staatssekretärin sprach sich gegenüber der Zeitung zudem für die Weiterentwicklung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes aus und für eine engere Zusammenarbeit von Ärzten und Pflegenden. „Der Fachkräftemangel kommt ja nicht nur in den pflegerischen, sondern in bestimmten ländlichen Regionen auch im ärztlichen Bereich auf uns zu. Deshalb ist es ganz wichtig, dass beide gerade in der Betreuung eng miteinander arbeiten“, sagte Widmann-Mauz der Zeitung. Entscheidend für die Zukunft sei es außerdem, dass es neben Pflege in der häuslichen Umgebung und in vollstationären Einrichtungen noch eine Vielzahl weiterer Versorgungsformen brauche, um den Bedürfnissen der Pflegebedürftigen gerecht zu werden. Diese sollten so lange wie möglich in häuslichen Umgebungen verbleiben können.

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P.E.G. aktuell - Merkel lobt Innovationskraft der Gesundheitsbranche

Donnerstag, 18. November 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 18. November 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat gestern anlässlich ihres Besuchs auf der weltgrößten Medizinmesse, der Medica, in Düsseldorf die Innovationskraft der deutschen Medizintechnik gelobt. Das schreibt die „Rheinische Post“ in ihrer heutigen Ausgabe. „Ich denke, Sie sind alle begeistert, in einer Branche zu arbeiten, deren Produkte leben retten“, sagte Merkel laut der Zeitung, mahnte aber auch zum sorgsamen Umgang mit den Geldern der Beitragszahler. Bei aller Technik gehe es um die Menschen.Zugleich verteidigte Merkel auch die erst am vergangenen Freitag verabschiedete Gesundheitsreform ihrer schwarz-gelben Regierung. Diese führe zu mehr Solidarität, weil die Gesundheitskosten erstmals von den Arbeitskosten entkoppelt würden und nicht mehr nur die Beitragszahler, sondern die gesamte Steuergemeinschaft zur Finanzierung des Gesundheitssystems herangezogen werde.

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