Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

P.E.G. aktuell - VKD kritisiert Versorgungsgesetz als zu einseitig

Dienstag, 06. September 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 06. September 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Verband der Krankenhausdirektoren (VKD) hat das geplante Versorgungsstrukturgesetz der Bundesregierung als insgesamt zu einseitig kritisiert. Der aktuelle Entwurf enthalte zwar einige positive Elemente, „aber keine Regelung, die den Ärztemangel aktuell und perspektivisch verhindert“, sagte VKD-Präsident Heinz Kölking anlässlich einer Präsidiumssitzung des Verbandes. Ginge es tatsächlich um die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, müsste auch der Krankenhausbereich entsprechend berücksichtigt werden, da sich der Ärztemangel aufgrund der Aus- und Weiterbildungsverfahren zeitlich zunächst in den Kliniken und erst danach in der ambulanten ärztlichen Versorgung bemerkbar mache.

Insbesondere kleinere Krankenhäuser, die in ländlichen und strukturschwachen Regionen die Versorgung sicherzustellen hätten, seien seit längerem betroffen. Gerade diese Häuser hätten jedoch wenig Gestaltungsfreiräume, kaum die Möglichkeit, zusätzliche Erlöse über Mengensteigerungen oder Spezialisierungen zu erreichen und könnten ihr Patientenklientel nicht steuern, um ihr wirtschaftliches Überleben zu sichern. „Auch können sie die zunehmend höheren Gehaltsforderungen der Ärzte nicht mehr bezahlen“, so Kölking. Er forderte erneut finanzielle Entlastungen für die Kliniken und die Streichung der mit dem GKV-Finanzierungsgesetz eingeführten Minderung der Veränderungsrate für 2012 von 0,5 Prozentpunkten, die den Häusern weitere 600 Millionen Euro entzöge.

Die ständige Ressourcenknappheit in den Kliniken ist für Kölking auch ein Grund, warum immer mehr Ärzte und Pflegende die Lust an ihren Berufen verlören und immer mehr junge Menschen von der Arbeit im Krankenhaus abgeschreckt würden. Gerade dies jedoch sei „eine Perspektive, die wir uns angesichts der demografischen Veränderungen in den nächsten Jahren überhaupt nicht leisten können“. Ohne Verbesserungen der Krankenhausfinanzierung sind die geplanten Maßnahmen gegen den Ärztemangel aus Sicht des VKD „reine Makulatur“.

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P.E.G. aktuell - GKV zur Jahreshälfte mit 2,4 Milliarden Euro im Plus

Montag, 05. September 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 05. September 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Die gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Überschuss von 2,4 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das meldet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ unter Berufung auf Angaben der Krankenkassenverbände. Hauptverantwortlich für die gute Finanzentwicklung ist demnach das jüngste Arzneimittel-Sparpaket der Bundesregierung. Durch die Preisabschläge der Hersteller von 16 Prozent seien die Ausgaben für Medikamente stark gesunken. So ergebe sich trotz weiter steigender Kosten für ambulante und stationäre Patientenversorgung eine gute Ausgangsposition. Ausgaben von 89,3 Milliarden Euro standen im ersten Halbjahr 2011 Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds an die gesetzlichen Kassen von 91,7 Milliarden Euro gegenüber.

2010 hatte der Halbjahreswert bei 112 Millionen Euro gelegen, die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) das Jahr aber mit einem Defizit von 445 Millionen Euro abgeschlossen. Für das laufende Jahr rechnen Fachleute laut der Zeitung trotz traditionell in der zweiten Jahreshälfte steigenden Gesundheitsausgaben mit einem Finanzpolster nach der Endabrechnung.

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P.E.G. aktuell - Kaltenbach verlässt Asklepios-Geschäftsführung

Freitag, 26. August 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 26. August 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Chef der Konzerngeschäftsführung des privaten Klinikbetreibers Asklepios Tobias Kaltenbach tritt zum 1. September von seinem Posten zurück. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, erfolgt die Trennung einvernehmlich. Kaltenbach war 16 Jahre lang für Asklepios tätig und saß der Geschäftsführung seit 2009 vor. Künftig werde er dem Unternehmen beratend zur Seite stehen. Alleingesellschafter Bernard große Broermann dankte Kaltenbach für seine Leistungen. Er habe das Unternehmen in vielen wichtigen Punkten vorangebracht.

Kaltenbachs Nachfolger, der im Februar 2012 das Ruder übernehmen soll, steht bereits fest, wird aufgrund einer Vertraulichkeitserklärung aber erst in der zweiten Septemberhälfte bekannt gegeben. Bis dahin übernimmt Finanzvorstand Stephan Leonhard die Aufgaben des Konzerngeschäftsführers kommissarisch.

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P.E.G. aktuell - Bundesgerichtshof entscheidet zugunsten der Helios-Privatkliniken

Mittwoch, 24. August 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 24. August 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) ist mit seiner Klage gegen die Privatkliniken des Helios Konzerns auch in letzter Instanz vor dem Bundesgerichtshof gescheitert. Die Richter bestätigten das Urteil des Oberlandesgerichts Köln, das damit rechtskräftig ist. Die privaten Krankenversicherer hatten der Helios Privatkliniken GmbH, einer Tochterfirma des Klinikkonzerns Helios, in mehreren Klagen vorgeworfen, keine eigenständigen Privatkrankenhäuser zu betreiben, sondern „ein juristisches Konstrukt zur Abzocke von Privatpatienten“ entworfen zu haben. Diese Ansicht teilten die Richter offenbar nicht.

Helios sah in den Klagen einen Versuch, den Privatkliniken des Unternehmens, die sich selbst finanzierten und bessere Standards in Service und Komfort böten, die Abrechnung höherer Entgelte für dieses Angebot zu untersagen. „Die Entscheidung des BGH bringt den privaten Krankenversicherungen Klarheit und bestätigt insbesondere diejenigen, mit denen wir seit Jahren einen Kooperationsvertrag haben“, sagte der Geschäftsführer der Helios-Tochter Silvio Rahr. „Im Sinne unserer Patienten, den Versicherten, können wir nun den Blick gemeinsam nach vorne richten und unseren Patienten weiterhin eine hochwertige und individuelle Versorgung bieten.“

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P.E.G. aktuell - Mehr Beschäftigte und mehr Patienten in Kliniken in NRW

Montag, 22. August 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 22. August 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

In den Krankenhäusern in Nordrhein-Westfalen haben sich im vergangenen Jahr sowohl die Zahl der Beschäftigten als auch der behandelten Patienten erhöht. Wie das Statistische Landesamt vergangene Woche mitteilte, arbeiteten 2010 nahezu 34.000 hauptamtliche Ärzte in den Kliniken, 3,5 Prozent mehr als 2009 und rund ein Fünftel mehr als noch im Jahr 2000. Im Pflegedienst sei nach konstanten Rückgängen in den Vorjahren erstmals ein Plus von knapp einem Prozent zu verzeichnen. Gleichzeitig wurden insgesamt 4,2 Millionen Patienten vollstationär behandelt, 1,2 Prozent mehr als 2009 und 9,3 Prozent mehr als im Jahr 2000. Rückläufig war lediglich die Zahl der Krankenhäuser, die überwiegend durch Fusionen bedingt auf 404 sank.

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P.E.G. aktuell - Sozialverband VdK bekräftigt Nein zu obligatorischer privater Pflegevorsorge

Dienstag, 26. Juli 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 26. Juli 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Sozialverband VdK hat sich erneut klar gegen eine obligatorische private Pflegevorsorge ausgesprochen. „Das Recht auf gute Pflege darf nicht von den finanziellen Möglichkeiten des Einzelnen abhängen“, sagte Verbandspräsidentin Ulrike Mascher gestern in Berlin. Sie reagierte damit auf Ankündigungen von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), die im kommenden Jahr in Kraft tretende Pflegereform werde auch eine Verpflichtung zur individuellen Eigenvorsorge beinhalten. „Wohin es führt, wenn man auf den Kapitalmarkt setzt, das hat die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt“, sagte Mascher. Die Absicherung gegen das Lebensrisiko eines möglichen Pflegefalls müsse für den Einzelnen verlässlich und nicht dem Risiko der internationalen Kapitalmärkte ausgesetzt sein.

Der VdK fordert statt dem Zwang zur privaten Vorsorge einen Risikostrukturausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung. Dieser schaffe „mehr systemübergreifende Solidarität“, denn privat Versicherte zahlten trotz höherem Einkommen niedrigere Prämien als gesetzlich Versicherte und trügen ein geringeres Risiko pflegebedürftig zu werden. „Gute Pflege kostet Geld, das ist keine Frage“, so Mascher. Gesetzlich Versicherte seien aber durch Zusatzbeiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung bereits überproportional belastet. Geringverdiener und Älteren sei es zudem unmöglich, einen privat zu finanzierenden Kapitalstock für den Fall der Pflegebedürftigkeit aufzubauen.

Bundesgesundheitsminister Bahr hatte am Wochenende in einem Zeitungsinterview argumentiert, dass die Notwendigkeit privater Vorsorge bei der Rente längst akzeptiert sei, während viele Menschen das Risiko einer Pflegebedürftigkeit verdrängten. „Wer auch in Zukunft eine menschenwürdige Pflege will, muss bereit sein, stärker individuell vorzusorgen“, so Bahr.

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P.E.G. aktuell - Priorisierung bleibt auch unter Montgomery ein Thema

Montag, 06. Juni 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 06. Juni 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Der neugewählte Präsident der Bundesärztekammer (BÄK) Frank Ulrich Montgomery hat angekündigt, das von seinem Vorgänger Jörg-Dietrich Hoppe angestoßene Thema der Priorisierung medizinischer Leistungen weiter verfolgen zu wollen. „Wenn die Mittel begrenzt bleiben und der Versorgungsbedarf weiter steigt, dann ist Priorisierung das adäquate Mittel der Verteilungsgerechtigkeit“, sagte Montgomery der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Die Gesellschaft müsse entscheiden, wie viel Geld sie künftig noch für welche Leistungen aufbringen wolle.


Montgomery bekräftigte zudem erneut, sich künftig mehr in die Gesundheits- und Sozialpolitik einmischen zu wollen. Die Ärzteschaft sei es leid, nur an der Verwaltung des Mangels beteiligt zu sein. Das Versorgungsgesetz und das Patientenrechtsgesetz seien Beispiele für den konstruktiven Neuanfang mit der Bundesregierung.

Hinsichtlich des Streits zwischen Ärztevertretern und Kassenfunktionären, ob in Deutschland tatsächlich ein Mangel an Ärzten oder ein Problem in der Verteilung der Mediziner herrsche, sagte Montgomery, dass die Zahl der Ärzte in Deutschland zwar über die Jahre stark gestiegen sei, die Zeiten der 60- und 80-Stunden-Wochen aber ebenfalls vorbei seien. Dafür sorgten auch Arbeitszeitgesetze. Dennoch gebe es aber auch ein Verteilungsproblem, das nicht allein mit Geld gelöst werden könne. Vielmehr gehe es um die Infrastruktur, Schulplätze für Kinder, Arbeitsmöglichkeiten für Ehepartner. „Deshalb ist schon die Aufhebung der Residenzpflicht eine Hilfe. Dann kann der Arzt in der Kreisstadt wohnen, aber auf dem Dorf praktizieren“, wenn der Notdienst mit dem Krankenhaus geregelt werde, sagte Montgomery der Zeitung.

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P.E.G. aktuell - Betriebskrankenkassen rechnen mit höheren Kosten durch Abwicklung der City BKK

Dienstag, 31. Mai 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 30. Mai 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Betriebskrankenkassen rechnen nach einer Meldung des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ inzwischen mit deutlich höheren Kosten infolge der Schließung der insolventen City BKK. Während der BKK-Bundesverband bislang von maximal 150 Millionen Euro ausgegangen sei, hätten die Vorstände vieler Betriebskrankenkassen diese Summe aufgrund ausstehender Verbindlichkeiten als zu gering verworfen. Da die Betriebskrankenkassen innerhalb ihres Verbundes die Kosten der Schließung tragen müssen, seien viele Mitglieder nervös und fürchteten einen Dominoeffekt. Ebenfalls angeschlagene Kassen wie die BKK für Heilberufe könnten zusätzliche Ausgaben kaum verkraften.

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Kassenvorständen drohen künftig Bußgelder

Dienstag, 24. Mai 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 24. Mai 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Krankenkassen drohen künftig spürbare Geldstrafen, wenn sie Versicherten von Pleitekassen den Beitritt verweigern. „Wir wollen, dass die freie Kassenwahl der Versicherten weiterhin gewährleistet ist und dass Versicherte nicht zu Bittstellern verkommen”, sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) am Montag in Berlin. Er kündigte unter anderem Bußgelder für die Vorstände der betroffenen Kassen an.

Über die Höhe der Geldstrafen müsse noch beraten werden, sie sollten aber spürbar sein, berichtet die „Süddeutsche Zeitung”. In besonders schweren Fällen solle die Versicherungsaufsicht das Recht erhalten, Amtsenthebungsverfahren gegen Vorstände einzuleiten, schreibt das „Handelsblatt”. Den Versicherten selbst solle für den Fall, dass ihre Krankenkasse insolvent geht, unbürokratisch geholfen werden. So sollen sie künftig ein Formular für den Kassenwechsel erhalten, in dem lediglich die Wunschkasse angekreuzt werden muss. Um den Wechsel selbst hat sich die bisherige Kasse zu kümmern. Wie ein mögliches Fehlverhalten nachgewiesen werden soll, ist allerdings noch unklar.

Die Änderungen sollen mit dem Versorgungsgesetzt beschlossen werden, dass nach bisherigen Planungen zum 1. Januar nächsten Jahres in Kraft tritt. In den vergangenen Tagen hatten Krankenkassen versucht, vor allem alte und kranke Mitglieder der City BKK abzuwimmeln. Gesetzlich sind sie aber zur Aufnahme verpflichtet. Bislang fehlten jedoch wirksame Sanktionen, um dieser Anspruch durchzusetzen.

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P.E.G. aktuell - Bahr: Kassen sind ausreichend und solide finanziert

Montag, 23. Mai 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 24. Mai 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) rechnet nicht damit, dass nach der City BKK noch weitere Kassen insolvent gehen. Die Bundesregierung habe für eine stabile und nachhaltige Finanzierung gesorgt, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) vom Samstag. Es gehöre zum Wettbewerb, dass eine Kasse, die ihre wirtschaftlichen Probleme nicht löse, schließen müsse. Zwar werde es weitere Fusionen geben, das sei aber kein Beleg für die Unterfinanzierung des Systems. Der Beitragssatz, den Bahr als Wettbewerbsinstrument fortentwickeln will, sei auf die Höhe von vor der Wirtschaftskrise zurückgeführt und damit das geerbte Milliardendefizit beseitigt worden.

Kritik übte der Minister an den Äußerungen der Chefin des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung Doris Pfeiffer, die vor Zusatzbeiträgen von bis zu 70 Euro gewarnt hatte. Bahr sprach von „Irreführung“. Ein Anstieg in dieser Höhe sei fern jeder Realität. Für 2012 erwartet Bahr einen durchschnittlichen Beitrag allenfalls im niedrigen einstelligen Euro Bereich.

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