Archiv für die Kategorie ‘Akut’

P.E.G. aktuell - Montgomery kritisiert Bürokratisierung und Ökonomisierung

Dienstag, 03. Januar 2012

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 03. Januar 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery hat die gestern veröffentlichte Studie zu den Verwaltungsausgaben der Krankenkassen begrüßt. Damit werde einmal mehr „auf die absoluten Missstände der Bürokratisierung des Gesundheitswesens“ hingewiesen. Politik und Kostenträgern müsse es zu denken geben, wenn Ärzte und andere in der Patientenversorgung Beschäftigte angäben, dass mindestens die Hälfte der von der GKV verursachten Verwaltungsausgaben eingespart werden könnten. Zumal es gerade in Zeiten des Ärztemangels umso schwerer wiege, dass unnötiger Verwaltungsaufwand kaum noch Kapazitäten für die eigentlichen Aufgaben der medizinischen Versorgung lasse.

Für die gestern veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney waren mehr als 6.000 Ärzte, Apotheker und Sanitätshäuser befragt worden. Rund 13 Milliarden Euro, so das Ergebnis, könnten im deutschen Gesundheitswesen eingespart werden, wenn Bürokratie abgebaut und Strukturen verschlankt würden. Das entspräche einer Beitragssatzsenkung in der Gesetzlichen Krankenversicherung von 1,3 Prozentpunkten auf 14,2 Prozent statt aktuell 15,5.

„Dieses Geld gehört den Versicherten und sie haben ein Recht darauf, dass es nicht für sinnlose Krankenkassenvorschriften verplempert wird, sondern in die unmittelbare Patientenversorgung fließt“, sagte Montgomery. Als Grund für den „Kontrollwahn der Kassen“ machte er die immer stärker marktwirtschaftliche Ausrichtung des Gesundheitssystems verantwortlich, vor deren Folgen die Ärzteschaft bereits seit Jahren warne. Ökonomischen Fehlanreizen ließe sich aber nicht mit mehr Bürokratie begegnen. Er war für Verbesserungsvorschläge der Ärzte zum Bürokratieabbau, mit denen auch „eine Vielzahl teurer und unnützer Verwaltungsvorschriften“ entfallen könne.

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P.E.G. aktuell - GKV-Beitragssatz könnte auf 14,2 Prozent sinken

Montag, 02. Januar 2012

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 02. Januar 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Unternehmensberatung A. T. Kearney hält eine Beitragssenkung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um 1,3 Prozentpunkte und Einsparungen in Höhe von rund 13 Milliarden Euro für möglich, wenn das Gesundheitswesen schlankere Strukturen bekommen und von Bürokratie befreit würde. Das berichtet der „Spiegel“ und verweist auf eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung, für die mehr als 6.000 Ärzte, Apotheker und Sanitätshäuser befragt worden seien.

2010 entfielen demnach neben den offiziell veranschlagten Verwaltungskosten von 9,5 Milliarden Euro weitere 18 Milliarden Euro auf bürokratische Abläufe etwa bei niedergelassenen oder in Krankenhäusern angestellten Ärzten. 37 Prozent ihrer Arbeitszeit verbrächten letztere mittlerweile mit Verwaltungsaufgaben. Weitere Kostentreiber seien Abrechnungsverfahren und Praxisgebühr. Insgesamt beträgt der Anteil der Verwaltungskosten an den Gesamtausgaben der GKV laut der Studie 23 Prozent. In der Industrie hingegen liege er bei 6,1 Prozent.

„Wenn wir in Deutschland Menschen genauso am Fließband behandeln würden, wie die Industrie Autos baut, könnten wir die Kosten für bürokratische Abläufe im Gesundheitswesen sicherlich auch auf 6,1 Prozent drücken – aber wer möchte schon so automatisiert behandelt werden?“ kommentierte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes Florian Lanz die Studienergebnisse. Der Vorstand der Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung Eugen Brysch wiederum sagte der Nachrichtenagentur dpa, niemand kaufe ein Auto, weil Bauanleitung und Montagedokumentation vollständig seien. „Qualität wird vielmehr in alltagspraktischen Tests gemessen und verglichen. So etwas gibt es jedoch im Gesundheitswesen nicht.“ Brysch kritisierte, Versicherte, Schwerkranke und Pflegebedürftige hätten nichts von den Milliarden Euro, die für Kontroll- und Bürokratisierungsaufwand verbrannt würden.

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P.E.G. aktuell - Landesbasisfallwert 2012 für Bayern vereinbart

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 21. Dezember 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

In Bayern haben sich die Landeskrankenhausgesellschaft (BKG) und die Krankenkassenverbände auf den Landesbasisfallwert für 2012 geeinigt. Wie die BKG mitteilte, gelang der Durchbruch nach wochenlangen intensiven Verhandlungen, in die beide Seiten mit stark abweichenden Vorstellungen gestartet waren. Dank der „hochkonzentrierten und sehr sachlichen Verhandlungsatmosphäre“ sei aber ein Kompromiss geschlossen worden, den sowohl die Krankenhäuser als auch die Krankenkassen als „problematisch, aber annehmbar“ bezeichneten. Damit habe die Selbstverwaltung bewiesen, dass sie entgegen anderslautender Kritik auch unter schwierigen Bedingungen zu sachgerechten Kompromissen fähig sei.

Der Preis für eine Krankenhausbehandlung mit durchschnittlichem Aufwand soll demnach im kommenden Jahr für die rund 360 bayerischen Kliniken bei 3.036,02 Euro liegen, 1,79 Prozent höher als in diesem Jahr. Der Basisfallwert wird je nach Schwierigkeitsgrad der Behandlung mit einem Faktor multipliziert, etwa mit 0,25 bei der Behandlung eines gesunden Neugeborenen oder 65 bei einer Organtransplantation.

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P.E.G. aktuell - Auch 2010 mehr Jobs im Gesundheitswesen

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 15. Dezember 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Zahl der im Gesundheitswesen Beschäftigten steigt weiter. Für das Jahr 2010 vermeldet das Statistische Bundesamt heute eine Zunahme um rund 90.000 Arbeitsplätze oder umgerechnet 1,9 Prozent auf insgesamt 4,8 Millionen Beschäftigte. Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort: 2009 hatte die Steigerungsrate bei 2,3 Prozent gelegen, 2008 bei 2,0 Prozent. Das Gros der neuen Jobs entstand in den Gesundheitsberufen. So kamen 2010 rund 8.000 neue Ärzte hinzu und 14.000 neue Pflegekräfte. 11.000 neue Arbeitsplätze in sozialen Berufen waren laut dem Statistischen Bundesamt fast ausschließlich auf die Altenpflege zurückzuführen. Weitere 25.000 neue Jobs entfielen auf Verwaltungsfachleute und Reinigungskräfte.

In den ambulanten Einrichtungen erhöhte sich die Beschäftigtenzahl gegenüber 2009 um 45.000, 18.000 davon in Praxen, 18.000 in sonstigen medizinischen Berufen. In den (teil-)stationären Einrichtungen stieg die Zahl der Beschäftigten um 34.000, allein in den Krankenhäusern um 17.000 und in der (teil-)stationären Pflege 15.000. Die übrigen Einrichtungen des Gesundheitswesens verzeichneten ein Plus von insgesamt 12.000 auf rund 800.000 Beschäftigte.

Gestiegen ist auch die Zahl der Vollkräfte, die sich gegenüber 2009 um 1,6 Prozent auf 3,6 Millionen verbesserte. 43 Prozent der 4,8 Millionen Beschäftigten im Gesundheitsesen waren 2010 aber teilzeit- oder geringfügig beschäftigt.

Detaillierte Daten zur Gesundheitspersonalrechnung finden Sie hier.

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P.E.G. aktuell - Bundesrechnungshof überprüft Einzugssystematik

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 14. Dezember 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) will nicht darauf drängen, die Beiträge der Sozialversicherten künftig selbst einzuziehen. Das sagte ein Sprecher der „Süddeutschen Zeitung“. Zugleich bestätigte er aber einenBericht der Zeitung vom Vortag, wonach in einem internen Strategiepapier genau dies vorgeschlagen wird und Einsparungen in Höhe von mehr als 786 Millionen Euro für möglich gehalten werden. Stattdessen plant der Bundesrechnungshof eine Prüfung der Einzugssystematik für die Sozialversicherungsbeiträge, im Rahmen einer ohnehin geplanten Überprüfung, zitiert die Zeitung einen Behördensprecher.

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P.E.G. aktuell - Singhammer warnt vor Verschärfung des Pflegenotstands

Donnerstag, 08. Dezember 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 08. Dezember 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

CSU-Gesundheitsexperte und Unionsfraktionsvize Johannes Singhammer hat vor den Folgen der geplanten Änderung der Europäischen Beruferichtlinie durch die EU-Kommission gewarnt. „Die Kommission und die meisten EU-Staaten wollen, dass nicht mehr zehn, sondern zwölf Schuljahre zur verpflichtenden Voraussetzung für Gesundheitsberufe werden“, sagte Singhammer der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Zehn Jahre seien ausreichend. Die Heraufsetzung würde zudem den bereits bestehenden Mangel an Pflegefachkräften in Deutschland weiter verschärfen.

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P.E.G. aktuell - Kliniken in NRW erwarten schwere Zeiten

Dienstag, 06. Dezember 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 06. Dezember 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen stellen sich auf schwere Zeiten ein. Weil die Bundesregierung weiter an überholten Sparplänen festhalte, obwohl die Kliniken ihren Sparbeitrag im laufenden Jahr mehr als erfüllt hätten, werde sich die wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser im kommenden Jahr weiter verschlechtern, warnte der Präsident der Landeskrankenhausgesellschaft Hans Rossels gestern in Neuss. Nahezu stagnierenden Einnahmen stünden steigende Löhne gegenüber. Würden die entsprechenden Tarifabschlüsse nicht refinanziert, „wird es zu einem größeren Abbau von Personal in den Krankenhäusern kommen“, so Rossels. Die einhergehende Arbeitsverdichtung und Unzufriedenheit wiederum würde zu einer Abnahme der Attraktivität der medizinischen Berufe führen, was einen eklatanten Personalmangel und damit auch eine Beeinträchtigung der Patientenversorgung zur Konsequenz habe.

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P.E.G. aktuell - DIHK-Umfrage: Gesundheitsbranche boomt

Montag, 05. Dezember 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 05. Dezember 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

In der Gesundheitsbranche sollen im kommenden Jahr 70.000 neue Jobs entstehen. Das berichtet die „Welt“ unter Berufung auf eine ihr vorliegende Untersuchung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Angesichts von insgesamt 250.000 neuen Stellen in der deutschen Volkswirtschaft entstünde somit jeder vierte Job in der Gesundheitswirtschaft. Stelle die Politik die richtigen Weichen, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann der Zeitung, böten sich auch langfristig große Chancen.

Eine Umfrage des DIHK zeigt laut dem Bericht, dass der Optimismus in der weitgehend konjunkturunabhängigen Gesundheitsbranche anders als in der Gesamtwirtschaft kaum nachgelassen hat. Lediglich die Medizintechnik, die stärker auf den Export angewiesen sei, sei eine leichte Eintrübung festzustellen. Grund für die anhaltend gute Stimmung und den Aufwärtstrend der Gesundheitswirtschaft ist laut Driftmann nicht zuletzt der demografische Wandel, der zu einer stetig steigenden Nachfrage nach Gesundheitsleistungen führe. Bereiche wie seniorengerechtes Wohnen bergen laut dem DIHK-Chef ein großes Wachstumspotenzial, ebenso der private, sogenannte zweite Gesundheitsmarkt, dessen Leistungen nicht von den Krankenkassen erstattet werden. 60 Milliarden Euro würden hier bereits heute umgesetzt.

Allerdings warnte Driftmann auch vor den negativen Folgen der Alterung der Gesellschaft. 42 Prozent der Unternehmen in der Gesundheitsbranche sähen laut der Umfrage den Fachkräftemangel als eines der größten Geschäftsrisiken. Der DIHK fordert daher laut dem Zeitungsbericht entschlossenes politisches Handeln gegen den Fachkräftemangel, etwa durch die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und der Zuwanderung ausländischer Fachkräfte. Zudem müssten gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung reformiert werden, sodass die Finanzierung lohnunabhängig und unterstützt durch einen steuerfinanzierten Sozialausgleich sowie eine ergänzende Kapitaldeckung erfolge.

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P.E.G. aktuell - Dänzer löst Kösters als DKG-Präsident ab

Donnerstag, 01. Dezember 2011

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Die Mitgliederversammlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat gestern in Berlin einen neuen Präsidenten gewählt. Die große Mehrheit der Stimmen entfiel auf Alfred Dänzer, der nun zum 1. Januar 2012 den bisherigen Amtsinhaber Rudolf Kösters ablöst. Dänzer, der Sprecher der Geschäftsführung der Universitätsmedizin Mannheim ist, gehört seit 2008 Vorstand und Präsidium der DKG und ist seit 2009 auch stellvertretender Vorsitzender der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft.

Zu seinen Stellvertretern wurden erneut der Chef der privaten Rhön-Klinikum AG Wolfgang Pföhler und erstmals der Vizepräsident der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen und Geschäftsführer der Gemeinnützigen Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe Ingo Morell bestimmt.

Der scheidende Präsident Rudolf Kösters, langjähriger Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung Münster, wird nach fünf Jahren an der Spitze der DKG künftig als Ehrenpräsident amtieren.

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P.E.G. aktuell - Schweinegrippe-Impfstoff wird entsorgt

Montag, 28. November 2011

Wie im Newsletter der Bibliomed GmbH vom 28. November 2011 gelesen, hier folgende Meldung:

In Magdeburg werden am kommenden Dienstag 196 Paletten des Impfstoffes gegen die Schweinegrippe vernichtet. Wie das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt am Freitag mitteilte, werden die 16 Millionen Impfdosen, deren Verfallsdatum überschritten ist, in einem Müllheizkraftwerk verbrannt. Für die Entsorgung fielen Kosten von rund 14.000 Euro an. Ein Verkauf der Impfstoffe ins Ausland sei wegen mangelndem Interesse nicht möglich gewesen.

Insgesamt hatten die Bundesländer im vergangenen Jahr 34 Millionen Dosen des Impfstoffes gegen die Schweinegruppe gekauft, waren aber auf rund 30 Millionen sitzen geblieben. Trotz Drängens der Länder weigert sich der Bund bis heute einen Teil der Kosten von 239 Millionen Euro zu übernehmen.

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