Archiv für September 2010
Donnerstag, 30. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 30. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
In Berlin sollen im Jahr 2015 insgesamt 20.600 Krankenhausbetten stehen. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf den in dieser Woche vom Senat beschlossenen aktuellen Krankenhausplan. Die Hauptstadt würde damit erstmals seit 20 Jahren keine Betten mehr abbauen, sondern die Kapazitäten erhöhen. Der vorhergehende Krankenhausplan aus dem Jahr 2006 hatte noch 300 Betten weniger vorgesehen.
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Mittwoch, 29. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 29. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Vorsitzenden der Oppositionsparteien im Bundestag sind gestern dem Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gefolgt, gemeinsam gegen die Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu protestieren. DGB-Chef Michael Sommer sprach von einer Premiere. „Gemeinsam mit drei Parteivorsitzenden ist der DGB-Vorsitzende noch nie aufgetreten. Sie sehen also, die Sache ist wichtig“, sagte Sommer auf der unter dem Motto der im Frühjahr von Gewerkschaften und Sozialverbänden gestarteten Kampagne „Köpfe gegen Kopfpauschale“ stehenden Pressekonferenz.Zwar zeigten sich SPD-Chef Sigmar Gabriel, Grünen-Chefin Claudia Roth und die Vorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch, laut der ARD-„Tagesschau“ darauf bedacht, nicht als rot-grün-rotes Bündnis zu erscheinen, waren sich aber in der Ablehnung der gesundheitspolitischen Pläne der Regierung einig. So warf Gabriel Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) vor, nichts anderes zu beabsichtigen, „als nach und nach gesetzlich Versicherte den privaten Krankenkassen zur Beute auszuliefern“. Roth sprach von sozialen Menschenrechten, einer guten Gesundheitsversorgung und dem Zugang dazu, die vom „Geldbeutel“ abhängig gemacht werden sollten. Für Lötzsch haben die Pläne der Regierung nichts mit fortschrittlicher und nachhaltiger Politik zu tun. „Wenn dieser Versuch, das solidarische System der Krankenversorgung zu sprengen und der Pharma-Lobby und der kassenärztlichen Versorgung zu opfern gelingen würde, dann würde das unsere Gesellschaft wirklich um mehr als 100 Jahre zurückwerfen“, so die Vorsitzende der Linkspartei.
DGB-Chef Sommer warf der Koalition vor, mit den einkommensunabhängigen Zusatzbeiträgen „in die Kopfpauschale“ ein- und mit dem Einfrieren der Arbeitgeberbeiträge aus der paritätischen Finanzierung auszusteigen. Künftig müssten allein die Versicherten Kostensteigerungen tragen. Den Sozialausgleich bezeichnete der Gewerkschaftsboss laut der „Ärzte Zeitung“ als „Mogelpackung“. Egal wie „smart und wortreich“ der Bundesgesundheitsminister das Gegenteil behaupte, die Kopfpauschale funktioniere nach dem Prinzip: „Je kleiner das Einkommen, desto größer die Belastungen.“
Gemeinsam plädierten die drei Parteivorsitzenden von SPD, Grünen und Linken für eine paritätisch finanzierte Bürgerversicherung. Gabriel kündigte an, die schwarz-gelbe Reform im Falle eines Sieges bei den nächsten Bundestagswahlen rückgängig zu machen. „Wir wollen spätestens 2013 dem ein Ende machen und wollen in die Bürgerversicherung einsteigen“, sagte der SPD-Vorsitzende laut Onlinedienst der „Tagesschau“.
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Dienstag, 28. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 28. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) haben einen Antrag der Koalitionsfraktionen zur geplanten Neuordnung des Arzneimittelmarktes kritisiert. Laut der Nachrichtenagentur dpa, der der Antrag vorliegt, sieht dieser vor, dass der G-BA neue Medikamente nur dann aus dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ausschließen darf, „wenn deren Unzweckmäßigkeit erwiesen ist”. Bisher können Wirkstoffe bereits von der Verordnung ausgenommen werden, wenn kein Zusatznutzen nachgewiesen ist.
In einer Stellungnahme für eine Bundestagsanhörung am morgigen Mittwoch moniert der G-BA laut der dpa-Meldung, dass die Hersteller es mit dieser Regelung selbst in der Hand hätten, „durch Unterlassen weiterer Studien Verordnungseinschränkungen (…) zu verhindern”. Auch der Chef des IQWiG, Jürgen Windeler, zeigte sich entrüstet. „Man kann prinzipiell nicht beweisen, dass etwas nicht da ist”, sagte er der dpa. Einen solchen Nachweis zu verlangen, bedeute dem G-BA die Hände zu binden. „Ich frage mich ernsthaft, ob diejenigen, die einen solchen Vorschlag gemacht haben, die Konsequenzen wirklich bedacht haben”, so Windeler.
Der Arzneimittelexperte des GKV-Spitzenverbandes, Wolfgang Kaesbach, warf der Politik vor, sich von der Pharmaindustrie für dumm verkaufen zu lassen. „Das heißt im Umkehrschluss, dass der Nutzen eines Präparates künftig schon durch die Zulassung bewiesen sein soll. Das ist der Wahnsinn.” In Deutschland würde ein neues Medikament zugelassen, sobald es wirke. Ob es die Krankheit tatsächlich dauerhaft lindere und dem Patienten helfe, sei damit aber noch nicht erwiesen.
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Mittwoch, 22. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 22. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Asklepios Gruppe hat erstmals eine Anleihe mit einem Volumen von 150 Millionen Euro in Deutschland und im europäischen Ausland emittiert. Wie der Konzern heute in Hamburg bekannt gab, hat die Anleihe eine Laufzeit bis zum 28. September 2017 und wird mit einem Fix-Coupon von 4,0 Prozent verzinst.Asklepios kündigte an, mit dem Emissionserlös bestehende Finanzverbindlichkeiten abzulösen und die weitere Unternehmensentwicklung zu finanzieren. Stephan Leonhard, Konzerngeschäftsführer und CFO der Asklepios Gruppe, sagte: „Das Investoreninteresse an Asklepios insbesondere im europäischen Ausland war ausgesprochen hoch. Angesichts unserer sehr soliden Finanzstruktur und der bestehenden umfangreichen finanziellen Ressourcen standen für uns in erster Linie die Sicherung vorteilhafter Konditionen im Vordergrund und weniger die Emission eines großen Volumens.“ Asklepios verfüge nach der Platzierung über freie Finanzmittel von mehr als 600 Millionen Euro, die für weiteres Wachstum, Investitionen und zur Refinanzierung eingesetzt werden könnten.
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Montag, 20. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 20. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der GKV-Spitzenverband hat Berichte zurückgewiesen, wonach 23 Krankenkassen als „gefährdet” eingestuft werden. Die von der „Rheinischen Post” verbreitete Meldung beruhe auf veralteten Zahlen, gab der Verband am Freitag bekannt. Diese ließen keinen Rückschluss auf die aktuelle Finanzsituation einzelner Krankenkassen oder der gesetzlichen Krankenversicherung insgesamt zu.
Schließungen oder Insolvenzen von Krankenkassen würden weitgehend ausgeschlossen, heißt es vonseiten des GKV-Spitzenverbandes weiter. Mit der Umsetzung des GKV-Finanzierungsgesetzes würde das für das Jahr 2011 ohne weitere gesetzliche Änderungen drohende Finanzdefizit von geschätzten rund zehn Milliarden Euro voraussichtlich auf einen Fehlbetrag von unter einer Milliarde Euro reduziert. Damit erhielten die Krankenkassen Planungssicherheit und es komme nicht zur flächendeckenden Erhebung von Zusatzbeiträgen.
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Donnerstag, 16. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 16. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die privaten Krankenversicherungen (PKV) beteiligen sich laut der deutschen Presseagentur an der geplanten Nutzenbewertung neuer Arzneimittel. Diese sollte ursprünglich als Grundlage für Rabattverhandlungen zwischen Pharmaherstellern und den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) dienen.
Ein Sprecher des PKV-Verbandes sagte: „Wir wollen uns mit allen Rechten und Pflichten an den Verhandlungen beteiligen.“ Aus Koalitionskreisen hieß es gestern in Berlin, dass die privaten Krankenkassen zehn Prozent der Kosten tragen, da ihr Versicherungsanteil auch in diesem Bereich liegt.
Florian Lanz vom GKV-Verband sagte: „Die private Krankenversicherung bekommt ihre Probleme nicht aus eigener Kraft in den Griff und hängt sich jetzt an die gesetzlichen Kassen, um von deren Wissen und Können zu profitieren.“ Es sei das Mindeste, dass sie sich angemessen an den Kosten beteiligt.
Die Kriterien für die Medikamentenprüfung werden auf Wunsch der Pharmaunternehmen vom Gesundheitsministerium aufgestellt und nicht von einem unabhängigen Gremium. Grünen-Chefin Claudia Roth warf Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) deshalb vor, ein „willfähriger Handlanger der Pharmaindustrie“ zu sein.
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Mittwoch, 15. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 15. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) rechnet damit, dass die Krankenkassen im kommenden Jahr keine Zusatzbeiträge mehr benötigen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. „Dank des geplanten ausbalancierten Reformpakets wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2011 voraussichtlich bei null Euro liegen können“, sagte Rösler der „Rheinischen Post“ am Mittwoch. „Ob eine Krankenkasse dennoch zusätzliche Zusatzbeiträge erheben muss, hat die Krankenkasse selbst zu entscheiden.“
Der Minister erklärte, für 2011 habe die Regierung ursprünglich ein Defizit von elf Milliarden Euro erwartet. „Dieses werden wir ausgleichen können.“ Damit sei das System durchfinanziert.
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Mittwoch, 15. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 15. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Hausärzte sollen auch nach den Sparplänen der Bundesregierung mehr verdienen können, als sie momentan tun. So die Nachrichtenagentur dpa heute Mittag. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) habe zugesagt, dass bei Hausarztverträgen auch in Zukunft höhere Honorare für die Mediziner möglich seien, sagt eine Sprecherin von Baden-Württembergs Gesundheitsministerin Monika Stolz (CDU) heute. Dies gehe auf einen Vorschlag von Ministerin Stolz zurück. Bedingung für die höheren Honorare sei, dass sich durch das Hausarztmodell im Gegenzug Einsparungen zum Beispiel bei den verordneten Medikamenten ergäben.
Ursprünglich sollte die Möglichkeit für höhere Vergütungen im Rahmen der Hausärzteverträge nicht direkt mit ins Gesetz aufgenommen werden, sondern lediglich in die Begründungen. Das hatten die Hausärzte heftig kritisiert. Heute hielten bundesweit mehrere tausend Hausärzte aus Protest gegen die Gesundheitsreform ihre Praxen geschlossen.
Ärzte, Angestellte und Patienten fanden sich auf verschiedenen Kundgebungen ein. Von einer Veranstaltung in Essen fuhr ein Autokorso unter dem Motto „Exodus deutscher Hausärzte“ in die Niederlande, da dort die Bedingungen für Hausärzte besser sein sollen.
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Freitag, 10. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 10. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der Berufsverband Deutscher Internisten, BDI e.V., sieht mit Sorge, unabhängig von den Diskussionen um Bogenhausen und Mainz, die zahlreichen Fälle unzureichender Hygienemaßnahmen und ihre Folgen in deutschen Krankenhäusern.
Er warnt davor, diese Verhältnisse nur den Ärzten und Pflegekräften in den Kliniken anzulasten, die ihre Arbeit verantwortungsvoll ausüben, dabei jedoch häufig an bürokratische und hierarchische Grenzen stoßen.
Dies sei eine Folge jahrzehntelanger Kostendämpfungsmaßnahmen. BDI-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Jürgen F. Riemann, langjähriger Direktor der Med. Klinik C des Klinikums Ludwigshafen, fordert, dass an jedem Krankenhaus qualifizierte Krankenhaus-Hygiene-Fachkräfte vorhanden sein beziehungsweise eingestellt werden müssen. An Krankenhäusern der Maximalversorgung sollte eine eigenständige Abteilung für Krankenhaushygiene selbstverständlich sein. Diese Maßnahmen dürfen nicht an den Kosten scheitern, denn die Kosten bei Eintreten eines Schadens seien um ein Vielfaches höher, ganz abgesehen von den tragischen Folgen für die betroffenen Patienten.
Der BDI ruft zur Aktion „Saubere Hände!” auf. Vor jedem Betreten eines Krankenzimmers müssen die Hände desinfiziert werden. Je häufiger, desto besser! Das sei die zentrale Aufgabe jedes Krankenhaus-Mitarbeiters. Die Zahl der nosokomialen, also der im Krankenhaus erworbenen Infektionen lässt sich nur reduzieren, betont Riemann, wenn sich alle verantwortungsvoll verhalten.
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Mittwoch, 08. September 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 8. September 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Asklepios Gruppe verzeichnet im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010 eine Steigerung der Anzahl behandelter Patienten um 12,3 Prozent auf mehr als 814.000 und beim Umsatz um 7,2 Prozent auf rund 1,14 Milliarden Euro. Zudem realisierte Asklepios durch das Umsatzwachstum und Prozessverbesserungen einen Sprung beim operativem Ergebnis um 22,5 Prozent. Das teilte der Klinikkonzern, der mit einem Marktanteil von über 20 Prozent zu den drei größten privaten Betreibern von Krankenhäusern in Deutschland zählt, gestern in Hamburg mit.
Stephan Leonhard, Konzerngeschäftsführer und CFO der Asklepios Gruppe, sagte, die große Anzahl neuer Patienten bestätige die strategische Aufstellung mit einem klaren Fokus auf hoher medizinischer Qualität und modernen stationären Versorgungsabläufen. „Wir schauen mit Zuversicht in den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres und bekräftigen unser Umsatzziel für 2010 von rund 2,3 Milliarden Euro.” Asklepios verfügt nach eigenen Angaben über eine solide Finanzstruktur und ausreichende finanzielle Reserven für Wachstum und Investitionen.
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