P.E.G. aktuell - Billen kritisiert mangelnde Transparenz und unzureichende Reformpläne

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 02. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, hat die mangelnde Transparenz bei den Gesundheitsausgaben angeprangert. Zugleich kritisierte er die fachärztliche Versorgung in Deutschland als nicht effizient genug. Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler warf er vor, viele Einsparpotenziale im Gesundheitssystem noch unberührt gelassen zu haben.Vielen Verbrauchern sei nicht bewusst, welche Kosten sie mit einem Arztbesuch auslösten, sagte Billen der „Rheinischen Post“. Abhilfe könnte seiner Ansicht nach eine Patientenquittung schaffen, die zum einen zu mehr Kontrolle und zum anderen zu einem stärkeren Bewusstsein führe. Parallel kritisierte Billen, dass die ärztliche Versorgung in Deutschland nicht effizient genug sei. „Wir haben ein hoch differenziertes System von Fachärzten, dass sehr teuer ist, aber nicht immer zu einer angemessenen Behandlung führt“, sagte er der Zeitung. Seiner Meinung nach muss die Zahl der Ärzte in Ballungsgebieten reduziert werden. „Je mehr Ärzte es gibt, desto mehr Arztbesuche finden auch statt.“ Es sei absurd, dass sich in den wohlhabenden Stadtteilen die meisten Ärzte niederließen, die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Berufsverbände es auf der anderen Seite aber nicht schafften, für eine bessere Abdeckung im ländlichen Raum zu sorgen. „Da benötigen wir dringend eine andere Steuerung“, so Billen.

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