Archiv für August 2010
Dienstag, 31. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 31. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Das Sozialgericht Münster hat der Unterlassungsklage eines Pflegeheims gegen die Veröffentlichung seiner Pflegenoten statt gegeben. In ihrer Urteilsbegründung bezeichnen die Richter nicht nur die Bewertungskriterien als ungeeignet, sondern werten auch den grundsätzlichen Prozess der Benotung und anschließenden Veröffentlichung durch die Vertragspartner der Transparenzvereinbarungen als rechtswidrig.
Nach Auffassung der Richter genügt es nicht, dass die Kriterien der Veröffentlichung einschließlich der Bewertungssystematik von den Vertragspartnern der Transparenzvereinbarungen (PTVS), also dem Spitzenverband Bund der Pflegekassen, den Vereinigungen der Träger der Pflegeeinrichtungen auf Bundesebene, der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen träger der Sozialhilfe und der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände unter Beteiligung des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bunde der Krankenkassen, vereinbart wurden. „Zumindest die grundlegende Entscheidung, ob die Veröffentlichung von Qualitätsberichten durch ein Schulnotensystem erfolgen soll” hätte laut Urteilsbegründung vom Gesetzgeber selbst getroffen werden müssen. Hinzu komme, dass erhebliche Zweifel an der Verfassungsgemäßheit der gesetzlichen Bestimmung auch deshalb bestünden, weil Verfahrensregelungen nicht einmal in den Grundzügen vom Gesetzgeber geregelt würden, sondern vollständig fehlten. Zudem entsprächen die auf Grundlage der Transparenzvereinbarungen erstellten Transparenzberichte nicht den gesetzlichen Anforderungen und seien „nicht geeignet”, die von den Pflegeheimen erbrachten Leistungen und deren Qualität zu beurteilen. „Die Systematik der Bewertung ist verfehlt, die Ermittlung der Pflegenoten für den Leser nicht nachvollziehbar. Die Transparenzberichte täuschen die Verbraucher”, lautet die vernichtende Kritik der Richter, die sich unter anderem auch auf ein Gutachten zur wissenschaftlichen Evaluation der Pflegenoten stützt. Danach kämen die Gutachterinnen selbst zu dem Fazit, dass sich „aussagen, ob das Verfahren tatsächlich Pflegequalität misst” nicht möglich seien.
Hintergrund der Klage ist eine im Oktober 2009 erfolgte Prüfung durch den MDK. Das betroffene Pflegeheim hatte im Mai dieses Jahres Klage gegen die Veröffentlichung der Ergebnisse eingereicht, nachdem es als Gesamtergebnis die Note „ausreichend” erhalten hatte. Im Einzelnen waren unter anderem die Qualitätsbereiche „Pflege und medizinische Versorgung” und „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung” ebenfalls mit „ausreichend”, der „Umgang mit demenzkranken Bewohnern” mit „mangelhaft” und der Bereich „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene” mit „gut” bewertet worden. Die nicht in das Gesamtergebnis einfließende Bewertung durch die Bewohner war mit „sehr gut” ausgefallen.
Die detaillierte Urteilsbegründung des Sozialgerichts Münster kann im Internet eingesehen werden.
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Dienstag, 31. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 30. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Jeder dritte Bundesbürger glaubt, dass die Qualität der medizinischen Versorgung in Deutschland gesunken ist. Gleichzeitig sind aber 87 Prozent mit der Versorgung in ihrer Region sehr zufrieden. Das meldet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf eine ihr vorliegende Umfrage im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Laut der vom Institut Valid Research durchgeführten repräsentativen Befragung von 1.500 Bundesbürgern halten 92 Prozent die Versorgung beim Allgemeinarzt für gut oder eher gut, 90 Prozent die Versorgung durch den Facharzt und 87 Prozent die Versorgung im Krankenhaus. „Der Praktische Arzt stellt einen Gegenpol dar zu einer anonymen Hochleistungsmedizin, wie sie aus Sicht der Patienten zunehmend in den Krankenhäusern praktiziert wird”, kommentierte ein Sprecher von Ernst & Young die Ergebnisse.
In der regionalen Aufschlüsselung beurteilten 52 Prozent der Saarländer, 50 Prozent der Bremer und 46 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt und Hamburg die Qualität der Versorgung als nachlassend. Im Mittelfeld schlossen sich 37 Prozent der Bürger Baden-Württembergs, 36 Prozent der Berliner, 35 Prozent der Niedersachsen und Sachsen, 34 Prozent der Thüringer sowie 32 Prozent der Hessen und Nordrhein-Westfalen an. Weniger stark an eine Verschlechterung glaubten die Menschen in Bayern (28 Prozent), Brandenburg (27 Prozent) und Schleswig-Holstein (26 Prozent). In Mecklenburg-Vorpommern sahen gar nur 21 Prozent ein Absinken der Versorgungsqualität.
Bundesweit gaben laut der Meldung nur 16 Prozent an, eine Verbesserung der Versorgungsqualität beobachtet zu haben. Dies bedeute allerdings eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert.
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Donnerstag, 26. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 26. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der Referentenentwurf zur Finanzreform der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sieht offenbar Mehrbelastungen für die deutschen Kliniken vor. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, der der Entwurf seit gestern Abend vorliegt, sollen die Krankenhäuser nicht nur, wie bisher angenommen, für 2011 und 2012 jeweils 500 Millionen Euro weniger erhalten, sondern zudem Abschläge ab 2012 mit den Krankenkassen vertraglich vereinbaren müssen.Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), nannte dies ein „faustdickes Ärgernis“. „Völlig überraschend sollen jetzt die Kliniken dauerhaft zusätzlich rund 300 Millionen im Jahr von ihren ohnehin unterfinanzierten Budgets an die Kassen abführen“, sagte er der dpa. Die Summe ergebe sich, wenn der genannte Abschlag von 30 Prozent bei bestimmten Leistungen fortgeschrieben werde.
Weiter verzichtet die schwarz-gelbe Koalition in dem Entwurf auf eine Festlegung bezüglich der künftig erforderlichen Steuerzuschüsse für die GKV, mit denen Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) den Sozialausgleich finanzieren will, der wiederum Versicherten zustehen soll, die einen Zusatzbeitrag entrichten sollen, der zwei Prozent ihres Einkommens übersteigt.
„Die Höhe dieser Zahlungen wird im Jahr 2014 gesetzlich festgelegt“, zitiert die dpa aus dem 57-seitigen Entwurf. In der vorangegangenen Fassung sei noch die Rede von zusätzlichen Bundesmitteln in Höhe von jährlich einer Milliarde Euro ab 2014 gewesen. Hierüber hatte es zwischen CDU, CSU und FDP immer wieder Auseinandersetzungen gegeben. Die Koalition stehe angesichts der schwierigen Haushaltslage und der bereits für den 22. September geplanten Entscheidung des Kabinetts über die Reform aber unter Zeitdruck, so die dpa. Die Reform soll zum Jahreswechsel in Kraft treten.
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Mittwoch, 25. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 25. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Bundesärztekammer und die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) haben anlässlich des Todes der drei Säuglinge im Mainzer Universitätsklinikum mehr Hygienefachpersonal in deutschen Kliniken gefordert. „Für gute Hygienebedingungen in Krankenhäusern brauchen wir mehr qualifiziertes Personal“, sagte MB-Vorsitzender Rudolf Henke heute in Berlin.Henke sieht Hygiene als Gemeinschaftsaufgabe von Ärzten, Pflegenden und Krankenhausleitung. In einer Mitteilung forderte er heute einen Hygieneplan, eine Hygienekommission und einen Hygienebeauftragten für jede einzelne Klinik. Zudem will er das Fach Hygiene an den medizinischen Fakultäten als eigenes Institut erhalten. Die Sonderkonferenz der Gesundheitsminister müsse sich auch damit befassen, wie der Trend zur Entwertung des Faches Hygiene umgekehrt, die nötigen finanziellen Mittel für zusätzliches Hygienepersonal aufgebracht und Lehrstühle für Hygiene nachbesetzt werden können.
Der Ehrenvorsitzende des Marburger Bundes und amtierende Vizepräsident der Bundesärztekammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, sprach sich gegenüber der „Thüringer Allgemeinen“ ebenfalls für mehr Hygienefachkräfte aus. Dabei müsse es sich nicht notwendigerweise immer um Ärzte handeln. Für Montgomery ist vor allem wichtig, dass die zusätzlichen Spezialisten in der Krankenhausfinanzierung berücksichtigt werden. Dies sei wichtiger als neue gesetzliche Vorschriften zu erlassen, sagte er der Zeitung. Gegenüber den „Ruhr Nachrichten“ hatte sich auch MB-Chef Henke in diese Richtung geäußert und vor politischen Überreaktionen gewarnt. Es gebe keinen Mangel an Regeln und Standards. Bei den Todesfällen in Mainz scheine es sich „um einen schrecklichen Einzelfall zu handeln“.
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Mittwoch, 25. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 25. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Deutschlands Krankenhausapotheker sehen keinen Bedarf an bundeseinheitlichen Hygieneregeln. Das meldete der Branchendienst „Apotheke Adhoc“ gestern in Berlin. Nach dem Tod von drei Säuglingen durch verunreinigte Infusionen waren Rufe nach solchen Regelungen laut geworden. Die FDP hatte angekündigt, sich nach der Sommerpause dafür stark machen zu wollen (bibliomed.de berichtete). Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA), Klaus Tönne, lehnte dies gestern jedoch ab. „Wir haben ein System, das sich bewährt hat“, sagte er dem Branchendienst.Die patientenindividuelle Herstellung von Parenteralia, um die es im Fall der toten Säuglinge am Mainzer Universitätsklinikum geht, sei ein sicheres Verfahren. Apotheken, die aseptische Zubereitungen herstellten, richteten sich nach den Leitlinien der Bundesapothekerkammer, der ADKA oder der Pharmaceutical Inspection Convention. Gravierende Zwischenfälle wie jetzt an der Uniklinik Mainz gebe es daher äußerst selten.
Unterdessen haben die Krankenhäuser nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa auf den Vorfall reagiert. So würden Infusionslösungen bis zur vollständigen Klärung der Geschehnisse nicht mehr verwendet, seien Verfahren überprüft und Mitarbeiter zu noch mehr Vorsicht aufgerufen worden.
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Mittwoch, 25. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 25. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat in der Diskussion um Hygienemängel und deren Folgen die Kliniken und ihre Belegschaften in Schutz genommen. Diese hätten einen extrem hohen Ansporn, Risiken und damit auch Folgekosten zu minimieren, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin. Der überwiegende Anteil aller Infektionsfälle sei nach Expertenansicht auch nicht vermeidbar und ginge mit den Möglichkeiten moderner Medizin einher, die Leben rette, wo dies früher nicht möglich gewesen wäre. „Den Kliniken und ihren 1,1 Millionen beschäftigten Nachlässigkeit im Umgang mit Hygienekontrollen vorzuwerfen“ bezeichnete Baum als nicht akzeptabel.„Wir haben kein Problem, wenn statt 16 Landesregelungen eine bundeseinheitliche Gesetzgebung kommt“, sagte Baum der Nachrichtenagentur dpa. „Wir haben auch kein Problem, wenn die Krankenhäuser zur Besetzung mit Hygienepersonal verpflichtet werden.“ Die Politik müsse sich aber im Klaren sein, dass für solche veränderten Standards auch mehr finanzielle Ressourcen bereitgestellt werden müssten. Dies gelt auch für die Einführung neuer Standardtests für multiresistene Erreger. „Sicherheit kostet auch Geld“, sagte Baum der dpa.
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Mittwoch, 25. August 2010
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Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) rechnet laut einer Meldung der Tageszeitung „Die Welt“ mit jährlichen Kosten von einer Milliarde Euro für den von ihm geplanten Sozialausgleich. Das gehe aus der neuesten Fassung des Gesetzentwurfs zur Finanzierungsreform für das Gesundheitssystem hervor. „Ab dem Jahr 2014 soll der Sozialausgleich über zusätzliche Bundesmittel in Höhe von jährlich einer Milliarde Euro finanziert werden“, zitiert die Zeitung aus dem Entwurf. In den bisherigen Entwürfen war keine genaue Zahl genannt worden.
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Dienstag, 24. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 24. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bundestag, Ulrike Flach, hat in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ angekündigt, ihre Partei werde im September die Initiative ergreifen, um bundesweite Hygienevorschriften auf den Weg zu bringen. Hintergrund ist der Tod von drei Säuglingen in der Mainzer Universitätsklinik aufgrund von verunreinigten Nährlösungen. Flach kritisierte die Untätigkeit der Länder. Sie hätten bis auf wenige Ausnahmen, keine eigenen Hygiene-Verordnungen für ihre Krankenhäuser erlassen. Jedes Jahr infizierten sich dort aber bis zu 600.000 Menschen mit Krankheitserregern, bis zu 40.000 stürben in der Folge. Flach sprach von einem großen Problem, „auf das der Gesetzgeber dringend reagieren muss“.Unterdessen hat die Krankenhaushygienikerin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Vize-Chefin der Kommission für Krankenhaushygiene am Robert-Koch-Institut (RKI) Bärbel Christiansen gefordert, Kliniken auf die Einstellung von mehr Hygienefachpersonal zu verpflichten. „Das Wissen über die Wirksamkeit von Hygienemaßnahmen ist nicht weit genug verbreitet“, sagte sie der „Frankfurter Rundschau“. Die Einstellung des entsprechenden Personals auf freiwilliger Basis reichte nicht aus, sondern müsse gesetzlich vorgeschrieben werde. Zugleich kritisierte auch sie den Sparzwang in den deutschen Kliniken, der dazu führe, dass Pflegende immer weniger Zeit hätten. „Und als Erstes wird gerne das weggelassen, dessen Wert man nicht sehen kann“, so Christiansen. Genau das sei das Problem der Hygiene, denn wer gut sei, habe keine Infektionen und damit keine vorzeigbaren Ergebnisse. „Wir wissen, dass nur 50 bis 80 Prozent der erforderlichen Händedesinfektionen vorgenommen werden“, sagte die Expertin der Zeitung. Patienten empfahl sie, sich vor einem Eingriff wenn möglich über das Krankenhaus zu informieren und darüber, ob es Hygiene-Fachpersonal gebe und ob sich die Klinik bezüglich der Hygieneverordnungen an die Richtlinien des RKI halte.
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Dienstag, 24. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 24. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, hat in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ den Spar- und Rationalisierungszwang in deutschen Kliniken angeprangert. Man könne nicht von den Kliniken verlangen, einerseits immer mehr zu leisten und andererseits immer weniger dafür zu bekommen.„In der ganzen Welt gibt es kein Land, in dem so wenige Mediziner so viele Patienten behandeln“, sagte Baum. Jedes Jahr kämen auf die 130.000 deutschen Klinikärzte fast 18 Millionen Fälle. Gleichzeitig werde immer mehr Personal eingespart, wanderten immer mehr Ärzte ab. Inzwischen gebe es 5.000 unbesetzte Stellen. „Auch unter enormem Spardruck versuchen wir noch, die Sicherheit der Patienten als höchsten Maßstab hochzuhalten.“ Früher oder später bekämen aber auch die Patienten die Folgen des enormen Spardrucks und der finanziellen Unterdeckung zu spüren.
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Montag, 23. August 2010
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 23. August 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Seinen ersten jährlichen Qualitätsreport mit Daten von rund 1.800 Krankenhäusern aus dem Jahr 2009 hat das Göttinger AQUA-Institut für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen GmbH vorgelegt. In dem Qualitätsreport werden die festgelegten Qualitätsziele und der Stand der Behandlungsqualität über alle Krankenhäuser hinweg dargestellt. Der jährliche Report ist Teil des vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) geregelten Verfahrens der sogenannten externen stationären Qualitätssicherung und dient insbesondere dem internen Vergleich von Krankenhäusern untereinander und damit der Förderung und Verbesserung der Qualität im Krankenhaus.
„Die stetige Weiterentwicklung der medizinischen Qualität ist noch längst nicht abgeschlossen. Mit dem vorgelegten Report ist zunächst aber der Wechsel bei der Erstellung des Berichts von der Bundesgeschäftsstelle Qualitätssicherung (BQS) zum AQUA-Institut gelungen“, sagte Dr. Josef Siebig, Unparteiisches Mitglied im G-BA und Vorsitzender des Unterausschusses Qualitätssicherung.
Die Bemühungen um eine bessere Qualität dürfen auch aus Sicht von Prof. Joachim Szecsenyi, Geschäftsführer des AQUA-Instituts, nicht nachlassen. Insbesondere der Strukturierte Dialog – ein Verfahren, bei dem Auffälligkeiten in den Krankenhäusern nachgegangen wird – müsse weiter optimiert werden.
Ziel der externen stationären Qualitätssicherung ist es, die medizinische und pflegerische Leistung der Krankenhäuser in Deutschland qualitativ zu verbessern und vergleichbar zu machen. Dazu wird die Behandlung aller Patienten eines Krankenhauses in ausgewählten Bereichen anhand zuvor festgelegter Qualitätsindikatoren dokumentiert. Diese Daten werden an zentrale externe Stellen übermittelt und dort ausgewertet. Die Ergebnisse der Auswertung erhalten die Krankenhäuser zurück. So hat jedes Krankenhaus die Möglichkeit, den eigenen Leistungsstand in Relation zu anderen einzuschätzen und konkrete Ansätze für die Qualitätsverbesserung zu entwickeln.
Am 29. November richtet der G-BA in Potsdam eine weitere Qualitätssicherungskonferenz aus, auf der die Ergebnisse und Konsequenzen der Qualitätssicherung in der medizinischen Versorgung dargestellt und diskutiert werden.
Der Qualitätsreport 2009 ist im Internet abrufbar unter: www.sqg.de/themen/berichte.
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