P.E.G. aktuell - Kassen müssen immer mehr Krankengeld zahlen

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 27. Juli 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Ausgaben der Krankenkassen für Krankengeld sind 2009 zum dritten Mal hintereinander gestiegen und erhöhten sich um zehn Prozent auf 7,2 Milliarden Euro. 2008 hatte die Zuwachsrate bei 9,4 Prozent, 2007 bei 5,4 Prozent gelegen. Das meldete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ gestern unter Berufung auf eine von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler erbetene Analyse der Kassen zu den Ursachen für den Anstieg.Danach sei der Ausgabenzuwachs vor allem auf die zunehmende Alterung der Gesellschaft zurückzuführen. Die große Gruppe der 45- bis 64-Jährigen sei nicht nur öfter, sondern auch länger krank als jüngere Arbeitnehmer. Zudem läge das Krankengeld hier aufgrund des meist höheren Einkommens deutlich höher als bei den jüngeren Altersgruppen. Das gleichzeitige Absinken der Krankenstände stehe darum nicht in Widerspruch zum Anstieg der Ausgaben für Krankengeldzahlungen, zumal die Kassen feststellten, dass die Krankentage je Fall aufgrund veränderter Krankheitsbilder zunähmen. Gerade psychische Erkrankungen, die deutlich längere Behandlungszeiten bedeuteten, nähmen weiter stark zu und stellten bereits jetzt die Hauptursache für Erwerbsunfähigkeitsrenten dar.

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