P.E.G. aktuell - Designierter TK-Vorstand plädiert für mehr unternehmerisches Denken
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 28. Juli 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der designierte Vorstand der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Christian Baas, hat sich in einem Zeitungsinterview für eine weitere Reduzierung der aktuell 163 gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland ausgesprochen. Allerdings müssten genügend Kassen vorhanden sein, um die Wahlfreiheit der Versicherten sowie Wettbewerb und Qualität zu gewährleisten. Baas wurde Mitte des Monats vom Verwaltungsrat der TK in den Vorstand gewählt, wo der Mediziner für Bereiche der ambulanten und stationären Versorgung, die Landesvertretungen und das Controlling verantwortlich sein wird.
„Einige Dutzend wären sicher genug, wenngleich es auch nicht zu wenige sein dürfen“, sagte Baas, derzeit noch Geschäftsführer der Boston Consulting Group. „Sonst fehlt das Know-how, fehlt die gute Verhandlungsposition“. An erster Stelle hoffe er aber, dass sich in den Krankenkassen endlich mehr unternehmerisches Denken durchsetzt und die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft. Manche Kassen verstünden sich noch zu sehr als Verwaltungsapparat. „Die Bezeichnung Unternehmen wird leider immer noch mit ‚unsozial’ assoziiert“, sagte Baas der „Ärzte Zeitung“, obwohl die Gewinne einer Kasse den Versicherten zukämen. „Sozialer geht es eigentlich kaum.“
Sein neues Amt im Vorstand von Deutschlands zweitgrößter gesetzlicher Krankenkasse wird Baas zum 1. Januar 2011 antreten.
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Tags: Krankenkassen