P.E.G. aktuell - Arzneimittel-Atlas: Ausgaben für Medikamente steigen weiter

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 01. Juli 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind im Jahr 2009 um 1,52 Milliarden Euro, das entspricht 5,2 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr auf 30,7 Milliarden Euro angestiegen. Das geht aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Arzneimittel-Atlas 2010 hervor, den das Institut für Gesundheits- und Gesellschaftsforschung (IGES) im Auftrag des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (vfa) erstellt hat.Damit habe sich der Trend der Vorjahre bestätigt, wonach die jährliche Steigerungsrate jeweils zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden Euro gelegen habe. Sprunghafte Steigerungen waren und seien nicht in Sicht, sagte IGES-Direktor Prof. Bertram Häussler.

Die von Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) vereinbarten Ausgabenobergrenzen wurden nach dem Arzneimittelatlas in keiner einzigen Region eingehalten. Die Einsparungen seien regional sehr unterschiedlich, erklärte Häussler. 2009 sollten die Ärzte in Berlin, Niedersachsen und Schleswig- Holstein pro Versichertem und Jahr bis zu 122 Euro einsparen, die Ärzte in Nordrhein, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern dagegen nur 40 Euro, jene in Rheinland-Pfalz lediglich 39 Euro. Im gesamten Bundesgebiet sollten sich die Einsparungen auf insgesamt 4,1 Milliarden Euro summieren. Im Ergebnis wichen die Ist-Ausgaben jedoch in jeder KV von den Soll-Ausgaben ab.

Die regionalen Vorgaben für die Soll-Ausgaben seien unrealistisch, sagte Häussler. Sie stünden in keinem Zusammenhang mit dem tatsächlichen Bedarf an Arzneimitteln.

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