P.E.G. aktuell - BDPK fordert Fokus auf intelligenten Sparpotenzialen
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 23. Juni 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK) hat an die Gesundheitsexperten der Regierungskoalition appelliert, sich bei den weiteren Gesprächen über Kostensenkungen und alternative Finanzierungsmodelle auf vorhandene „intelligente Sparpotenziale“ zu konzentrieren. Durch die Vermeidung von unnötigen Pflegefällen und eine bessere Vernetzung der medizinischen Versorgungssektoren ließe sich das Milliardendefizit der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung erheblich reduzieren und die „Mega-Herausforderung Pflege“ bewältigen. Damit könnten langfristig bessere und wirksamere Effekte erzielt werden als mit Nullrunden oder Zwangsrabatten, zeigten sich Vertreter der 1.000 Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken in privater Trägerschaft auf ihrem Bundeskongress in Berlin überzeugt.„Sparen ist notwendig, aber selbst alle dazu von der Gesetzlichen Krankenversicherung gemachten Vorschläge geben keine adäquaten Antworten auf die bevorstehenden gesellschaftlichen Herausforderungen“, sagte BDPK-Präsidentin Katharina Nebel gestern auf dem Bundeskongress in Berlin. Dies gelte im Besonderen für den sich jetzt schon abzeichnenden „Pflege-Tsunami“. Darum sei es notwendig, zukunftsweisende Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Nebel verwies auf bereits seit einem Jahr vorliegende Konzepte ihres Verbandes, mit denen die qualifizierte medizinische Rehabilitation gestärkt und Pflegebedürftigkeit vermieden werden könnte.
BDPK-Vizepräsident Ulrich Wandschneider sagte, die wahren Einsparpotenziale im Gesundheitswesen lägen „nicht bei den Ärzten oder bei den Krankenhäusern sondern zwischen ihnen“. Deshalb müsse die medizinische Versorgung durch eine intensive Kooperation der Leistungsanbieter gestärkt werden. BDPK-Vizepräsident Eugen Münch warb für eine intelligente Weiterentwicklung der gesetzlichen Eigenbeteiligung von Patienten. Deren souveräne Verbraucherrolle werde gekräftigt, „wenn sie die Höhe der Behandlungskosten kennen und an ihnen auch prozentual beteiligt sind. Dabei ist klar, dass die starken Schultern mehr tragen sollten als die schwachen“, so Münch. Gleichzeitig steige damit auch der Wettbewerbsdruck auf die Leistungserbringer, Qualität und Service ihrer Angebote stetig zu verbessern.
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