P.E.G. aktuell - Erster Krankenkasse droht die Schließung
Montag, 14. Juni 2010Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 14. Juni 2010 gelesen, hier folgende Meldung:
Der City BKK droht die Insolvenz. Wie mehrere Zeitungen berichten, haben sich das Bundesversicherungsamt und das Bundesgesundheitsministerium darauf verständigt, die City BKK mit Sitz in Stuttgart zum 1. September 2010 zu schließen. Grund: Die Kasse habe 2009 und 2010 etwa 50 Millionen Euro Schulden angehäuft. Der Vorstandschef der City BKK, Herbert Schulz, wurde nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel” bereits gefragt, zu welchem Preis er zum Rücktritt bereit wäre.
Bereits im April hatte Schulz dem Bundesversicherungsamt (BVA) angezeigt, dass der City BKK die Pleite drohe. Am 15. Juli läuft die gesetzliche Dreimonatsfrist aus, bis dahin muss Schulz eine Lösung präsentieren, sonst wird die City BKK mit ihren 200 000 Versicherten nach “Spiegel”-Angaben als erste Kasse seit der Einführung des Gesundheitsfonds zerschlagen.
Der Vorstandsvorsitzende des BKK-Landesverbands Baden-Württemberg, Konrad Ehing, rechnet bei einer Schließung der City BKK mit Kosten von 150 Millionen Euro, die dann innerhalb des BKK-Systems umgelegt werden müssen. Ehing befürchtet deshalb, dass von der Schließung der City BKK ein Dominoeffekt für andere Krankenkassen ausgehen könne.
Am kommenden Donnerstag treffen sich dem “Spiegel”-Bericht zufolge Vertreter des BKK-Systems, um über einen letzten Rettungsversuch für die City BKK zu verhandeln. Dazu müssten die BKK laut Ehing mindestens 50 Millionen Euro freiwillig zur Verfügung stellen.
Als weitere, von einer Schließung bedrohte Krankenkasse, gilt die BKK Heilberufe.
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