Archiv für Mai 2010

P.E.G. aktuell - Rösler wirbt weiter für Gesundheitsprämie

Dienstag, 11. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 11. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hält weiter an der Einführung einer lohnunabhängigen Gesundheitsprämie mit steuerfinanziertem Sozialausgleich fest. In seiner Eröffnungsrede zum 113. Deutschen Ärztetag warb er erneut für das umstrittene Modell, obwohl es infolge des Wahlergebnisses in Nordrhein-Westfalen fraglicher denn je ist, ob sich dies mit den nötigen Mehrheiten durchsetzen lässt. Das System sei als einziges in der Lage, den Ausgleich zwischen arm und reich herzustellen, sagte Rösler vor den in Dresden versammelten Medizinern. Es sei ein „gerechteres System“ und werde dafür sorgen, dass „das Geld auch dort ankommt, wo es gebraucht wird“.

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P.E.G. aktuell - Wissenschaftsrat bescheinigt Gießen und Marburg verbesserte Wettbewerbsfähigkeit

Montag, 10. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 10. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg hat von der Privatisierung vor gut vier Jahren profitiert. Zu diesem Ergebnis kommt der Wissenschaftsrat in einer aktuellen Überprüfung der Leistungsfähigkeit beider Standorte. Durch die vom privaten Betreiber Rhön getätigten infrastrukturellen Investitionen seien die baulichen Rahmenbedingungen für die Krankenversorgung und die patientenorientierte klinische Forschung auf ein wettbewerbsfähiges Niveau angehoben worden. Die Errichtung des Partikeltherapiezentrums am Standort Marburg und die Einrichtung einer entsprechenden Stiftungsprofessur hätten zudem einen Impuls zur wissenschaftlichen Weiterentwicklung gesetzt.
„Der Wissenschaftsrat hat bestätigt, dass die Entscheidung zur Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg 2006 allen Unkenrufen zum trotz der richtige Weg war, um den damaligen Investitionsstau an beiden Standorten aufzulösen und der Hochschulmedizin in Gießen und Marburg neue Perspektiven und neue Zukunftschancen zu eröffnen”, sagte Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann heute in Wiesbaden. Der Vorsitzende der Geschäftsführung des UKGM, Joseph Rohrer, hob auch die Feststellung des Gremiums hervor, dass die Arbeitsverdichtung im Klinikum der in anderen Universitätsklinika entspreche und nicht etwa auf die Privatisierung, sondern vor allem auf die Einführung der diagnosebezogenen Fallpauschalen zurückzuführen sei. „Wir haben seit der Privatisierung sogar ärztliches und Pflegepersonal ausgebaut”, so Rohrer.

Der Vorstandsvorsitzende der Rhön-Klinikum AG, Wolfgang Pföhler, sprach von einem „hervorragenden Zeugnis” durch ein unabhängiges Gremium. „Wir freuen uns über das Lob für die erfolgreich vollzogene Privatisierung. Das zeigt, dass uns in Gießen und Marburg das Zusammenspiel von Wissenschaft, guter Medizin und Ökonomie gelingt und innovative Gesundheitsdienstleistungen für unsere Patienten entstehen.”

Insgesamt bewertet der Wissenschaftsrat die Fusion und Privatisierung des Universitätsklinikums „weiterhin als sinnvolle Grundsatzentscheidung”. Vor allem der Standort Gießen hätte ohne die privaten Investitionen seine Konkurrenzfähigkeit vollständig verloren. Zusätzliche Investitionen des Landes Hessen hätten zudem die Bedingungen für Forschung und Lehre an beiden Standorten verbessert. Allerdings bescheinigte der Wissenschaftsrat den Fachbereichen mangelnde Entschlossenheit, die sich ihnen durch die Fusion der beiden Klinika bietende Chance zu ergreifen. Eine gemeinsamen Strategie für Forschung und Lehre, die Kapazitäten bündele, sei aber notwendig, um international sichtbare Schwerpunkte in Forschung und Krankenversorgung zu etablieren.

Zu einer abschließenden Stellungnahme zu den Auswirkungen der Privatisierung sieht sich der Wissenschaftsrat in Anbetracht der erst vor wenigen Jahren erfolgten Struktur- und Rechtsformänderungen noch nicht in der Lage. Frühestens in fünf Jahren will er eine erneute Begutachtung vornehmen.

Die ausführliche Stellungnahme zur Entwicklung der universitätsmedizinischen Standorte Gießen und Marburg nach Fusion und Privatisierung der Universitätsklinika können Sie hier lesen.

 

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P.E.G. aktuell - Erfolg von Kliniken hängt nicht von Trägerschaft ab

Donnerstag, 06. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 5. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft eines Krankenhauses hängt in keiner Weise mit der Trägerstruktur zusammen. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse eines Forschungsgutachtens des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI) im Auftrag des Interessenverbandes kommunaler Krankenhäuser (IVKK). Die Kosten je Fall wie auch die Bruttogesamtkosten für kommunale Kliniken weichen nicht signifikant von denen anderer Träger ab.
Laut der Studie behandeln kommunale Krankenhäuser deutschlandweit die meisten Fälle und versorgen etwa in der Intensivmedizin mehr als doppelt so viele Patienten wie Kliniken in privater Trägerschaft. 85 Prozent aller Intensivbetten stünden in nicht primär gewinnorientierten Häusern, fast die Hälfte davon in kommunalen Kliniken. Zudem befinde sich jede zweite Großklinik in Deutschland, die abgesehen von den Universitätsklinika über die meiste Erfahrung und die positivsten Kennziffern verfügten und in denen schwere und teure Fälle stationär versorgt würden, in kommunaler Trägerschaft.

Neben den frei-gemeinnützigen Häusern sind kommunale Kliniken laut des Gutachtens zudem die Stütze der kostenintensiven Ausbildung von pflegerischen und medizinisch-technischen Nachwuchskräften. Durch tarifliche und strukturelle Nachteile seien sie jedoch hinsichtlich der Bezahlung und des Einsatzes von Mitarbeitern sowie der allgemeinen Unternehmensführung deutlich eingeschränkt. Der Interessenverband kommunaler Krankenhausträger hält angesichts dieser Verhältnisse im Krankenhaussektor eine differenziertere Betrachtung von ökonomischen Erfolgen für dringend geboten. Privatisierungen, das habe die Studie gezeigt, seien nicht nur die wenig wünschenswerte, sondern oft auch die wenig ratsame ökonomische Lösung.

 

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P.E.G aktuell - 03.05.10: AOK stellt Klinik-Vergleich ins Netz

Mittwoch, 05. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 5. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Für Patienten, die an Hüft- oder Kniegelenken oder wegen eines Oberschenkelbruchs operiert werden müssen, bietet die AOK jetzt eine Orientierungshilfe an. Sie erhalten im AOK-Krankenhausnavigator aussagekräftige Informationen über die Behandlungsergebnisse der Krankenhäuser (http://weisse-liste.aok-gesundheitsnavi.de/). Den Anfang machen vier Pilotregionen: Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe. Nach und nach werden weitere Regionen folgen.

„Für uns steht der mündige Patient im Vordergrund. Die Daten im Krankenhausnavigator tragen dazu bei, dass sich unsere Versicherten und alle anderen Interessierten umfassend, schnell und einfach über die medizinische Qualität von Krankenhäusern informieren können”, sagte der Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Herbert Reichelt, in Berlin.

Grundlage der im Internet abrufbaren Informationen sind Daten, die nach dem QSR-Verfahren (Qualitätssicherung der stationären Versorgung mit Routinedaten) ermittelt wurden. Sie ermöglichen besonders zuverlässige Aussagen zur Ergebnisqualität. Das Besondere an QSR ist die konsequente Berücksichtigung aller Krankenhausbehandlungen eines Patienten bis zu einem Jahr nach dem ersten Eingriff. Zur Berechnung der Qualitätsindikatoren werden Abrechnungs- beziehungsweise Routinedaten verwendet. Solche Routinedaten von Patienten übermitteln Krankenhäuser automatisch an Krankenkassen, um eine Behandlung in Rechnung zu stellen. Einen Teil dieser Daten werten Statistiker für bestimmte Krankheitsbilder in anonymisierter Form aus und analysieren Art und Anzahl der aufgetretenen Komplikationen während und nach dem Krankenhausaufenthalt von Patienten. Zudem sorgt ein aufwändiges statistisches Verfahren für einen fairen Krankenhausvergleich. Die QSR-Analysen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Noch im Laufe des Jahres sind Veröffentlichungen zu einem weiteren Krankheitsbild geplant.

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P.E.G aktuell - Kassen: Bis zu 40 Prozent der Klinik-Abrechnungen sind falsch

Mittwoch, 05. Mai 2010

Wie im Newsletter von Krankenkassen-direkt.de vom 5. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Für die Kassen ist die Prüfung von Krankenhausrechnungen risikoreich. Finden sie keinen Fehler, müssen sie die Kliniken entschädigen. Sanktionen für flasche Abrechnungen fehlen dagegen.

Durch fehlerhafte Abrechnungen der Krankenhäuser entsteht den gesetzlichen Krankenkassen nach Einschätzung ihres Spitzenverbandes ein Schaden von 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Rund 40 Prozent der von den Kassen über ihren Medizinischen Dienst (MDK) geprüften Klinik-Abrechnungen erweise sich als zu hoch. Durchschnittlich würden rund 1.100 Euro zu viel abgerechnet, in Extremfällen jedoch auch über 100.000 Euro. Dies berichtet die Zeitung “Rheinpfalz” unter Bezug auf den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Berlin.

 
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