Archiv für Mai 2010

P.E.G. aktuell - Vier-Augen-Treffen zwischen Rösler und Seehofer in München

Montag, 31. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 31. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) reist heute nach München, um CSU-Chef Horst Seehofer sein Konzept für eine Zusatzprämie zum Krankenkassenbeitrag vorzustellen. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Der bayerische Ministerpräsident ist ein erklärter Gegner von Röslers Plänen einer einkommensunabhängigen Gesundheitspauschale und hat in den vergangenen Monaten immer wieder öffentlich erklärt, eine „Kopfpauschale“ werde es mit seiner Partei nicht geben. Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ von heute schloss Seehofer Steuererhöhungen sowie mögliche Beitragserhöhungen in der Kranken- oder Arbeitslosenversicherung aus. Das heutige Treffen findet unter vier Augen in der bayerischen Staatskanzlei statt.Medienberichten zufolge erwägt Rösler, zusätzlich zu den Krankenkassenbeiträgen monatliche Prämien in Höhe von 15 bis 30 Euro zu erheben. Statt eines steuerfinanzierten Sozialausgleichs zur Unterstützung einkommensschwacher Versicherter plane Rösler eine weitere Belastung der Beitragszahler. Die SPD kritisierte dieses Umschwenken scharf. „Rösler hat erkannt, dass die gigantischen Beträge für den Sozialausgleich der Kopfpauschale aus Steuergeldern nicht aufzubringen sind“, sagte Parteichef Sigmar Gabriel der „Passauer Neuen Presse“. „Wenn aber die Gesamtzahl der Steuerzahler diesen Ausgleich nicht aufbringen kann, wie soll es dann die deutlich geringere Zahl der Beitragszahler?“ Der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, nannte Röslers Pläne „armselig“.

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P.E.G. aktuell - Abschlussveröffentlichung zu Expertenstandard Ernährungsmanagement

Montag, 31. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 31. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die abschließende Veröffentlichung zum Expertenstandard „Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege“ liegt jetzt vor. Das hat das Deutsche Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) mitgeteilt. Sie enthält neben dem Standard, den Kommentierungen zu den Kriterien, der Literaturstudie und dem standardspezifischen Audit-Instrument auch einen ausführlichen Bericht zu den Ergebnissen der modellhaften Implementierung.Der in den Jahren 2007 und 2008 unter Leitung der Pflegewissenschaftlerin Professor Sabine Bartholomeyczik von der Universität Witten/Herdecke entwickelte Expertenstandard wurde in der ersten Jahreshälfte 2009 modellhaft implementiert. Beteiligt waren bundesweit elf Einrichtungen der stationären Altenhilfe, neun Krankenhäuser und vier ambulante Pflegedienste. Die Ergebnisse belegen laut DNQP, dass der Expertenstandard in allen drei Einrichtungsformen empfohlen werden kann. Aus den Auditmessungen gehe hevor, dass Bewohner und Patienten mit einem Bedarf an Ernährungsmanagement in allen Einrichtungsarten erfolgreich identifiziert werden und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden konnten. So wurden etwa in stationären Altenhilfeeinrichtungen Essenszeiten flexibilisiert oder individuelle Ernährungsgewohnheiten verstärkt berücksichtigt und in ambulanten Pflegediensten der Schwerpunkt auf die Beratung von Patienten und Angehörigen gelegt, um auch in der Abwesenheit von Pflegefachkräften ein dauerhaftes Ernährungsmanagement sicherzustellen.

Die abschließende Veröffentlichung kostet 24 Euro und kann unter der nachfolgenden Adresse versandkostenfrei angefordert werden: Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege an der Fachhochschule Osnabrück, Geschäftsstelle, Postfach 1940, 49009 Osnabrück, Fax: (0541) 969-2971, eMail: dnqp@fh-osnabrueck.de. Auszüge aus dem Expertenstandard stehen auf der Internetseite des DNQP kostenlos zum Download zur Verfügung.

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P.E.G. aktuell - Rösler sieht Zeit gekommen “für das große Thema Pflege“

Donnerstag, 27. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 27. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler (FDP) hat sich für eine stärkere Thematisierung der Pflege in der Gesellschaft ausgesprochen. Zugleich will er sich selbst des Themas annehmen, kündigte er anlässlich der Eröffnung der Fotoausstellung „Ein neuer Blick auf die Pflege“ im brandenburgischen Kloster Lehnin an.Gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sei es dringend notwendig, den Blick für die Pflege zu schärfen. Immer mehr ältere Menschen würden pflegebedürftig. Darum sei es wichtig, dass das Thema Pflege neu diskutiert werde. „Pflege muss eine größere Beachtung und eine größere Wertschätzung in unserer Gesellschaft erfahren“, sagte Rösler gestern in einem Pressegespräch zur Ausstellungseröffnung. Auch politisch sei es an der Zeit, das Thema anzugehen, hielt Rösler fest. „Wir haben hier große Aufgaben vor uns“, sagte der Bundesgesundheitsminister, etwa die Pflegebegutachtung, eine einheitliche Pflegeausbildung und die solide Finanzierung der Pflegeversicherung. Zudem sei es dringend notwendig, die Attraktivität des Berufsbildes zu steigern, um Nachwuchs zu gewinnen. „Hier ist es mit einer einzelnen Image-Kampagne nicht getan, sondern es bedarf verschiedener Bausteine der Imagesteigerung“, so Rösler. Dazu gehöre es beispielsweise, stärker in die Schulen hineinzugehen und für den Beruf zu werben, aber auch bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu schaffen. „Die Arbeitgeber müssen heute aufgrund des Fachkräftemangels viel stärker über attraktive Konditionen nachdenken, um Pflegekräfte zu gewinnen und zu halten“, sagte Rösler. Der Mangel an Pflegenden und die zunehmende Arbeitsverdichtung machten dies derzeit allerdings doppelt schwer. Das Sonderprogramm für die 17.000 zusätzliche Pflegestellen laufe, sei jedoch noch nicht optimal umgesetzt. Mehr als die Hälfte der Krankenhäuser, das seien gut 1.000, hätten bislang eine Vereinbarung getroffen beziehungsweise einen Zuschlag beantragt.

Im Zentrum der Fotoausstellung “Ein neuer Blick auf die Pflege”, die seit fast zwei Jahren durch Deutschland tourt, stehen die Pflegebedürftigen und ihr Alltag. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte die Fotografin Julia Baier gebeten, den Alltag von Pflegebedürftigen und Pflegekräften festzuhalten. Dabei sind sehr eindringliche Bilder entstanden. Erstmals gezeigt wurde die Fotoausstellung im Sommer 2008 im BMG in Berlin. Seitdem touren die Aufnahmen als Wanderausstellung durch Deutschland.

Weitere Informationen zur Ausstellung können auf den Internetseiten des BMG oder unter der Telefonnummer (0 30) 28 87 59 89 abgefragt werden.

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P.E.G. aktuell - MediClin sieht sich gut aufgestellt

Donnerstag, 27. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 27. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der private Klinikbetreiber MediClin sieht sich nach den Worten seines Vorsitzenden Ulrich Wandschneider gut aufgestellt. Das zeige die Geschäftsentwicklung der letzten Jahre. Die Schwerpunkte des medizinischen Leistungsangebots liegen in der Neurologie und en Psychowissenschaften, der Orthopädie und in medizinischen Fachkliniken wie zum Beispiel den Herzzentren, den Kliniken für spezielle Strahlentherapie, Essstörungen, Diabetes, HNO – alles medizinische Fachbereiche mit Wachstumspotenzial“, sagte Wandschneider gestern auf der Hauptversammlung des Unternehmens in Offenburg.2009 hat MediClin nach eigenen Angaben gut 120.000 Fälle in den 33 Klinikbetrieben, sieben Pflegeeinrichtungen und neun Medizinischen Versorgungszentren behandelt und knapp 2,5 Millionen Pflegetage geleistet. Die Hauptversammlung stimmte gestern dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu, erneut eine Dividende in Höhe von fünf Cent pro Aktie und damit insgesamt 2,4 Millionen Euro auszuschütten. Grund sei die gute Entwicklung im letzten Geschäftsjahr und der bisher recht stabile Verlauf in 2010.

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P.E.G. aktuell - Experten diskutieren Innovationen in Hüft- und Kniegelenkersatz

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 26. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Zum 53. Mal findet in dieser Woche das von der B. Braun Melsungen AG veranstaltete Kasseler Symposium statt. 170 Experten aus Deutschland und Österreich tauschen sich am 28. und 29. Mai zu neuesten Erkenntnissen und Innovationen rund um Hüft- und Kniegelenkersatz aus. Neben Fragen zur Versorgungssituation der alternden Bevölkerung geht es dabei um Einbau und Revision, Implantate und Implantationstechniken, Gefahren, Risiken und die effiziente Wiederherstellung von Beweglichkeit und Funktion.Am Vormittag des ersten Kongresstages können die Teilnehmer zudem per Bildschirm zwei Operationen live mitverfolgen. In der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel werden minimal-invasiv eine Kurzschaft-Hüftgelenkprothese und navigiert eine Kniegelenkprothese eingesetzt und vom Ärztlichen Direktor Professor Werner Siebert für das Fachpublikum kommentiert. Siebert hat gemeinsam mit Professor Paul Grützner von der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Ludwigshafen die wissenschaftliche Leitung des Fachsymposiums inne.

Weitere Informationen zum 53. Kasseler Symposium sowie Anmeldung und Programm finden Sie hier.

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P.E.G. aktuell - Neuer Patienteninformationsfilm zur Heimdialyse

Mittwoch, 26. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 26. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Bundesverband Medizintechnologie hat einen neuen Patientenfilm zur Heimdialyse in sein Onlineangebot aufgenommen. „Bauchfell-Dialyse: Unabhängig leben trotz Nierenversagen“ sowie professionelles Fernsehmaterial und ein Radiobeitrag zum Thema können auf den Internetseiten des BVMed-Filmservice abgerufen werden.Laut dem Verband benötigen etwa 80.000 Menschen in Deutschland eine regelmäßige Dialyse. Trotz schwerer Grunderkrankung könnten moderne Verfahren eine gute Lebensqualität bieten. So würden die meisten Patienten in Dialysezentren behandelt, wo sie dreimal die Woche für vier bis fünf Stunden eine sogenannte Hämodialyse erhielten. Für aktive Patienten gibt es mit der Peritonealdialyse über das Bauchfell jedoch eine Alternative, die eigenständig durchgeführt werden kann, so der BVMed. Der neue Film zur Heimdialyse beschreibt das mobile Verfahren anhand einer Pateintengeschichte.

Den Film sowie das Zusatzmaterial stehen auf den Webseiten des BVMed-Filmservice zur Verfügung.

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P.E.G. aktuell - Uni-Klinika prangern verteuerte Originale an

Mittwoch, 19. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 18. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Deutschlands Universitätsklinika haben auf massive Preissteigerungen für im Krankenhaus verordnete patentgeschützte Medikamente hingewiesen. Die Pharmaindustrie reagiere mit den Verteuerungen auf die Ankündigung des Bundesgesundheitsministers, für Verordnungen durch niedergelassene Ärzte bei patentgeschützten Originalen die freie Preisfestsetzung durch die Hersteller zu beenden und rückwirkend einen Preisstopp festzuschreiben.
„Wir brauchen für innovative patentgeschützte Arzneimittel auch im Krankenhaus eine Deckelung der Preise wie bei den Vertragsärzten”, forderte der Generalsekretär des Verbandes der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), Rüdiger Strehl. Die Pharmaunternehmen dürften sich nicht auf Kosten der Uni-Klinika schadlos halten, sonst drohten „massive negative Folgen für die Versorgung schwerstkranker Patienten”. Laut VUD leiden die Universitätsklinika besonders stark unter Preissteigerungen bei patentgeschützten Originalen. Als Eingangstür für innovative Arzneimittel im deutschen Gesundheitssystem und Pilotanwender neuer, patentgeschützter Medikamente weisen die Uni-Klinika einen Anteil der Arzneimittelkosten an den stationären Gesamtausgaben von neun Prozent aus. Bei allen anderen Krankenhäusern liege dieser bei 5,1 Prozent.Die erneute Preiserhöhung entspreche vergangenen Erfahrungen, wonach Kostendämpfung bei patentgeschützten Originalen im vertragsärztlichen Sektor zu Preissteigerungen beim Einkauf eben dieser Medikamente durch die Krankenhäuser führe. Die Pharmaindustrie versuche so, Umsatz- und Gewinneinbußen zu kompensieren. Die Krankenhäuser könnten Preisschübe gegenüber den Kassen nur mit Zeitverzug und bestenfalls anteilig geltend machen und bekämen so einen erheblichen Teil der Kostensteigerungen nicht refinanziert. Um die wirtschaftliche Schieflage zu vermeiden, müsse entweder die Gabe der teuren Arzneimittel abgesetzt oder an anderer Stelle, etwa beim Personal, ausgeglichen werden. dies beeinträchtige die Versorgung Schwerstkranker in besonderer Weise.

Eine ausführliche Stellungnahme des VUD zum Gesetzesentwurf der Regierung hat der Verband auf seinen Internetseiten öffentlich gemacht.

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P.E.G. aktuell - Ärzte fordern familienfreundlichere Kliniken und begeisterten Nachwuchs

Mittwoch, 19. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 17. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Der 113. Deutsche Ärztetag hat die große Mehrheit der Krankenhäuser aufgefordert, zeitnah familienfreundliche Arbeitsplätze zu schaffen. Obwohl sich die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf längst als wesentlicher Grund für den bestehenden Ärztemangel erwiesen habe, reagierten die Kliniken nur zögerlich und vereinzelt. Flexible Arbeitszeiten, eine gesicherte Kinderbetreuung, eine unbürokratische und zeitnahe Umsetzung flexibler Elternzeitregelungen sowie steuerbegünstigte finanzielle Beihilfen zur Geburt könnten nach Ansicht des Ärzteparlaments die Vereinbarkeit des ärztlichen Berufsbilds mit der Familie fördern.
Zudem sei es dringend geboten, den ärztlichen Nachwuchs schon früh für die Allgemeinmedizin zu begeistern. In den kommenden Jahren würden viele Hausärzte altersbedingt nicht mehr praktizieren können und der Ärztemangel vor allem in ländlichen Gebieten sich erheblich verschärfen. Angesichts dieser Entwicklung stünden die medizinischen Fakultäten in der Pflicht, durch die Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin an allen medizinischen Hochschulen die Entscheidung von Studierenden positiv zu beeinflussen, sich im Fachgebiet Allgemeinmedizin weiterzubilden.

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P.E.G aktuell - Finanz- und Personalsituation in Baden-Württembergs Kliniken angespannt

Dienstag, 18. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 14. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Baden-Württembergs Krankenhäuser, Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen leiden zunehmend unter der angespannten Finanzlage und der Beschäftigungsentwicklung. Das zeigt eine in dieser Woche vorgestellte Umfrage der Landeskrankenhausgesellschaft (BWKG) unter den Geschäftsführungen ihrer Mitglieder. Im vergangenen Jahr konnten knapp zwei Drittel der Kliniken und nahezu drei Viertel der Reha-Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen keine Gewinne verzeichnen. Zudem gestaltet sich bei steigendem Bedarf die Suche nach qualifiziertem Personal immer schwieriger.
BWKG-Vorsitzender Thomas Reumann sieht dringenden Handlungsbedarf in der Finanzierung und der Beschäftigungsentwicklung. „Um auch künftig die bestmögliche Versorgung der Patienten sicherzustellen, brauchen die Einrichtungen eine ausreichende Finanzierung und gut ausgebildete Mitarbeiter“, sagte Reumann am Mittwoch in Stuttgart, wo der BWKG-Indikator des ersten Halbjahres 2010 vorgestellt wurde. 58,9 Prozent der Krankenhäuser im Land konnten danach 2009 keinen Gewinn erwirtschaften, 2008 waren es noch 54,3 Prozent gewesen. „Damit die Einnahmen und die Kosten der Krankenhäuser nicht immer weiter auseinander klaffen, ist es das Allermindeste, dass die durchschnittlichen Personal- und Sachkostensteigerungen von den Kassen voll finanziert werden“, forderte Reumann.
Auch die Rehabilitationseinrichtungen im Südwesten Deutschlands leiden unter angespannten Finanzlagen. 74,6 Prozent konnten 2009 wie schon im Vorjahr keine Gewinne erzielen. In der geriatrischen Rehabilitation gab gar keine einzige der befragten Einrichtungen an, schwarze Zahlen geschrieben zu haben. Nur wenig besser sieht es laut BWKG-Indikator für die Pflegeeinrichtungen aus: 71,8 Prozent verbuchten 2009 keine Gewinne, 2008 hatten dies 64 Prozent angegeben. Grund ist laut Reumann die Einstufung in die Pflegestufen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), die in Baden-Württemberg deutlich niedriger ausfalle als in anderen Bundesländern. Er forderte eindeutige Kriterien, um eine Umverteilung zu Lasten des Südwestens zu verhindern. Zudem müssten die beträchtlichen Qualitätsanforderungen, die sich im hohen Anteil an Fachkräften widerspiegelten, auch finanziert werden und die Einrichtungen von unnötigen Bürokratiekosten entlastet werden. „Die Ärzte und Pflegekräfte haben vor lauter Dokumentationsverpflichtungen immer weniger Zeit, sich um ihre eigentlichen Aufgaben – die Versorgung der Patienten und Bewohner – zu kümmern“, so Reumann.
Kritisch für die Zukunft der Einrichtungen ist aus Sicht der BWKG auch die Verbesserung der Beschäftigungsentwicklung. Zwar sei die Beschäftigung unbeeindruckt von der Finanz- und Wirtschaftskrise auf einem sehr hohen Niveau gehalten worden, es zeichne sich jedoch ab, dass es immer schwieriger werde, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. 85 Prozent der Krankenhäuser und Reha-Kliniken rechneten mit wachsenden Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Arztstellen, vier von fünf Pflegeeinrichtungen sowie jedes zweite Krankenhaus und jede zweite Reha-Klinik mit wachsenden Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Pflegestellen.

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P.E.G aktuell - Pflege-Kampagne beim 2. Ökumenischen Kirchentag in München

Dienstag, 18. Mai 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 14. Mai 2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Unter dem Slogan „Pflege tut gut“ starteten die Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen der Barmherzige Brüder Trier e. V. auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag vom 12. bis 16. Mai in München eine auf mehrere Jahre angelegte Pflege-Kampagne.„Mit unserer Kampagne möchten wir die Aufmerksamkeit für die Bedeutung von Pflege in unserer Gesellschaft erhöhen und einladen, die vielen positiven Seiten von Pflege, sei es als Patient, Bewohner einer Senioreneinrichtung oder als Beruf, zu entdecken“ beschreibt Bruder Alfons-Maria, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe, die Ziele. Schwerpunkte der Kampagne bilden
die Themen „Qualität” und “Professionalität“.

„Pflege tut gut“-Aktionen werden im Laufe des Jahres an allen Standorten der Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen der BBT-Gruppe in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Ausführliche Informationen, Veranstaltungshinweise und Filme sind ab 1. Juni außerdem auf der Kampagnen-Homepage http://www.bb-trier.de/bb_trier/Pflege_tut_gut/ptg_startseite.php zu finden.
Die BBT-Gruppe ist mit 27 Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens, über 8000 Mitarbeitenden und etwa 800 Auszubildenden einer der großen Träger von Krankenhäusern und Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe in Deutschland.

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