Archiv für 12. April 2010

P.E.G. aktuell - Partikeltherapiezentrum Marburg erreicht weiteren Meilenstein

Montag, 12. April 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 08.04.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Das zum Universitätsklinikum Gießen und Marburg gehörende Partikeltherapiezentrum am Standort Marburg hat gestern einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Inbetriebnahme erreicht. Wie das Klinikum mitteilte, wurde der erste Partikelstrahl mit der notwendigen Energie für die Patientenbehandlung in einen der Behandlungsräume gebracht.
„Wir freuen uns, dass die Funktionstüchtigkeit unserer Partikeltherapieanlage für die Tumortherapie erfolgreich nachgewiesen ist”, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und zuständige Vorstand des Universitätsklinikums gestern in Marburg. Hinter dem mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren Ereignis stünden jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Für die technische Infrastruktur des Zentrums arbeitet das zum privaten Klinikkonzern Rhön gehörende Universitätsklinikum eng mit dem GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und dem Elektronikriesen Siemens zusammen.

Die Übergabe der kompletten Bestrahlungstechnik durch Siemens soll im Sommer 2011 erfolgen, kurz darauf die Inbetriebnahme folgen. Gießen und Marburg wäre dann nach Heidelberg das zweite Universitätsklinikum hierzulande, dass eine Partikeltherapie zur Krebsbehandlung anbietet. Das in Deutschland von der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt weiterentwickelte Verfahren nutzt biologisch hochwirksame Kohlenstoffionen und eine dreidimensionale Abrasterung des Tumorvolumens. Dadurch ist eine punktgenaue Begrenzung der Strahlungswirkung möglich, wodurch umliegendes Gewebe geschont wird und auch die Behandlung von bislang nicht therapierbaren Tumoren möglich wird.

   
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P.E.G. aktuell - DGKH schlägt Hygiene-Alarm in deutschen Kliniken

Montag, 12. April 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 08.04.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hat angesichts unverändert hoher Zahlen vermeidbarer Infektionen und Todesfälle in deutschen Kliniken Alarm geschlagen. Sie forderte heute erneut verbesserte Hygienestrukturen in Krankenhäusern und entsprechende verpflichtende Regelungen auf Bundesebene durch den Gesetzgeber.
Unverändert komme es jährlich zu rund 500.00 vermeidbaren Infektionen und zu bis zu 20.000 vermeidbaren Todesfällen in deutschen Krankenhäusern. Ursache sind nosokomiale, also im Krankenhaus erworbene Infektionen, deren Verlauf von folgenlos bis hin zu Amputationen oder Tod durch Pneumonie oder Sepsis reichen kann. Neben dem erheblichen Leid für Betroffene und Angehörige verursachten die Infektionen hohe Kosten aufgrund des erhöhten Betreuungs-, Material- und Medikamentenaufwands. Zudem blockierten die Patienten Bettenkapazitäten und gefährdeten kostendeckendes Arbeiten und das Erwirtschaften von Gewinnen.

Die DGKH fordert darum deutliche Verbesserungen der Hygienestrukturen in den deutschen Kliniken. So müsse jedes Haus ab 400 Betten einen Facharzt für Hygiene als hauptamtlichen Krankenhaushygieniker, jedes Akutkrankenhaus pro 180 Betten oder 5.000 stationäre Aufnahmen eine hauptamtliche Hygienefachkraft beschäftigen. Zudem müssten Krankenhäuser verpflichtet werden, jährlich wichtige Daten wie MRSA-, Sepsis- und ausgesuchte Wundinfektionsraten offen zu legen.

 

    
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