Archiv für Januar 2010

P.E.G. aktuell - Minister, Dekan und DKG-Präsident würdigen Akademie-Gründung der PEG

Montag, 25. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 25.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Einkaufsgenossenschaft für Krankenhäuser PEG hat in München eine neue Weiterbildungsstätte für Ärzte, Pflegefachkräfte und Klinikmanager eröffnet. Hochqualifizierte Trainer und ein innovativer Lehrplan sollen Wissen auf neutralem Terrain vermitteln.
„Mit der heutigen Eröffnung von ‚PEG - Die Akademie’ wird die Genossenschaft für ihre Mitglieder noch wertvoller”, sagte der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil während der Festveranstaltung zur Eröffnung am Stammsitz der PEG in München. Für die älteste Klinik-Genossenschaft Deutschlands, die bald ihren 40. Geburtstag feiert, bleibt die Krankenhaus-Logistik Dreh- und Angelpunkt, wenngleich die Zielgruppe der Akademie mit dem innovativen Lehrplan vergrößert wurde: Auf der Agenda stehen auch Seminare für Ärzte und Pflegepersonal und PEG-Vorstandsvorsitzender Anton J. Schmidt hat seiner neuen Einrichtung Wissensvermittlung auf neutralem Terrain auf die Fahnen geschrieben. Für alle Seminare, die sämtlich unter dem Dach der PEG stattfinden, stehen hoch qualifizierte Trainer zur Verfügung.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht in der PEG einen „verlässlichen Partner in Sachen Fortbildung”, so DKG-Präsident Rudolf Kösters anlässlich der Eröffnung. Die PEG fülle von nun an eine Lücke, denn den Kliniken mangele es an qualifizierten Weiterbildungseinrichtungen. Der Dekan der Marburger Universitätsmedizin, Professor Matthias Rothmund, begrüßte, dass künftig auch Ärzte in den Genossenschaftsräumen ein- und ausgehen werden. Seine Berufsgruppe sei dankbar für neutrale Weiterbildung. Diese „ist bisher weder strukturiert, noch wird sie in irgendeiner Form überprüft”, kritisierte Rothmund. PEG-Chef Schmidt versprach, die Hürde der neuen Akademie hoch zu hängen: „Denn wer im künftig härter werdenden Wettbewerb als Leistungserbringer bestehen will, der muss Qualität bringen.”

    
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P.E.G. aktuell - Kienbaumstudie: Chefärzte verdienen doppelt so viel wie Krankenhausmanager

Dienstag, 12. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 12.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Gehälter von Führungskräften in Krankenhäusern variieren stark: Während Chefärzte mit durchschnittlich 266 000 Euro im Jahr vergütet werden, verdienen ihre Geschäftsführer- und Vorstandskollegen 120 000 Euro weniger. Damit erhalten nichtärztliche Führungskräfte im Schnitt nur rund halb so viel wie in einer vergleichbaren Position in einem Wirtschaftsunternehmen.
Dies sind Ergebnisse der Vergütungsstudie „Führungs- und Fachkräfte in Krankenhäusern” der Managementberatung Kienbaum, zu der die Daten von 2 055 Positionen aus 184 Krankenhäusern erhoben wurden. „Die eklatanten Gehaltsunterschiede machen einen Wechsel vom Krankenhaus in reine Wirtschaftsunternehmen vor allem für Nachwuchsführungskräfte attraktiv. Die Optimierung ihrer Vergütungssysteme ist für Krankenhäuser unumgänglich, um die Mitarbeiter langfristig binden zu können”, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Fachärzte bekommen 6,9 Prozent mehr Gehalt
Von Juli 2008 bis Juli 2009 stiegen die Gehälter der ärztlichen Führungskräfte in Krankenhäusern im Durchschnitt um 5,3 Prozent. Mit durchschnittlich 6,9 Prozent machten Fachärzte den größten Gehaltssprung. Nichtärztliche Angestellte konnten ihr Einkommen im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 2,7 Prozent steigern. Die größte Gehaltssteigerung erzielten in dieser Gruppe die Geschäftsführer und Vorstände mit 3,1 Prozent.

Für das Jahr 2010 fallen die prognostizierten Gehaltssteigerungen mit durchschnittlich zwei Prozent wesentlich geringer aus als noch 2009. „Diese Prognose zeigt, dass auch Krankenhäuser in Zeiten der Wirtschaftskrise die Kostenbremse ziehen müssen. Deutlich geringere Gehaltssteigerungen sind die Folge, womit auch im Gesundheitswesen die Auswirkungen der allgemeinen Krise spürbar werden”, sagt Christian Näser.

Dienstwagen sind nur bei Geschäftsführern etabliert
Dienstwagen für Krankenhaus-Angestellte der unteren Führungsebenen sind nach wie vor kaum verbreitet: Während 61 Prozent der Geschäftsführer einen Dienstwagen fahren, wird nur 17 Prozent der Direktoriumsmitglieder - und damit neun Prozent weniger als noch im Jahr zuvor - ein PKW zur Verfügung gestellt. Abteilungsleitern (sechs Prozent) sowie Chef- und Oberärzten (sechs beziehungsweise vier Prozent) wird diese Zusatzleistung ebenfalls selten gewährt. Auch in den Anschaffungskosten unterscheiden sich die erfassten Positionen: Ein Dienstwagen für einen Geschäftsführer kostet im Durchschnitt 50 000 Euro, während für den eines Abteilungsleiters durchschnittlich 30 000 Euro investiert werden.

Betriebliche Altersversorgung bleibt wichtiger Bestandteil der Vergütung
In allen befragten Krankenhäusern erhalten Oberärzte, Fachärzte und Ärzte in Weiterbildung eine betriebliche Altersversorgung. 88 Prozent der Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder beziehen ebenfalls diese Zusatzleistung. Durchschnittlich 85 Prozent der übrigen Positionen werden bei der Altersvorsorge vom Arbeitgeber unterstützt: 87 Prozent der Chefärzte, 84 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene und 83 Prozent der Mitglieder des Direktoriums erhalten eine betriebliche Altersversorgung. Weniger verbreitet sind diese Leistungen bei kleineren, privaten Kliniken und Mitarbeitern mit weniger als fünf Jahren Betriebszugehörigkeit. „Die betriebliche Altersversorgung ist für die Krankenhäuser eine Medaille mit zwei Seiten: Einerseits gewährleistet sie eine hohe Mitarbeiterbindung, andererseits ist sie jedoch die mit Abstand teuerste Zusatzleistung”, sagt Näser. 

    
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P.E.G. aktuell - DBfK trauert um Marita Bauer

Donnerstag, 07. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 07.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Am 1. Januar 2010 verstarb Marita Bauer in Saarmund im Alter von 53 Jahren. Marita Bauer war langjährige Geschäftsführerin des DBfK-Landesverbandes Berlin-Brandenburg e.V. und des DBfK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Der DBfK bekundet in einer Pressemitteilung vom 6. Januar seine Betroffenheit und sein Mitgefühl mit den Angehörigen. „Der DBfK hat mit Marita Bauer eine für die Belange der Pflege streitbare Persönlichkeit verloren”, heißt es dort. „Für ihren überragenden Einsatz und ihre prägende Kraft werden wir sie stets dankbar in Erinnerung behalten.” Marita Bauer initiierte unter anderem die Gütegemeinschaft Qualitätsgeprüfter Ambulanter Pflegedienste und konzipierte und etablierte die Freiwillige Registrierung. Am 6. Oktober 2008 wurde sie für ihren außerordentlichen Einsatz für die berufliche Pflege in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Schon früh wusste Marita Bauer, dass sie Krankenschwester werden wollte. Nach dem Berufsabschluss im Jahr 1978 war sie im Endoskopie-Bereich des Berliner DRK Krankenhauses Mark Brandenburg tätig. Ihr Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen führte sie in ein Studium der Betriebswirtschaft an der Freien Universität Berlin. Im April 1986, noch während ihres Studienabschlusses als Diplom-Kauffrau, wurde sie Assistentin der Geschäftsführung im damaligen DBfK-Landesverband Berlin e.V. Zu diesem Zeitpunkt leitete Margarete Winter ehrenamtlich in Doppelfunktion als Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende den DBfK-Landesverband Berlin e.V. Bereits im Oktober 1986 wurde Marita Bauer als erste hauptamtliche Geschäftsführerin bestellt.

Die Wahrnehmung und Ausgestaltung der Aufgaben im DBfK hatten im Leben von Marita Bauer Priorität. In einer Vielzahl von Projekten, Initiativen und Aktivitäten auf regionaler und nationaler Ebene prägte sie das Gesicht der beruflichen Pflege in Deutschland entscheidend mit. Exemplarisch dafür stehen ihre Mitwirkung beim Aufbau der Sozialstationen, die fachlich und politische Mitgestaltung im Zusammenhang der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und die vorausschauende Gestaltungskraft bei der Neupositionierung des Verbandes. Sobald sich im geeinten Deutschland die Möglichkeit eröffnete, kontaktierte und informierte sie zahllose Krankenhäuser und Einrichtungen. So entstand 1991 der DBfK-Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. Nach dem Umzug der Geschäftsstelle in den verbandseigenen Neubau in Potsdam-Babelsberg im Jahr 1998 übernahm Frau Bauer zusätzlich die Geschäftsführung des DBfK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Die Landespflegeräte in Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern konstituierten sich aufgrund ihrer Initiative und sind heute eine wesentliche Stimme in der politischen Landschaft.

Vorrangiges Ziel des Engagements von Frau Bauer war stets die fundierte und qualifizierte Bereitstellung pflegerischer Leistungen für die Bevölkerung. Mit diesem Fokus initiierte sie unter anderem die Gütegemeinschaft Qualitätsgeprüfter Ambulanter Pflegedienste. Gemeinsam mit Elke Bachstein konzipierte und etablierte Marita Bauer die Freiwillige Registrierung beruflich Pflegender, die schnell nationale Beachtung fand und heute als verbandsübergreifendes unabhängiges Zentralregister das Ziel einer künftig gesetzlich verpflichtenden Registrierung mit der Notwendigkeit zur kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung verfolgt.

Im Februar 2007 meldete sich bei Frau Bauer eine bereits besiegt geglaubte schwere Krankheit zurück. Als die Hoffnung auf ein Vorübergehen der notwendigen Arbeitspause geringer wurde, legte sie noch im selben Jahr krankheitsbedingt die Geschäftsführung nieder und gestaltete den Übergang in eine neue Ära aktiv mit. Der Verband und seine berufspolitische Arbeit blieben ihr eine Herzensangelegenheit.
Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 6. Oktober 2008 krönte ihren 21-jährigen außerordentlichen Einsatz für die berufliche Pflege in Deutschland. Zahlreiche Mitstreiter und berufspolitische Weggefährten freuten sich mit ihr über diese verdiente Ehrung.

    
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