P.E.G. aktuell - Bayerische Kliniken erwarten transparente und verlässliche Gesundheitspolitik
Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 4.12.2009 gelesen, hier folgende Meldung:
Die Vertreter der bayerischen Krankenhäuser haben von der Bundesregierung eine transparente und verlässliche Gesundheitspolitik gefordert. Auf der Mitgliederversammlung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) heute in München, mahnten Vorstand und Geschäftsführung einen ausreichenden Korrekturbedarf nach „vielen Jahren turbulenter und oft nicht konsequent zu Ende gedachter Kostendämpfungspolitik” an.
Der BKG-Vorsitzende Franz Stumpf forderte die Entlastung der Kliniken vom Morbiditätsrisiko. “Es ist völlig inakzeptabel, wenn die Kliniken für die zunehmenden und schwereren Erkrankungen einer alternden Gesellschaft haften müssen”, sagte Stumpf.
Eine klare Absage erteilte er auch den Ideen um einen Preiswettbewerb mit Rabattverträgen zwischen Klinken und Krankenkassen: „Wenn der neue Gesundheitsminister Rösler die alten Ideen seiner Vorgängerin Ulla Schmidt wieder ausgräbt, um damit vielleicht sogar noch Einsparungen realisieren zu können, stehen Qualität und Planungssicherheit der gesamten stationären Gesundheitsversorgung auf dem Spiel.” Den bayerischen Gesundheitsminister, Markus Söder, forderte Stumpf auf, ausreichende Investitionsmittel für die Kliniken im Freistaat zur Verfügung zu stellen: „Wir wissen um die schwierigen Rahmenbedingungen in der Wirtschaftskrise, aber die Kliniken als größter Bereich in der Wachstumsbranche Gesundheitswesen können nur Motor für den medizinischen Fortschritt sein und eine ausreichende und qualitative stationäre Versorgung mit höchster Qualität nur dann sichern, wenn ihnen wieder mehr Investitionsmittel zur Verfügung gestellt werden.”
BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein wies am Rande der Mitgliederversammlung auf den drohenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen hin. Das Problem um fehlende Ärzte und Fachpersonal in der Pflege und den medizinisch-technischen Bereichen werde auch dadurch verstärkt, dass die eigentlich politisch gewollte Verzahnung des ambulanten mit dem stationären Gesundheitswesen in der Praxis auf viele Widerstände stoße. „Wir müssen die strikte Trennung von ambulantem und stationärem Bereich schnellstens aufbrechen und die personellen Ressourcen und das Know-how beider Sektoren gewinnbringend für den Patienten bündeln”, sagte Hasenbein.
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