P.E.G. aktuell - DKG fordert Stärkung der Krankenhäuser

Wie im Newsletter der Bibliomed News vom 15.07.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ihre gesundheitspolitischen Positionen für die kommende Legislaturperiode vorgestellt. Die Vertreterin der rund 2.000 deutschen Krankenhäuser erwartet vor allem eine Stärkung der Kliniken. „Moderne und leistungsfähige Krankenhäuser sind das Rückgrat des Gesundheitswesens in Deutschland. Damit dies so bleibt, muss die Politik den Kliniken einen zukunftsgerichteten Rahmen geben”, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin.
Die auskömmliche Finanzierung des Gesundheitswesens sei Grundvoraussetzung für eine sichere und hochwertige Versorgung. Korrekturen am Gesundheitsfonds seien hier aber nur die „zweitbeste Möglichkeit”, der die Abschaffung des Fonds vorzuziehen sei. Die DKG plädiert außerdem für die Wiederherstellung der Beitragsautonomie der Krankenkassen, aber auch im Gegenzug für die Rückverlagerung des Morbiditätsrisikos von den Leistungserbringern zu den Krankenversicherungen. „Dass die Kliniken stärker denn je das Morbiditätsrisiko zu tragen und dadurch Abzüge bei den Vergütungen hinzunehmen haben, ist durch nichts zu rechtfertigen”, sagte Baum. Er kritisierte zudem die unzureichende Bereitstellung von Investitionsmitteln durch die Bundesländer. Die strukturelle Unterfinanzierung der Kliniken sei darum auch durch die aktuellen Hilfsprogramme der Koalition nicht behoben worden. Das Positionspapier der DKG fordert einen gemeinsamen nationalen „Kraftakt” von Bund und Ländern, um den Investitionsstau von geschätzten 50 Milliarden Euro in deutschen Kliniken aufzulösen. Darüber hinaus müsse die Gesetzgebung der angestrebten und gewünschten Vertiefung der sektorübergreifenden und patientenorientierten Versorgung Rechnung tragen.

Kritik übt die DKG auch an Vergütungskonzepten, die “ohne jeden methodischen Rückhalt unter dem Deckmantel des pay-for-performance Vergütungskürzungen” propagierten. Statt Rabatt- und Selektivverträgen und Dumpingpreisen sollten weiterentwickelte „Versorgungsgestaltungsverträge” den Kassen und den Krankenhäusern „mehr Spielräume zur qualitätsorientierten Weiterentwicklung der Patientenversorgung lassen”.

Als Rückendeckung für ihre Positionen empfindet die DKG das jüngste Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Dessen Empfehlung, mehr kooperative Formen der regionalen Gesundheitsversorgung zuzulassen und Wettbewerb nicht zum Selbstzweck verkommen zu lassen, unterstütze die DKG-Forderung nach einer Anpassung des Wettbewerbsrechts. Synergien fördernde Zusammenschlüsse von Krankenhäusern dürften nicht durch ein überzogen angewandtes Wettbewerbsrecht verhindert werden. Vielmehr müsse sich die Beurteilung von Klinik-Zusammenschlüssen an den Zielen der medizinischen Versorgung orientieren.

Sorge bereitet den deutschen Krankenhäusern die personelle Ausstattung. Die etwa 4.000 offenen Arztstellen müssten zu einer Anhebung der Studienkapazitäten führen, fordert die DKG. Der Bedarf für Investitionen in Qualifikationen wachse. Auch in Zukunft müssten die Krankenhäuser Zugangspforte für den medizinischen Fortschritt bleiben.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ihre gesundheitspolitischen Positionen für die kommende Legislaturperiode vorgestellt. Die Vertreterin der rund 2.000 deutschen Krankenhäuser erwartet vor allem eine Stärkung der Kliniken. „Moderne und leistungsfähige Krankenhäuser sind das Rückgrat des Gesundheitswesens in Deutschland. Damit dies so bleibt, muss die Politik den Kliniken einen zukunftsgerichteten Rahmen geben”, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum heute in Berlin.
Die auskömmliche Finanzierung des Gesundheitswesens sei Grundvoraussetzung für eine sichere und hochwertige Versorgung. Korrekturen am Gesundheitsfonds seien hier aber nur die „zweitbeste Möglichkeit”, der die Abschaffung des Fonds vorzuziehen sei. Die DKG plädiert außerdem für die Wiederherstellung der Beitragsautonomie der Krankenkassen, aber auch im Gegenzug für die Rückverlagerung des Morbiditätsrisikos von den Leistungserbringern zu den Krankenversicherungen. „Dass die Kliniken stärker denn je das Morbiditätsrisiko zu tragen und dadurch Abzüge bei den Vergütungen hinzunehmen haben, ist durch nichts zu rechtfertigen”, sagte Baum. Er kritisierte zudem die unzureichende Bereitstellung von Investitionsmitteln durch die Bundesländer. Die strukturelle Unterfinanzierung der Kliniken sei darum auch durch die aktuellen Hilfsprogramme der Koalition nicht behoben worden. Das Positionspapier der DKG fordert einen gemeinsamen nationalen „Kraftakt” von Bund und Ländern, um den Investitionsstau von geschätzten 50 Milliarden Euro in deutschen Kliniken aufzulösen. Darüber hinaus müsse die Gesetzgebung der angestrebten und gewünschten Vertiefung der sektorübergreifenden und patientenorientierten Versorgung Rechnung tragen.

Kritik übt die DKG auch an Vergütungskonzepten, die “ohne jeden methodischen Rückhalt unter dem Deckmantel des pay-for-performance Vergütungskürzungen” propagierten. Statt Rabatt- und Selektivverträgen und Dumpingpreisen sollten weiterentwickelte „Versorgungsgestaltungsverträge” den Kassen und den Krankenhäusern „mehr Spielräume zur qualitätsorientierten Weiterentwicklung der Patientenversorgung lassen”.

Als Rückendeckung für ihre Positionen empfindet die DKG das jüngste Gutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Dessen Empfehlung, mehr kooperative Formen der regionalen Gesundheitsversorgung zuzulassen und Wettbewerb nicht zum Selbstzweck verkommen zu lassen, unterstütze die DKG-Forderung nach einer Anpassung des Wettbewerbsrechts. Synergien fördernde Zusammenschlüsse von Krankenhäusern dürften nicht durch ein überzogen angewandtes Wettbewerbsrecht verhindert werden. Vielmehr müsse sich die Beurteilung von Klinik-Zusammenschlüssen an den Zielen der medizinischen Versorgung orientieren.

Sorge bereitet den deutschen Krankenhäusern die personelle Ausstattung. Die etwa 4.000 offenen Arztstellen müssten zu einer Anhebung der Studienkapazitäten führen, fordert die DKG. Der Bedarf für Investitionen in Qualifikationen wachse. Auch in Zukunft müssten die Krankenhäuser Zugangspforte für den medizinischen Fortschritt bleiben.

 
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