Schwerpunkt Leistungsausgaben und Gesundheitsfonds
BKK-Faktenspiegel 12/2008:
Am 1. Januar 2009 bricht eine neue Zeitrechnung in der GKV an. Der Gesundheitsfonds startet mit einem bundesweiten Einheits-Beitragssatz. Davon tragen die Arbeitgeber 7,3 und die Arbeitnehmer 8,2 Prozentpunkte. Im Jahr 2005 hatte die Regierung die paritätische Finanzierung abgeschafft. Für das Jahr 2008 wird mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils rund 160 Mrd. Euro ein ausgeglichener Haushalt erwartet. Zu Beginn der Amtszeit von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt im Jahr 2000 lagen die Ausgaben noch bei 133,7 Mrd. Euro - der durchschnittliche GKV-Beitragssatz bei 13,57 Prozent. Aber bereits für das Jahr 2009 wird - trotz des Rekord-Beitragssatzes von dann 15,5 Prozent - wieder mit einem Defizit in der GKV gerechnet. Grund dafür sind neben dem wirtschaftlichen Abschwung die gestiegenen Gesamtausgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Letztere sind seit 2000 deutlich stärker gestiegen als die Grundlohnsumme. Spitzenreiter bei der Kostensteigerung sind die Arzneimittel. Lagen die Ausgaben für Medikamente im Jahr 2000 noch bei 394 Euro je Mitglied, so waren es 2007 bereits 547 Euro.Den aktuellen und alle vorherigen Ausgaben des BKK-Faktenspiegels lesen Sie hier!
Tags: Krankenkassen