P.E.G. aktuell - Neue und verhärtete Fronten im Streit um Gesundheitsreform

03. März 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 02.03.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Im Streit innerhalb der schwarz-gelben Koalition verhärten sich die Fronten laut Medienberichten weiter. Nach erneuten kritischen Äußerungen von CSU-Chef Horst Seehofer und seinem Parteikollegen und bayerischen Gesundheitsminister Markus Söder zur geplanten Gesundheitsreform forderte die FDP die CSU gestern in einem Präsidiumsbeschluss auf, die Störmanöver gegen die Berliner Koalition umgehend einzustellen. Mit ihrem Verhalten schädigten Seehofer und Söder die Autorität von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). FDP-Generalsekretär Christian Lindner forderte gestern in Berlin, „die öffentlichen Störungen einer konstruktiven Lösungssuche in der Koalition einzustellen”. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt verlangte im Gegenzug, die FDP müsse „ihre ungeheuerlichen Rüpeleien sofort einstellen”.
Seehofer und Söder hatten am Wochenende erneut die Einführung einer einkommensunabhängigen Pauschale zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen und die Einsetzung der von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) geleiteten Regierungskommission kritisiert (bibliomed.de berichtete). Dobrindt unterstellte der FDP, den Koalitionsvertrag nicht richtig gelesen zu haben. Darin stehe nichts von einer Umstellung auf eine Kopfpauschale. Die FDP sieht sich hingegen von den jüngsten Äußerungen von CDU-Fraktionschef Volker Kauder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihrer Lesart bestätigt. Kauder hatte die Einführung einer Gesundheitsprämie als eindeutiges Ziel ausgegeben, Merkel den Koalitionsvertrag als Grundlage der Regierungsarbeit bestätigt. Dort ist festgehalten, dass die schwarz-gelben Koalitionäre „eine weitgehende Entkoppelung der Gesundheitskosten von den Lohnzusatzkosten wollen”. Langfristig werde „das bestehende System in eine Ordnung mit mehr Beitragsautonomie, regionalen Differenzierungsmöglichkeiten und einkommensunabhängigen Arbeitnehmerbeiträgen, die sozial ausgeglichen werden” überführt.

Inzwischen mehren sich auch die kritischen Stimmen zum Verhalten Seehofers und Söders aus den eigenen Reihen. Bereits gestern hatte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Stefan Müller, Söder aufgefordert „konstruktiv” an der Gesundheitsdiskussion teilzunehmen. Das schlechte Erscheinungsbild der Koalition sei nicht verwunderlich, „wenn es immer wieder Angriffe aus den eigenen Reihen” gebe. Wie die Nachrichtenagentur dpa heute meldet, stellten sich viele CSU-Abgeordnete der Landesgruppe im Bundestag gestern Abend hinter Müllers Äußerungen. Auf einer Sitzung hätten mehrere Mitglieder ihren Unmut über das Vorgehen Seehofers und Söders geäußert. Heute verbat sich auch der Vorsitzende der Landesgruppe, Hans-Peter Friedrich, „Äußerungen von nicht zuständigen Politikern aus dem Süden des Landes”, wenn diese „störend” und „ausschließlich destruktiv” seien. Laut dpa bezog er sich dabei vorrangig auf Söder, der die Arbeit der jüngst einberufenen Regierungskommission als unnötig bezeichnete. „Wir verlangen Respekt, nicht nur vor unserer Arbeit, sondern auch vor unseren Koalitionspartnern”, sagte Friedrich und forderte konstruktive Beiträge. Die bayerische Landesregierung vertrete die bayerische Bevölkerung nicht allein. Auch die Bundestagsabgeordneten der Partei seien direkt gewählt worden.

 

    
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P.E.G. aktuell - Rhön Klinikum: Gewinn 2009 gestiegen

12. Februar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 12.02.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Rhön-Klinikum AG hat heute die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 veröffentlicht. Die Umsatz- und Ergebnisziele wurden zuverlässig erreicht, berichtet das Unternehmen. Kostensteigerungen habe der Klinikkonzern durch Umstrukturierung und Leistungssteigerungen kompensiert.

„Immer mehr Patienten nehmen unser Angebot einer qualitativ hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung an”, sagte Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der Rhön-Klinikum AG. In den Kliniken des Verbunds wurden 2009 insgesamt 1,8 Millionen Patienten behandelt, eine Steigerung um 9,2 Prozent. Der Umsatz stieg im gleichen Zeitraum um 8,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich wie prognostiziert um 7,4 Prozent auf 131,7 Millionen Euro. Das EBITDA konnte im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Prozent auf 283 Millionen Euro und das EBIT um 5,3 Prozent auf 181,2 Millionen Euro gesteigert werden. Der operative Cash-Flow erhöhte sich um 10,2 Prozent auf 235,5 Millionen Euro.

Die größte Konzerntochter, das Universitätsklinikum Gießen und Marburg, trug mit einem Umsatzergebnis in Höhe von 500,3 Millionen Euro und einem Gewinn in Höhe von 4,8 Millionen Euro erstmals nennenswert zum Ergebnis in 2009 bei. Die Neubauten lägen im Zeitplan und die Inbetriebnahme am Standort Gießen Anfang 2011 markiere einen weiteren Meilenstein für eine positive Ergebnisentwicklung. Erfreulich sei vor allem die stetig wachsende Zahl an Patienten und Zuweisern. Das Unternehmen wertet dies als Beleg für das steigende Vertrauen in das private Universitätsklinikum.
Ein Meilenstein im Geschäftsjahr 2009 sei die Kapitalerhöhung gewesen. „Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt, um unser fach-, standort- und sektorübergreifendes Versorgungsangebot weiter auszubauen”, sagte Dr. Erik Hamann, Finanzvorstand der Rhön-Klinikum AG.

 

    
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P.E.G. aktuell - Minister, Dekan und DKG-Präsident würdigen Akademie-Gründung der PEG

25. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 25.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Einkaufsgenossenschaft für Krankenhäuser PEG hat in München eine neue Weiterbildungsstätte für Ärzte, Pflegefachkräfte und Klinikmanager eröffnet. Hochqualifizierte Trainer und ein innovativer Lehrplan sollen Wissen auf neutralem Terrain vermitteln.
„Mit der heutigen Eröffnung von ‚PEG - Die Akademie’ wird die Genossenschaft für ihre Mitglieder noch wertvoller”, sagte der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil während der Festveranstaltung zur Eröffnung am Stammsitz der PEG in München. Für die älteste Klinik-Genossenschaft Deutschlands, die bald ihren 40. Geburtstag feiert, bleibt die Krankenhaus-Logistik Dreh- und Angelpunkt, wenngleich die Zielgruppe der Akademie mit dem innovativen Lehrplan vergrößert wurde: Auf der Agenda stehen auch Seminare für Ärzte und Pflegepersonal und PEG-Vorstandsvorsitzender Anton J. Schmidt hat seiner neuen Einrichtung Wissensvermittlung auf neutralem Terrain auf die Fahnen geschrieben. Für alle Seminare, die sämtlich unter dem Dach der PEG stattfinden, stehen hoch qualifizierte Trainer zur Verfügung.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht in der PEG einen „verlässlichen Partner in Sachen Fortbildung”, so DKG-Präsident Rudolf Kösters anlässlich der Eröffnung. Die PEG fülle von nun an eine Lücke, denn den Kliniken mangele es an qualifizierten Weiterbildungseinrichtungen. Der Dekan der Marburger Universitätsmedizin, Professor Matthias Rothmund, begrüßte, dass künftig auch Ärzte in den Genossenschaftsräumen ein- und ausgehen werden. Seine Berufsgruppe sei dankbar für neutrale Weiterbildung. Diese „ist bisher weder strukturiert, noch wird sie in irgendeiner Form überprüft”, kritisierte Rothmund. PEG-Chef Schmidt versprach, die Hürde der neuen Akademie hoch zu hängen: „Denn wer im künftig härter werdenden Wettbewerb als Leistungserbringer bestehen will, der muss Qualität bringen.”

    
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P.E.G. aktuell - Kienbaumstudie: Chefärzte verdienen doppelt so viel wie Krankenhausmanager

12. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 12.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Gehälter von Führungskräften in Krankenhäusern variieren stark: Während Chefärzte mit durchschnittlich 266 000 Euro im Jahr vergütet werden, verdienen ihre Geschäftsführer- und Vorstandskollegen 120 000 Euro weniger. Damit erhalten nichtärztliche Führungskräfte im Schnitt nur rund halb so viel wie in einer vergleichbaren Position in einem Wirtschaftsunternehmen.
Dies sind Ergebnisse der Vergütungsstudie „Führungs- und Fachkräfte in Krankenhäusern” der Managementberatung Kienbaum, zu der die Daten von 2 055 Positionen aus 184 Krankenhäusern erhoben wurden. „Die eklatanten Gehaltsunterschiede machen einen Wechsel vom Krankenhaus in reine Wirtschaftsunternehmen vor allem für Nachwuchsführungskräfte attraktiv. Die Optimierung ihrer Vergütungssysteme ist für Krankenhäuser unumgänglich, um die Mitarbeiter langfristig binden zu können”, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Fachärzte bekommen 6,9 Prozent mehr Gehalt
Von Juli 2008 bis Juli 2009 stiegen die Gehälter der ärztlichen Führungskräfte in Krankenhäusern im Durchschnitt um 5,3 Prozent. Mit durchschnittlich 6,9 Prozent machten Fachärzte den größten Gehaltssprung. Nichtärztliche Angestellte konnten ihr Einkommen im Vergleich zum Vorjahr im Schnitt um 2,7 Prozent steigern. Die größte Gehaltssteigerung erzielten in dieser Gruppe die Geschäftsführer und Vorstände mit 3,1 Prozent.

Für das Jahr 2010 fallen die prognostizierten Gehaltssteigerungen mit durchschnittlich zwei Prozent wesentlich geringer aus als noch 2009. „Diese Prognose zeigt, dass auch Krankenhäuser in Zeiten der Wirtschaftskrise die Kostenbremse ziehen müssen. Deutlich geringere Gehaltssteigerungen sind die Folge, womit auch im Gesundheitswesen die Auswirkungen der allgemeinen Krise spürbar werden”, sagt Christian Näser.

Dienstwagen sind nur bei Geschäftsführern etabliert
Dienstwagen für Krankenhaus-Angestellte der unteren Führungsebenen sind nach wie vor kaum verbreitet: Während 61 Prozent der Geschäftsführer einen Dienstwagen fahren, wird nur 17 Prozent der Direktoriumsmitglieder - und damit neun Prozent weniger als noch im Jahr zuvor - ein PKW zur Verfügung gestellt. Abteilungsleitern (sechs Prozent) sowie Chef- und Oberärzten (sechs beziehungsweise vier Prozent) wird diese Zusatzleistung ebenfalls selten gewährt. Auch in den Anschaffungskosten unterscheiden sich die erfassten Positionen: Ein Dienstwagen für einen Geschäftsführer kostet im Durchschnitt 50 000 Euro, während für den eines Abteilungsleiters durchschnittlich 30 000 Euro investiert werden.

Betriebliche Altersversorgung bleibt wichtiger Bestandteil der Vergütung
In allen befragten Krankenhäusern erhalten Oberärzte, Fachärzte und Ärzte in Weiterbildung eine betriebliche Altersversorgung. 88 Prozent der Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder beziehen ebenfalls diese Zusatzleistung. Durchschnittlich 85 Prozent der übrigen Positionen werden bei der Altersvorsorge vom Arbeitgeber unterstützt: 87 Prozent der Chefärzte, 84 Prozent der Führungskräfte der ersten Ebene und 83 Prozent der Mitglieder des Direktoriums erhalten eine betriebliche Altersversorgung. Weniger verbreitet sind diese Leistungen bei kleineren, privaten Kliniken und Mitarbeitern mit weniger als fünf Jahren Betriebszugehörigkeit. „Die betriebliche Altersversorgung ist für die Krankenhäuser eine Medaille mit zwei Seiten: Einerseits gewährleistet sie eine hohe Mitarbeiterbindung, andererseits ist sie jedoch die mit Abstand teuerste Zusatzleistung”, sagt Näser. 

    
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P.E.G. aktuell - DBfK trauert um Marita Bauer

07. Januar 2010

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 07.01.2010 gelesen, hier folgende Meldung:

Am 1. Januar 2010 verstarb Marita Bauer in Saarmund im Alter von 53 Jahren. Marita Bauer war langjährige Geschäftsführerin des DBfK-Landesverbandes Berlin-Brandenburg e.V. und des DBfK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Der DBfK bekundet in einer Pressemitteilung vom 6. Januar seine Betroffenheit und sein Mitgefühl mit den Angehörigen. „Der DBfK hat mit Marita Bauer eine für die Belange der Pflege streitbare Persönlichkeit verloren”, heißt es dort. „Für ihren überragenden Einsatz und ihre prägende Kraft werden wir sie stets dankbar in Erinnerung behalten.” Marita Bauer initiierte unter anderem die Gütegemeinschaft Qualitätsgeprüfter Ambulanter Pflegedienste und konzipierte und etablierte die Freiwillige Registrierung. Am 6. Oktober 2008 wurde sie für ihren außerordentlichen Einsatz für die berufliche Pflege in Deutschland mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Schon früh wusste Marita Bauer, dass sie Krankenschwester werden wollte. Nach dem Berufsabschluss im Jahr 1978 war sie im Endoskopie-Bereich des Berliner DRK Krankenhauses Mark Brandenburg tätig. Ihr Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen führte sie in ein Studium der Betriebswirtschaft an der Freien Universität Berlin. Im April 1986, noch während ihres Studienabschlusses als Diplom-Kauffrau, wurde sie Assistentin der Geschäftsführung im damaligen DBfK-Landesverband Berlin e.V. Zu diesem Zeitpunkt leitete Margarete Winter ehrenamtlich in Doppelfunktion als Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende den DBfK-Landesverband Berlin e.V. Bereits im Oktober 1986 wurde Marita Bauer als erste hauptamtliche Geschäftsführerin bestellt.

Die Wahrnehmung und Ausgestaltung der Aufgaben im DBfK hatten im Leben von Marita Bauer Priorität. In einer Vielzahl von Projekten, Initiativen und Aktivitäten auf regionaler und nationaler Ebene prägte sie das Gesicht der beruflichen Pflege in Deutschland entscheidend mit. Exemplarisch dafür stehen ihre Mitwirkung beim Aufbau der Sozialstationen, die fachlich und politische Mitgestaltung im Zusammenhang der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten und die vorausschauende Gestaltungskraft bei der Neupositionierung des Verbandes. Sobald sich im geeinten Deutschland die Möglichkeit eröffnete, kontaktierte und informierte sie zahllose Krankenhäuser und Einrichtungen. So entstand 1991 der DBfK-Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. Nach dem Umzug der Geschäftsstelle in den verbandseigenen Neubau in Potsdam-Babelsberg im Jahr 1998 übernahm Frau Bauer zusätzlich die Geschäftsführung des DBfK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. Die Landespflegeräte in Berlin-Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern konstituierten sich aufgrund ihrer Initiative und sind heute eine wesentliche Stimme in der politischen Landschaft.

Vorrangiges Ziel des Engagements von Frau Bauer war stets die fundierte und qualifizierte Bereitstellung pflegerischer Leistungen für die Bevölkerung. Mit diesem Fokus initiierte sie unter anderem die Gütegemeinschaft Qualitätsgeprüfter Ambulanter Pflegedienste. Gemeinsam mit Elke Bachstein konzipierte und etablierte Marita Bauer die Freiwillige Registrierung beruflich Pflegender, die schnell nationale Beachtung fand und heute als verbandsübergreifendes unabhängiges Zentralregister das Ziel einer künftig gesetzlich verpflichtenden Registrierung mit der Notwendigkeit zur kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung verfolgt.

Im Februar 2007 meldete sich bei Frau Bauer eine bereits besiegt geglaubte schwere Krankheit zurück. Als die Hoffnung auf ein Vorübergehen der notwendigen Arbeitspause geringer wurde, legte sie noch im selben Jahr krankheitsbedingt die Geschäftsführung nieder und gestaltete den Übergang in eine neue Ära aktiv mit. Der Verband und seine berufspolitische Arbeit blieben ihr eine Herzensangelegenheit.
Die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 6. Oktober 2008 krönte ihren 21-jährigen außerordentlichen Einsatz für die berufliche Pflege in Deutschland. Zahlreiche Mitstreiter und berufspolitische Weggefährten freuten sich mit ihr über diese verdiente Ehrung.

    
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P.E.G. aktuell - Was soll eine Krankenversicherung leisten?

15. Dezember 2009

Wie im Newsletter 12/09 der gesundheitswirtschaft.info vom 15.12.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Welche Kosten sollten gesetzliche Krankenkassen unbedingt wieder übernehmen? Am meisten wünschen sich die Deutschen (81 Prozent der Befragten) eine vollständige Kostenübernahme bei Krankenhausaufenthalt, Reha-Maßnahmen oder häuslicher Krankenpflege. Dies ergab eine repräsentativen Forsa-Umfrage. 
An zweiter Stelle steht der Wunsch nach Kostenübernahme für Sehhilfen bei 80 Prozent der Befragten - obwohl nur 60 Prozent der Deutschen selbst eine Brille tragen. Offensichtlich haben die Versicherten auch hier nicht ausschließlich nach ihrem akuten Bedarf, sondern mit langfristiger Perspektive entschieden. Entsprechend liegt auch der Wunsch der Versicherten nach voller Kostenübernahme bei Zahnersatz mit 75 Prozent auf Platz drei.

Abschaffung der Praxisgebühr weniger relevant

Die Abschaffung der in der Öffentlichkeit häufig kritisierten Praxisgebühr landete bei den Befragten nur auf Platz vier der Liste: 71 Prozent sprachen sich dafür aus. Demnach scheinen 10 Euro pro Quartal vielen Versicherten im Vergleich zu anderen Gesundheitskosten überschaubar. Knapp dahinter, auf dem fünften Rang, rangiert mit 70 Prozent der Wunsch nach voller Kostenübernahme für Heil- und Hilfsmittel. 

Nicht unter den Top 5, aber weitere Plätze auf der Wunschliste belegten die Kostenbeteiligung für alternative Heilmethoden und Heilmittel (Platz sechs mit 62 Prozent), Kostenübernahme für Fahrten zur ambulanten Behandlung (Platz sieben mit 53 Prozent) und für nicht-verschreibungspflichtige Medikamente (Platz acht mit 28 Prozent). Aufgrund der geringeren Häufigkeit bei der Inanspruchnahme liegen die Kostenübernahme für eine Sterilisation (23 Prozent) und für künstliche Befruchtungen (21 Prozent) erwartungsgemäß auf den letzten beiden Plätzen der Wunschliste.

Unterschiede bei Männern und Frauen

Bei den Top 5-Wünschen sind sich Männer und Frauen übrigens weitestgehend einig. Auf alternative Heilmethoden und Heilmittel wie Akupunktur oder Homöopathie (Platz sechs) legen Frauen etwas mehr Wert als Männer. Und auch bei den nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten erwarten Frauen mehr Leistungen von ihrer Krankenversicherung als Männer.

Um die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu schließen, haben bereits rund ein Drittel der Versicherten eine private Zusatzversicherung abgeschlossen. Bei ihnen fragte die HanseMerkur nach, welche Leistungen sie damit abgedeckt haben. Übereinstimmend mit den Top 5-Wünschen aller Befragten haben sich diejenigen mit privatem Ergänzungsschutz vor allem im stationären Bereich abgesichert: von der Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer über die freie Wahl des Krankenhauses bis zur Chefarztbehandlung. Daneben gehört auch die volle Kostenerstattung für Zahnersatz bei den Befragten zu den wichtigsten Leistungen einer privaten Zusatzversicherung.

Immer mehr Leistungen werden privat abgesichert

In den vergangenen Jahren haben Zusatzversicherungen einen deutlichen Zuwachs erfahren, nicht zuletzt durch Einschnitte im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Zudem ist es durch Kooperationen zwischen gesetzlichen Kassen und privaten Krankenversicherern deutlich leichter geworden, bestimmte Zusatzleistungen individuell abzusichern.

    
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P.E.G. aktuell - Bayerische Kliniken erwarten transparente und verlässliche Gesundheitspolitik

04. Dezember 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 4.12.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Die Vertreter der bayerischen Krankenhäuser haben von der Bundesregierung eine transparente und verlässliche Gesundheitspolitik gefordert. Auf der Mitgliederversammlung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) heute in München, mahnten Vorstand und Geschäftsführung einen ausreichenden Korrekturbedarf nach „vielen Jahren turbulenter und oft nicht konsequent zu Ende gedachter Kostendämpfungspolitik” an.
Der BKG-Vorsitzende Franz Stumpf forderte die Entlastung der Kliniken vom Morbiditätsrisiko. “Es ist völlig inakzeptabel, wenn die Kliniken für die zunehmenden und schwereren Erkrankungen einer alternden Gesellschaft haften müssen”, sagte Stumpf.
Eine klare Absage erteilte er auch den Ideen um einen Preiswettbewerb mit Rabattverträgen zwischen Klinken und Krankenkassen: „Wenn der neue Gesundheitsminister Rösler die alten Ideen seiner Vorgängerin Ulla Schmidt wieder ausgräbt, um damit vielleicht sogar noch Einsparungen realisieren zu können, stehen Qualität und Planungssicherheit der gesamten stationären Gesundheitsversorgung auf dem Spiel.” Den bayerischen Gesundheitsminister, Markus Söder, forderte Stumpf auf, ausreichende Investitionsmittel für die Kliniken im Freistaat zur Verfügung zu stellen: „Wir wissen um die schwierigen Rahmenbedingungen in der Wirtschaftskrise, aber die Kliniken als größter Bereich in der Wachstumsbranche Gesundheitswesen können nur Motor für den medizinischen Fortschritt sein und eine ausreichende und qualitative stationäre Versorgung mit höchster Qualität nur dann sichern, wenn ihnen wieder mehr Investitionsmittel zur Verfügung gestellt werden.”

BKG-Geschäftsführer Siegfried Hasenbein wies am Rande der Mitgliederversammlung auf den drohenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen hin. Das Problem um fehlende Ärzte und Fachpersonal in der Pflege und den medizinisch-technischen Bereichen werde auch dadurch verstärkt, dass die eigentlich politisch gewollte Verzahnung des ambulanten mit dem stationären Gesundheitswesen in der Praxis auf viele Widerstände stoße. „Wir müssen die strikte Trennung von ambulantem und stationärem Bereich schnellstens aufbrechen und die personellen Ressourcen und das Know-how beider Sektoren gewinnbringend für den Patienten bündeln”, sagte Hasenbein.
   
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P.E.G. aktuell - Lauterbach als neuer gesundheitspolitischer Sprecher der SPD

25. November 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 253.11.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Der Mediziner, Gesundheitsökonom und Bundestagsabgeordnete Professor Karl Lauterbach (SPD)ist neuer gesundheitspolitischer Sprecher seiner Partei. Wie mehrere überregionale Zeitungen heute melden, setzte Lauterbach sich in der SPD-Arbeitsgruppe für Gesundheit mit sechs zu zwei Stimmen gegen seinen Kollegen Peter Friedrich durch und könnte damit zum wichtigsten Gegenspieler von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) avancieren.
Laut der „Süddeutschen Zeitung” hat Lauterbach seine neue Position vor allem seinem Imagewandel vom besserwissenden Einzelkämpfer zum kompetenten Teamspieler zu verdanken. Dass er als „Mann vom linken Flügel” die positiven Seiten der Agenda 2010 betont habe, werde innerhalb der Partei ebenfalls honoriert. Die „Tageszeitung” (TAZ) nennt ihn „einen ebenbürtigen Gegenspieler zu Rösler” und rechnet damit, dass die Gesundheitspolitik einen Kernbereich der Oppositionsarbeit ausmachen wird. Lauterbach werde „es Philipp Rösler schwer machen”.

   
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P.E.G. aktuell - Krankenhauskosten sind um 5 % gestiegen

23. November 2009

Wie im BVMED Newsletter 46/09 vom 23.11.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Wiesbaden. Mit insgesamt 72,6 Milliarden Euro lagen die Ausgaben der Krankenhäuser in Deutschland in 2008 um 3,4 Milliarden Euro höher als im Jahr zuvor. Das hat das Statistische Bundesamt bekannt gegeben. Den größten Anteil an den Gesamtkosten hatten die Personalkosten mit 43,4 Milliarden Euro (60 Prozent), die Sachkosten schlugen mit 27,3 Milliarden Euro (knapp 38 Prozent) zu Buche. Im Vergleich zum Jahr 2007 nahmen die Personalkosten um 3,4 Prozent zu, die Sachkosten stiegen mit einem Plus von
6,3 Prozent stärker. Die Krankenhausausgaben enthielten auch Kosten für nichtstationäre Leistungen mit einem Gesamtvolumen von 9,4 Milliarden Euro. Darunter fielen unter anderem Kosten für die Ambulanz (3,1 Milliarden Euro) sowie wissenschaftliche Forschung und Lehre (2,4 Milliarden Euro). Die Kosten der stationären Krankenhausversorgung lagen somit bei 63,2 Milliarden Euro in 2008. 17,5 Millionen Patienten und Patientinnen wurden im vergangenen Jahr vollstationär im Krankenhaus behandelt. www.destatis.de.

  
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P.E.G. aktuell - Jedem zweiten Deutschen graust es vor Krankenhausaufenthalten

03. November 2009

Wie im Newsletter der Bibliomed medizinische Verlagsgesellschaft mbH vom 03.11.2009 gelesen, hier folgende Meldung:

Mehr als jeder zweite Deutsche hat Ängste vor einem stationären Krankenhausaufenthalt, jeder zehnte sogar große Angst. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der HanseMerkur Versicherungsgsruppe. Am meisten fürchten potenzielle Patienten Behandlungsfehler, erfolglose Therapien und die Ansteckung mit gefährlichen Keimen.
Gut 1.000 Bundesbürger befragte forsa im Oktober dieses Jahres zu Ängsten und Sorgen im Bezug auf den Krankenhausaufenthalt. Danach bereitet ein stationärer Klinikaufenthalt 54 Prozent der Deutschen Sorge, elf Prozent haben sogar große Angst. Während dies nur 46 Prozent der privat Versicherten betrifft, liegt die Zahl unter den gesetzlich Versicherten mit 56 Prozent deutlich höher. Konkret ist die größte Angst die vor Behandlungsfehlern (65 Prozent), gefolgt von der vor erfolglosen Therapien (61 Prozent), der Infektion mit gefährlichen Keimen (55 Prozent), oder dem Erleiden von Schmerzen (53 Prozent). 52 Prozent fürchten, auf unangenehme Zimmergenossen zu treffen.

„Viele Menschen erleben das krankenhaus als unpersönlichen Apparat, der ihnen Angst einflößt”, sagte der Leiter der Leistungsabteilung der HanseMerkur, Folke Tedsen. Die beste Gegenstrategie sei hier, den Aufenthalt so persönlich wie möglich zu gestalten. So wünschen sich laut der forsa-Umfrage 86 Prozent, dass die Ärzte sich mehr Zeit für sie nehmen. 81 Prozent würden sich mit mehr Privatsphäre in einem Ein- oder Zweibettzimmer wohler fühlen. 77 Prozent würde es ein besseres Gefühl geben, sich das Krankenhaus selbst aussuchen zu können.

  
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